Experten aus dem linken und wirtschaftsliberalen Lager äußern Unmut über die Reformpläne der Regierung. Ver.di-Chef Frank Werneke sieht einen Vorschlag als »völlige Missachtung der Lebensleistung der betroffenen Menschen«.
21.06.2026, 17.33 Uhr
Ver.di-Vorsitzender Werneke: Deutliche Kritik an Reformideen
Die durchgesickerten Reformpläne der Rentenkommission stoßen bereits vor der offiziellen Vorstellung auf massive Kritik. Besonders Sozialverbände, Linke und Gewerkschaften halten die Ideen für unsozial. Die scharfen Reaktionen zeigen, wie schwer es für die Koalition aus Union und SPD wird, wie geplant Anfang Juli ein weitreichendes Reformpaket zu schnüren. Dieses soll das mit hohen Defiziten kämpfende Renten- und Gesundheitssystem zukunftsfest und auch den Wirtschaftsstandort wieder wettbewerbsfähiger machen.
Die Vorschläge der Alterssicherungskommission eigneten sich in weiten Teilen nicht dazu, einfach umgesetzt zu werden, erklärte Ver.di-Chef Frank Werneke am Sonntag in Berlin. »Im Kern gehen die Pläne an der Lebenswirklichkeit der arbeitenden Menschen vorbei.« So solle das Rentenniveau ab dem Jahr 2031 deutlich sinken – »und das, obwohl bereits die heutige Höhe der Renten für viele Menschen nicht für ein Leben in Würde reicht«, so Werneke.










