PfadnavigationHomePanoramaSommerwetter„Heat Dome“ kommt nach Deutschland – Wetterdienste warnen vor Temperaturen von bis zu 40 GradStand: 18:09 UhrLesedauer: 4 MinutenDeutschland erlebt die erste Hitzewelle des Jahres. Der Deutsche Wetterdienst erwartet am Wochenende bis zu 39 Grad, gleichzeitig steigt die Gefahr von Gewittern und Unwettern. In Baden-Württemberg wurden bei einem Blitzeinschlag mehrere Menschen verletzt.Der Deutsche Wetterdienst ist alarmiert: Bis Mittwoch können in Deutschland Temperaturen von 39 Grad erreicht werden, andere Modelle gehen sogar von 40 Grad aus. Grund ist eine Hitzeglocke über Westeuropa.Pünktlich zum kalendarischen Sommerbeginn hält eine Hitzewelle große Teile Deutschlands fest im Griff. Eine Abkühlung ist nicht in Sicht: Bis zu 37 Grad sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) für Montag und Dienstag voraus, am Mittwoch sogar bis 39 Grad. Schwitzen ist vor allem in der Mitte und im Süden angesagt. Ob im Südwesten in den kommenden Tagen Rekordtemperaturen von mehr als 40 Grad erreicht werden, ist aber unsicher. Der DWD warnt zudem vor starker bis teils extremer Wärmebelastung: „Vermeiden Sie nach Möglichkeit die Hitze, trinken Sie ausreichend Wasser und halten Sie die Innenräume kühl.“Wer es etwas kühler mag, ist im Norden gut aufgehoben – dort werden Spitzenwerte von 24 bis 29 Grad erreicht. Man sollte sich sputen: „Ab Wochenmitte deutet sich allerdings an, dass sich die Hitze auch wieder auf den Norden ausdehnt“, teilte der DWD mit. „Hinweise auf eine Abkühlung liefert die Modellwelt nach aktuellem Stand frühestens ab kommendem Wochenende.“Grund für die Hitzewelle ist eine Hitzeglocke – ein sogenannter „Heat Dome“. Dabei handelt es sich um ein stabiles Hochdruckgebiet, in dem warme Luftmassen daran gehindert werden, aufzusteigen und abzukühlen. So ein „Heat Dome“ liegt derzeit über Frankreich, wo am Wochenende Temperaturen von bis zu 43 Grad gemessen wurden. Ab Wochenmitte drückt der „Heat Dome“ nach Angaben des Wetterdienstes „Kachelmannwetter“ nach Deutschland rein.„Es geht erst richtig los“, sagte Meteorologe Fabian Ruhnau von „Kachelmannwetter“ am Sonntag. „Die Hitze wird sich nochmal im Verlauf der Woche steigern.“ Im Europäischen Wettermodell ECMWF werden bis zu 40 Grad vorausgesagt – vorwiegend im Westen und Süden des Landes. „Das ist nicht mehr feierlich“, sagte Ruhnau.Lesen Sie auchIn Großbritannien warnt das Met Office bereits für Montag und Dienstag vor Temperaturen von bis zu 36 oder 37 Grad Celsius. In Frankreich sollen die Temperaturen am Montag 38 Grad Celsius erreichen. In einigen Gebieten, darunter Bordeaux und Nantes, könnten erneut Temperaturen von bis zu 43 Grad Celsius gemessen werden. Auf der griechischen Insel Euböa gab es den ersten größeren Waldbrand des Jahres. Er wurde mittlerweile gelöscht. Unwetter: Blitz trifft Sportfest in Rastatt – Frau schwer verletztPolizei und Feuerwehr hatten bereits an diesem Wochenende viel zu tun: Umgestürzte Bäume beschädigten Autos und Häuser. Flüsse traten über die Ufer, zum Beispiel in Rheinland-Pfalz. Größere Schäden blieben aber aus. Oft musste die Feuerwehr ausrücken, weil es heftig gestürmt hat.Auf dem Schützenfestgelände in Ostfriesland stürzte ein Baum auf einen Schaustellerwagen, laut Feuerwehr wurde niemand verletzt. Die Feuerwehr aus der Gemeinde Ihlow berichtete von einem Einsatz bei einer Hochzeitsfeier. Dort sei das Zelt einer Hochzeitsgesellschaft durch den Sturm auf ein Scheunendach geweht worden. Von den etwa 50 Feiernden sei niemand verletzt worden.Bei Gewittern und Unwettern ist generell Vorsicht angesagt – besonders aber, wenn sie über Großveranstaltungen unter freiem Himmel hinwegziehen. Während eines Sportfestes in Rastatt bei Karlsruhe schlug ein Blitz ein und verletzte neun Menschen. Darunter ist auch eine junge Frau Anfang 20, die schwere Verletzungen erlitt, wie die Polizei mitteilte.Schon am Freitagabend wurde das Southside-Festival im baden-württembergischen Neuhausen ob Eck wegen eines Unwetters unterbrochen. Beim Hurricane-Festivals in Scheeßel in Niedersachsen krachte es zunächst nur auf den Bühnen. Dort zog ein Gewitter an den Feiernden vorbei.In Koblenz musste wegen Unwetter das Festival „Electronic Wine“ abgebrochen werden. Ein anderes Festival südlich von Flensburg mit rund 5.000 Besuchern wurde in der Nacht zu Samstag wegen eines Sturms geräumt. Laut Polizei verletzten sich 13 Menschen bei dem Sturm leicht. Im Landkreis Leer in Ostfriesland wurde ein Zeltlager mit etwa 300 Kindern geräumt.Lesen Sie auchDie Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) ruft angesichts der Hitzewelle dazu auf, die Gefahren beim Baden nicht zu unterschätzen. Immer wieder kommt es zu Vorfällen, so auch in den vergangenen Tagen: In Oberfranken starb ein 24-Jähriger beim Baden in einem See, im Kreis Karlsruhe ertrank ein 23-Jähriger, in Gelsenkirchen sprang ein 16-Jähriger in den Rhein-Herne-Kanal und tauchte nicht wieder auf. Im Rhein in Hessen werden seit Samstag drei Menschen nach Baden im Fluss vermisst.sebe mit dpa
„Heat Dome“ drückt nach Deutschland rein: Wetterdienste warnen vor Temperaturen von bis zu 40 Grad - WELT
Der Deutsche Wetterdienst ist alarmiert: Bis Mittwoch können in Deutschland Temperaturen von 39 Grad erreicht werden, andere Modelle gehen sogar von 40 Grad aus. Grund ist eine Hitzeglocke über Westeuropa.











