PfadnavigationHomeSportFußballWMGruppe HMit einer spektakulären Halbzeit meldet sich Spanien bei dieser WM anStand: 20:13 UhrLesedauer: 3 MinutenLamine Yamal spielte diesmal von Beginn an und traf zum 1:0Quelle: Getty Images via AFP/JUSTIN SETTERFIELDDer erstaunliche Ausrutscher zum WM-Auftakt gegen Kap Verde ist vergessen. Im zweiten Spiel wird Spanien mit Superstar Yamal in der Startelf seinem Favoritenstatus gerecht. Saudi-Arabien wird beim 4:0 noch verschont.Wunderknabe Lamine Yamal trifft bei seiner Premiere nach wenigen Minuten, Trainer Luis de la Fuente freut sich über das perfekte Geburtstagsgeschenk: Spanien hat bei seinem zweiten WM-Spiel Saudi-Arabien in Atlanta mit 4:0 (3:0) deklassiert und nach dem blamablen 0:0 gegen Kap Verde für einen Befreiungsschlag gesorgt. An seinem 65. Geburtstag stellte de la Fuente den lange verletzten Yamal in die Startelf. Als dieser seinen Gegenspieler mit einem Trick nach nur 35 Sekunden das erste Mal von den Beinen holte, feierte ein Großteil der 68.239 Fans euphorisch. In der 10. Minute erlöste Yamal den Europameister mit der Führung, Mikel Oyarzabal (21./24.) ließ Spanien schon vor der ersten Trinkpause uneinholbar davonziehen. Ein Eigentor von Hassan Al-Tambakti (49.) machte die Lage für den WM-Gastgeber von 2034 noch aussichtsloser.Vor dem Spiel hatte die Sporttageszeitung „Marca“ mahnend vorgerechnet, dass Spanien bereits seit 289 WM-Minuten ohne Torerfolg sei. Also lieferte Yamal bei seinem ersten WM-Einsatz rechtzeitig sein erstes Tor, um die 300 Minuten gar nicht erst voll werden zu lassen. Oyarzabal setzte sich auf der linken Seite durch, drosch den Ball quer durch den Strafraum – und Yamal musste am hinteren Pfosten nur noch den Fuß hinhalten. Damit war Yamal zwei Wochen jünger als Lionel Messi bei seinem ersten WM-Tor. Lesen Sie auchSpanien präsentierte sich völlig anders als noch gegen Kap Verde. Die Außen wurden ebenso konsequent gesucht wie Abschlüsse. Frei nach dem Motto: Wer nicht schießt, kann nicht treffen. Das dachte sich auch Oyarzabal, traf binnen drei Minuten erst aus dem Gewühl nach einer Ecke und anschließend nach einer wunderbaren Kombination, die die Saudi-Abwehr völlig den Überblick verlieren ließ.Die Rolle der Saudis? Statisten, eher PublikumJener Oyarzabal, der nach der ersten Partie noch symbolisch für die spanische Harmlosigkeit stand. Dem 29-Jährigen war in den ersten 30 Minuten des Spiels kein einziger Ballkontakt vergönnt – das hatte es laut Datenanbieter Opta seit Beginn der Aufzeichnung 1966 noch nicht gegeben. Heute war er kurz vor einem Hattrick, traf aber nach einem Fehler von Saudi-Keeper Mohammed Al-Owais nur die Latte (36.).Schon in der Halbzeit nahm de la Fuente mit Oyarzabal und Yamal die beiden neben Dani Olmo bestimmenden Spieler vom Platz – offenbar zur Schonung mit Blick auf das lange Turnier. Der Treffsicherheit Spaniens schadete das nicht, zumal der Gegner unfreiwillig mithalf. Marc Cucurellas Schuss parierte Al-Owais noch, doch der Ball prallte von Al-Tambakti ins Tor. Lesen Sie auchEin fünfter Treffer von Ferran Torres in der Nachspielzeit wurde nach langer Videoüberprüfung wegen einer Abseitsstellung nicht anerkannt. Saudi-Arabien, das zum Auftakt 1:1 gegen Uruguay gespielt hatte, war mit den vier Gegentoren noch bestens bedient. Die Spieler vom Golf waren an diesem Tag bestenfalls nur Statisten, oft auch nur Publikum für die Spanier.mit dpa