Rassismus in Ostdeutschland: Baden nur für Deutschländer

Ein Strandbad in Sachsen-Anhalt verweigert Gästen den Zugang, die über zu geringe Deutschkenntnisse verfügen. Der Betreiber nennt das „konsequent“.

Böse Zungen könnten behaupten, auch indigene Sachsen-Anhalter sprechen nicht immer einwandfrei Deutsch: Heidebad in Halle (Saale)

Heiko Rebsch/dpa

dpa/taz | Menschen ohne ausreichende Deutschkenntnisse werden in ein Strandbad in Halle (Saale) in Sachsen-Anhalt nicht mehr eingelassen. „Wir müssen uns sicher sein, dass die Besucherinnen und Besucher unsere Baderegeln verstehen und so konsequent sein, um die Sicherheit der Badegäste gewährleisten zu können“, sagt der Geschäftsführer des Heidebades in Halle, Mathias Nobel, der Deutschen Presse-Agentur. Falle am Eingang auf, dass es Verständnisprobleme gebe, werde im Einzelfall entschieden, wie verfahren werde. Nobels eigenartige Begründung: Es gehe vor allem darum, dass die Badegäste wüssten, wie sie sich am Wasser verhalten müssten. Für seine Entscheidung sei er auch kritisiert worden. „Wir bleiben da aber konsequent.“