PfadnavigationHomePolitikDeutschlandStreit um RenteneintrittFast die Hälfte der Deutschen will in Frührente – Hoher Krankenstand bei älteren ArbeitnehmernStand: 10:21 UhrLesedauer: 2 MinutenQuelle: Liu Mancang/XinHua/dpaDie Rentenkommission streicht in ihren Vorschlägen für die Bundesregierung die Rente mit 63. Zugleich denkt aber fast jeder Zweite über einen frühen Ausstieg nach. Krankenkassen zeigen einen drastisch steigenden Krankenstand bei älteren Arbeitnehmern.Das Aus für die Rente mit 63, die die Rentenkommission am Dienstag der Bundesregierung vorschlagen will, trifft auf ein gesellschaftliches Umfeld, das diese Möglichkeit sehr schätzt. Einer dem „Tagesspiegel vorliegenden Forsa-Umfrage im Auftrag der Krankenkasse DAK zufolge planen von allen Befragten 44 Prozent einen vorzeitigen Ausstieg aus dem Erwerbsleben, 35 Prozent wollen bis zur Regelaltersgrenze arbeiten und neun Prozent darüber hinaus. Bei den über 50-Jährigen sind es sogar 52 Prozent, die gerne vor der Regelaltersgrenze aufhören würden, zu arbeiten.Lesen Sie auchNach den Vorschlägen der von der Bundesregierung eingesetzten Rentenkommission soll das Rentenalter in den nächsten Jahrzehnten schrittweise angehoben werden. Auch die Rentenbeiträge werden weiter steigen. Wegfallen soll der frühe Renteneintritt ohne Abschläge nach 45 Beitragsjahren („Rente mit 63“). Eine beitragsfinanzierte Kapitalsäule soll in Zukunft höhere Renten für heute Jüngere möglich machen als nach derzeitigem Recht. Selbstständige und Politiker sollen in die gesetzliche Rente einzahlen. Die Vorschläge sollen am Dienstag an die Bundesregierung übergeben werden.Alarmierende Zahlen zum KrankenstandZahlen der Krankenkasse legen zudem nahe, dass ein späteres Renteneintrittsalter viele Menschen wegen ihrer gesundheitlichen Verfassung vor Probleme stellen könnte. „Im Alter von 66 Jahren liegt der Krankenstand der Beschäftigten im Schnitt bei elf Prozent – etwa doppelt so hoch wie bei den 50-Jährigen mit 5,8 Prozent“, heißt es im DAK-Gesundheitsreport. Ein Krankenstand von elf Prozent bedeutet dabei, dass an jedem Tag im Durchschnitt elf von 100 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern krankgeschrieben sind.Lesen Sie auch„Wenn jeder zweite Beschäftigte über 50 Jahre heute über einen vorzeitigen Renteneintritt nachdenkt, verdeutlicht dies den großen Handlungsdruck“, sagte DAK-Chef Andreas Storm dem „Tagesspiegel“ mit Blick auf die anstehenden politischen Entscheidungen, aber auch an die Adresse der Arbeitgeber gerichtet: „Der Schlüssel für ein längeres Erwerbsleben ist ein nachhaltiges betriebliches Gesundheitsmanagement und eine Unternehmenskultur, die die Erfahrung älterer Beschäftigter wertschätzt.“dpa/rct
Rente: Fast die Hälfte der Deutschen will in Frührente – dabei soll die Rente mit 63 abgeschafft werden - WELT
Die Rentenkommission streicht in ihren Vorschlägen für die Bundesregierung die Rente mit 63. Zugleich denkt aber fast jeder Zweite über einen frühen Ausstieg nach. Krankenkassen zeigen einen drastisch steigenden Krankenstand bei älteren Arbeitnehmern.













