Ein Team von Forscher:innen der österreichischen Universität Wien und des Lawrence Berkeley National Laboratory im US-Bundesstaat Kalifornien hat das sogenannte Gammastrahlenleuchten im Zentrum der Milchstraße neu untersucht. Dabei nutzten die Wissenschaftler:innen Methoden der künstlichen Intelligenz, um die vorhandenen Datenaufzeichnungen einer völlig neuen Betrachtung zu unterziehen. Wie in einer im Fachmagazin Physical Review Letters veröffentlichten Studie detailliert beschrieben wird, rückt die Dunkle Materie damit wieder als sehr wahrscheinliche Ursache für das mysteriöse Leuchten in den Fokus der astrophysikalischen Untersuchungen.Anzeige

Dieses als Galactic Center Excess bezeichnete Phänomen beschäftigt die Astrophysik nun schon seit mehr als einem Jahrzehnt. Es handelt sich dabei konkret um ein annähernd kugelförmiges Gammastrahlenleuchten, das sich über Tausende von Lichtjahren erstreckt und dessen physikalischer Ursprung bislang gänzlich ungeklärt ist. Bisherige Erklärungsmodelle favorisierten in der Regel eine große Population von besonders schnell rotierenden Neutronensternen, die in der Fachwelt als Millisekundenpulsare bekannt sind.

Maschinelles Lernen bezieht Photonenenergie ein