PfadnavigationHomePolitikDeutschlandNach „Faschismus“-VergleichGrüne sehen Linke weiterhin als möglichen Bündnispartner – und präsentieren ihre „ideale Variante“Stand: 12:11 UhrLesedauer: 2 MinutenAndreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, fordert stabile Rentenniveaus, die Abschaffung der Rente mit 63 und Minijobs sowie mehr Anreize für längeres Arbeiten. „Das Rentenniveau muss stabil bei 48 Prozent bleiben“, sagt Audretsch bei „WELT – Die Stimme am Morgen“.Trotz Kritik am Faschismus-Vergleich des neuen Linken-Chefs halten die Grünen ein Bündnis mit der Partei für unproblematisch. Grünen-Vize Andreas Audretsch machte jedoch in WELT TV wichtige Einschränkungen.Trotz des „Faschismus“-Vergleichs des neuen Linken-Chefs Luigi Pantisano kann sich Andreas Audretsch, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen, nach der Berliner Abgeordnetenhauswahl ein Bündnis mit den Linken vorstellen. Im Talkformat „Stimme am Morgen“ bei WELT TV sagte Audretsch: „Wir haben in Berlin einen ganz klaren Fokus, das ist Kai Wegner aus dem Roten Rathaus zu kriegen. Das heißt, die ideale Variante ist, dass wir stärkste Kraft werden und dann wird es auf die Partner ankommen. Dann wird es auch auf die Linke ankommen. Die Linke muss sich entscheiden, auch hier in Berlin, ob sie regierungsfähig und auch regierungswillig ist.“Lesen Sie auchAudretsch betonte, dass letztlich die Inhalte darüber entscheiden werden, ob es zu einer Koalition mit den Linken kommt und die Linkspartei in der Breite beweisen müsse, dass sie regierungsfähig ist: „Die Inhalte müssen stimmen und da haben wir selbstverständlich Komponenten, die dabei zentral sind. Das ist zum einen, dass wir die großen Fragen der Stadt, die Mietenfragen angehen, dass wir aber gleichzeitig auch bestimmte Haltelinien haben, zum Beispiel beim Thema Antisemitismus. Da wird es bei uns kein Wackeln geben, in keiner Weise“, so der Grünen-Politiker.Pantisano hatte am Wochenende in einem „Bild“-Interview die CDU scharf angegriffen: „Letztlich gibt es auch gerade gar keinen Unterschied zwischen der CDU, die faschistische Politik macht, der AfD oder den Faschisten selbst“, sagte Pantisano wenige Stunden vor seiner Wahl zum Parteivorsitzenden. Politiker von CDU und CSU fordern nun seinen Rücktritt. Auch in der Linken gab es Irritationen. Der Linken-Politiker stellte auf Nachfrage klar, dass er die Formulierung selbst für unglücklich hält. „Das ist verkürzt“, hatte er daraufhin gesagt und um Entschuldigung gebeten.Im September wird in Berlin gewählt, eine Neuauflage der schwarz-roten Koalition gilt als unwahrscheinlich. Dafür scheint sich eine rot-rot-grüne Regierung abzuzeichnen. Lesen Sie auchBerlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) hatte angesichts der Äußerungen von Pantisano von Grünen und SPD mehr Abstand zur Linkspartei verlangt. „Grüne und SPD müssen sich fragen lassen, wo ihre eigene Brandmauer gegen politischen Extremismus steht“, sagte der CDU-Politiker der „Rheinischen Post“. „Die Äußerungen von Herrn Pantisano stehen symptomatisch für eine Linkspartei, die sich seit Jahren zunehmend radikalisiert und sich immer weiter von einem demokratischen Diskurs entfernt.“ Wegner sagte weiter: „Wer die CDU mit der AfD gleichsetzt, verlässt den Boden einer ernsthaften politischen Auseinandersetzung. Es ist Ausdruck des Zustands dieser Partei, die auch in ihren Reihen Antisemiten und Polizeihasser duldet.“DW/kami mit dpa
Grüne sehen Linke weiterhin als möglichen Bündnispartner – und präsentieren ihre „ideale Variante“ - WELT
Trotz Kritik am Faschismus-Vergleich des neuen Linken-Chefs halten die Grünen ein Bündnis mit der Partei für unproblematisch. Grünen-Vize Andreas Audretsch machte jedoch in WELT TV wichtige Einschränkungen.









