Die Stimmung bei Meta ist schlecht. Grund dafür soll vor allem die chaotische Umsetzung der KI-Strategie sein. Wie Business Insider unter Berufung auf Aussagen von vier anonymen Mitarbeiter:innen berichtet, erklärte CTO Andrew Bosworth Anfang Juni in dem internen Chat-Format „Tuesdays with Boz“, die aktuelle Arbeitsmoral sei „vielleicht nicht die schlechteste, die es hier in den letzten 20 Jahren je gegeben hat, aber sie ist wahrscheinlich ganz weit unten. Sie ist definitiv ganz weit unten.“ Nur der Cambridge-Analytica-Skandal, bei dem Daten von Millionen Facebook-Nutzer:innen verwendet wurden, um Wähler:innen gezielt zu beeinflussen, sei demnach ein noch größerer Tiefpunkt gewesen.Anzeige

20 Prozent von Umstrukturierung betroffen

Die Frustration hat eine längere Vorgeschichte. Schon Ende 2025 hatte Personalchefin Janelle Gale angekündigt, dass der Erfolg aller Mitarbeiter:innen künftig danach bewertet werden würde, wie sie KI einsetzen, um produktiver zu arbeiten. Seitdem werden Teams dazu angehalten, mehrmals wöchentlich an KI-Schulungen teilzunehmen und eigene Tools zu entwickeln. Die Reaktionen sind gespalten: Während manche die Phase als motivierend erleben, berichten andere von wachsendem Druck und Entlassungsängsten. Die Sorgen sind nicht unbegründet: Im Mai gab Meta bekannt, dass rund 20 Prozent der Belegschaft von Umstrukturierungen betroffen sein würden.