Kassenschlager kann sie: Karoline Herfurth hat als Filmemacherin ein feines Gespür für Alltagsthemen und gesellschaftliche Relevanz. Gepaart mit einem humorvollen Erzählstil ergibt das in Filmen wie „Wunderschön“ und „Wunderschöner“ bestes Unterhaltungskino.Sehr unterhaltsam ist auch Herfurths aktueller Ausflug in die Welt der Hörbücher. „Und was macht das mit Ihnen?“, das mit ihr als Sprecherin am 25. Juni bei Audible erscheint, erzählt als Verwechslungskomödie über Identität, Selbsttäuschung und den Mut zur Veränderung.

Es geht um eine junge Frau namens Emma, die pleite und frisch getrennt von Frankfurt nach Berlin kommt, um ihre Zwillingsschwester Nina um Hilfe zu bitten. Doch die Psychotherapeutin ist spurlos verschwunden. Emma wird prompt für sie gehalten und rutscht widerwillig in ein vermeintlich perfektes Leben im Berliner Südwesten.

Wir indes schwenken nun für unseren Fragebogen hinüber in den Osten der Stadt, wo Karoline Herfurth aufwuchs und für ihre erste Rolle entdeckt wurde.

1. Frau Herfurth, Sie sind 1984 in Ost-Berlin zur Welt gekommen. Haben Sie noch Erinnerungen an Ihre frühe Kindheit in der damals noch geteilten Stadt?Auf jeden Fall! Ich bin mal von der kleinen Steinmauer am Kollwitzplatz gefallen und habe mir die Lippen furchtbar aufgeschlagen, weil auf dem DDR-Klettergerüst (der Spielplatz sah damals sehr anders aus als heute) Drillinge hingen. Bis dato hatte ich noch nie Drillinge gesehen und konnte nicht glauben, dass die tatsächlich echt sind. Dabei habe ich dann leider nicht mehr auf meine Füße geachtet. Und da, wo an der Prenzlauer Allee jetzt die Post ist, stand früher statt des Hauses ein Kartoffelpuffer-Imbiss. Da gab es öfter Kartoffelpuffer mit Apfelmus zum Mittag für uns.