Es war ein anrührender Moment, als Keir Starmer sich an diesem Montagmorgen vor 10, Downing Street als Premierminister von den Briten verabschiedete. Da stand ein Politiker, der die Wucht der Welle des Unmuts nicht begreifen konnte, die ihn nur zwei Jahre nach seinem Erdrutschsieg hinwegreißen würde, weg aus dem Amt des britischen Premiers. Was ist passiert, dass er so schnell so unfassbar unbeliebt war, dass seine Labour-Partei gar keine andere Wahl mehr sah, als ihn zu ersetzen?Diese Härte, sie sagt viel über das heutige Großbritannien, das sich seit dem Brexit verloren zu haben scheint, wie gebrochen wirkt. Häufig lese ich den Begriff „Broken Britain“, eine ebenso traurige wie markante Beschreibung für ein Land. Am Ende sagt die Dynamik des Machtwechsels mehr über das tief erschütterte Land selbst als über den glücklosen und – gewiss, wer ist das nicht? – fehlerhaften Keir Starmer oder seinen designierten Nachfolger Andy Burnham, wie Michael Neudecker kommentiert.Warum macht er das? Ist es Kalkül oder seine Überzeugung, und ist er tatsächlich überrascht über die Wirkung seiner Aussagen? Etwas häufiger als früher stellen Politiker in diesen aufgewühlten Zeiten die Öffentlichkeit vor Rätsel, so wie jetzt Luigi Pantisano mit seinen verstörenden Aussagen über die CDU. Inhaltlich wie politisch ein bizarrer Vorgang in einer Zeit, in der es seiner Linken gerade besonders gut ging. Valerie Höhne ergründet Pantisanos kommunikatives Desasters, das mit der Entschuldigung kaum ausgeräumt ist.Es gibt Momente, wo ich Freundinnen oder Freunden gern mal sage: Kann ja sein, dass du dich nicht für Theater, Poesie oder Fußball interessierst, aber diese Inszenierung wird dich berühren, oder dieses Gedicht – oder diese besondere Geschichte aus dem Stadion. Womit wir gedanklich in Dallas sind und bei der Geschichte des Lionel Messi, für die SZ erzählt von Javier Cáceres – über einen Fußballspieler, der in seiner so ruhigen Art jetzt zum erfolgreichsten Torschützen der WM-Geschichte wurde. Zu dieser Geschichte gehört auch die Heiterkeit, mit der Miroslav Klose, der bisherige Rekordhalter, im Gespräch mit der SZ gratuliert. Auf dem Laufenden bleiben Sie mit unserem Liveblog zur Fußball-WM.Fußball-WM 2026Torrekord: Messi denkt an die Ewigkeit. Lionel Messi vergibt gegen Österreich früh im Spiel einen Elfmeter – schüttelt dann aber schnell jede Gefahr eines Traumas ab und schreibt in Dallas Geschichte. Zum ArtikelEXKLUSIV Klose gratuliert Messi zum TorrekordLiveblog zur Fußball-WM 2026: Warum ein Tor des Senegal für Deutschland noch wichtig werden kannZwei Stunden Unterbrechung halten Mbappé nicht auf. Die Partie zwischen Frankreich und Irak muss wegen eines Gewitters in Philadelphia sehr lang pausieren. Der Favorit setzt sich beim 3:0 trotzdem klar durch. Zum ArtikelHaaland trifft wieder doppelt: Norwegen zieht in die K.-o.-Runde einWM-Aus für Schlotterbeck: Der goldene Fuß ist kaputtWas heute wichtig istVerteidigungspolitik: Pistorius zweifelt an Deutschlands Verteidigungswillen. Militär allein reicht nicht: Verteidigungsminister Pistorius wirbt für eine neue Sicherheitskultur in Deutschland. Die ganze Gesellschaft solle bereit sein, für ihre Freiheit einzustehen. Denn es gehe nicht darum, einen Staat zu verteidigen, sondern die Art zu leben. Noch zweifelt er am Verteidigungswillen. Zum ArtikelLiveblog zum Krieg in der Ukraine: Lage auf der Krim verschärft sich – Russland verbietet Reisen von KindernExpertin: „Es ist aberwitzig zu glauben, dass bis zum 1. Juli der große Wurf gelingt“. Die Politikwissenschaftlerin Julia Reuschenbach erklärt, warum Politik kein Lieferservice ist und welche Erwartungen die Regierung mit dem „Sommer der Reformen“ weckt. Sie sagt, wie die Regierung mehr Glaubwürdigkeit ausstrahlen könnte. Zum InterviewSZ-Podcast „Auf den Punkt“: Bye Bye, Keir Starmer / Hallo, RentenreformRentenreform: Die Kritik der Gewerkschaften trifft vor allem die SPDSZ-Nachhaltigkeitsgipfel: „Der ‚Tankrabatt‘ war eine sehr schlechte Idee“. Heute beginnt der SZ-Nachhaltigkeitsgipfel in München. 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