Wohin der Anleger am Dienstag auch blickte – Kursverluste allerorten. Der Dax gab am Vormittag zwischenzeitlich rund 400 Punkte auf 24.728 Zähler ab. Der breitere europäische Index Stoxx 600 markierte mit etwa 630 Punkten den niedrigsten Stand seit mehr als Woche. Von der Wall Street durften die Märkte wenig Unterstützung erwarten: Vorbörslich rutschten die Kurse weiter nach – insbesondere Techwerte: Die Futures für den Nasdaq 100 gaben um bis zu 3 Prozent nach.Zuvor hatten Gewinnmitnahmen bereits die Aktienmärkte Asiens flächendeckend unter Druck gesetzt. Die Schwäche in der Techbranche belaste die Kurse, sagte Analyst Fabien Yip von IG International. Die Anleger reagierten auf Erwartungen, dass die US-Notenbank Fed die Zinsen unter ihrem neuen Vorsitzenden Kevin Warsh schon bald erhöhen könnte, um den Inflationsdruck durch höhere Energiekosten und Zölle zu bekämpfen. Zudem sorgten sich die Aktieninvestoren um steigende Unternehmensausgaben für künstliche Intelligenz, hieß es am Markt.Technologieaktien zählten im vergangenen Quartal zu den größten Gewinnern. Da mit steigenden Zinsen auch die Kreditkosten anziehen, dürften Unternehmen, die auf fremdfinanzierte Ausgaben angewiesen sind, unter Druck geraten.Infineon und STMicroelectronics gehörten zu den Unternehmen, die kürzlich den Kapitalmarkt in Anspruch genommen haben. Ihre Aktien verzeichneten am Dienstag Kursverluste von 5,7 und 7,5 Prozent, während die Halbleiteranlagenhersteller ASML und Aixtron jeweils um mehr als 5 Prozent nachgaben.
Börse: Ausverkauf der Technologiewerte verschärft sich
Im KI-Fieber haben Techaktien zuletzt eine enorme Kursrallye hingelegt. Jetzt geraten sie massiv unter Druck. Ob es weiter abwärts geht, hängt laut Marktexperten von den Chipfirmen ab, die diese Woche ihre Geschäftszahlen veröffentlichen.












