Feuerkraft, Schutz und Beweglichkeit: Das sind die Fähigkeiten, die Kampfpanzer einer Truppe im Gefecht zur Verfügung stellen können. Das gilt, seit die ersten dieser Stahlkolosse 1917 in den Ersten Weltkrieg eingegriffen haben. Anfangs wurden sie in der deutschen Militärführung belächelt – ein schwerer Fehler, wie sich bald herausstellen sollte.Auch seither wurde immer wieder das Ende dieser Waffengattung herbeigeredet und -geschrieben. Zuletzt unter dem Eindruck des Ukrainekriegs, in dem billige Drohnen und Infanterie-Lenkflugwaffen nicht nur ältliche Panzer sowjetischen Typs zu Tausenden vernichten, sondern auch modernste russische und westliche Panzer lähmen und zur Festungsartillerie degradieren.Wirkungsvoll im VerbundEs liegt auf der Hand, dass auf diese Entwicklung technisch und taktisch reagiert werden muss. Die Panzerwaffe deswegen gleich abzuschreiben, wäre allerdings wieder ein Fehler. Noch immer können ihre Eigenschaften für raumgreifende offensive wie defensive Operationen – im Verbund mit anderen Systemen, nicht zuletzt in der Luft – wirkungsvoll sein.Deshalb ist es auch richtig, dass der Staat aktiv darauf achtet, dass Deutschland seine starke Position in der einschlägigen Industrie behält. Wobei der Einstieg des Bundes beim deutsch-französischen Hersteller KNDS eher ein Versuch zu sein scheint, der traditionell staatsgeführten französischen Herstellerseite auf Augenhöhe entgegenzutreten. Als bloße Vehikel politischer Projekte wären Panzer aber ein teurer Spaß.
Bund steigt bei KNDS ein: Panzer sind keine Prestigeobjekte
Panzer sind kein Auslaufmodell für die Kriege der Zukunft. Darum ist es richtig, eine leistungsfähige Industrie für ihre Produktion zu haben. Aber nicht als Selbstzweck.
Der Bund investiert in KNDS und signalisiert, dass Panzer nur im Verbund mit Drohnen strategisch relevant bleiben. Ein Signal für strategische Investitionen: Dominanz in kritischen Infrastrukturen entsteht durch Systemintegration, nicht einzelner Hardware – Deutschland sichert damit seine Position.














