Zehn Jahre Brexit: Weniger Wachstum, aber kein Absturz

Der EU-Austritt hat die britische Wirtschaft verändert – mit spürbaren Kosten, aber ohne den oft vorhergesagten Kollaps.

Trotz Brexit bleibt London Europas einziger Finanzplatz von globalem Rang

John Wreford/Zoonar/imago

Wenn es eine Brexit-Auswirkung gibt, über die weitgehende Einigkeit zu herrschen scheint, ist es der wirtschaftliche Schaden. „Bis Ende 2025 hat der Brexit-Prozess das britische BIP um 6 bis 8 Prozent gesenkt, Investitionen um 12 bis 13 Prozent, Arbeit um 3 bis 4 Prozent und Produktivität um 3 bis 4 Prozent“, erklärt das renommierte „National Bureau of Economic Research“ (NBER) aus den USA in seiner Analyse „The Economic Impact of Brexit“ über die vergangenen zehn Jahre. Diese Zahlen werden in diesen Tagen ständig von Befürwortern eines EU-Wiedereintritts zitiert.