Toronto (dpa) - Rekordnationalspieler Lothar Matthäus macht sich für Torjäger Deniz Undav in der Startelf der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM stark. „Ich glaube schon, dass man Undav jetzt von Anfang an bringen müsste - was die Leistung betrifft, was die Quote betrifft“, schrieb der Weltmeister von 1990 in einer Kolumne bei Sky. Zudem lobte er, genau wie Ex-Bundestrainer Berti Vogts in seiner Kolumne für die „Rheinische Post“ die Moral des DFB-Teams beim späten 2:1 (0:1)-Sieg am Samstag gegen die Elfenbeinküste.„Undav will natürlich kein Joker sein. Das will keiner. Jeder Spieler sieht es im Endeffekt als sein Ziel an, sich dem Trainer anzubieten. Und das hat Undav gemacht“, sagte Matthäus, der auch die weiteren Einwechselspieler lobte. „Das hat alles funktioniert und das ist eine tolle Erkenntnis für den Trainer.“Matthäus: „Warten nur noch Hochkaräter“Er sei sicher, dass es beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag in East Rutherford Veränderungen geben werde, so Matthäus. Zugleich warnte der 65-Jährige davor, zu viel umzubauen. „Die Mannschaft wird dieses letzte Gruppenspiel auch gewinnen wollen - alleine, um die Atmosphäre hochzuhalten, die Spannung hochzuhalten“, erklärte der Ex-Profi. „Man sollte einen Rhythmus und Kern beibehalten.“ Denn: „Es warten nur noch Hochkaräter“.Matchwinner: Deniz Undav traf gegen die Elfenbeinküste doppelt. Christian Charisius/dpaEmotional sei der Erfolg gegen die Ivorer in Toronto „ganz wichtig“ gewesen, so Matthäus. „Nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für das Land Deutschland. Für die Fußball-Stimmung ist ein dramatischer Last-Minute-Sieg gegen die Elfenbeinküste vielleicht besser als ein klares 3:0.“Vogts: „Gegentor hat Spieler bei Ehre gepackt“Vogts, der Europameister-Trainer von 1996, hatte nach eigener Aussage „trotz des 0:1-Rückstands keine Bedenken, dass es noch einen deutschen Sieg gibt.“ Das Gegentor sei sogar gut für die DFB-Elf gewesen, meinte er. „Es war ein Weckruf, mancher Spieler wird gesagt haben: "Moment mal, ich will gewinnen, dafür muss ich aber mehr machen." Es war spürbar, dass das Gegentor die Spieler bei der Ehre gepackt hat.“ Undav hatte nach dem Rückstand - wieder mal - als Joker überzeugt und die Partie mit zwei Toren noch gedreht. Nach den ersten beiden deutschen Spielen bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko steht der Stürmer des VfB Stuttgart steht er bei drei Treffern und zwei Vorlagen. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Platz eins in der Gruppe E schon sicher.© dpa-infocom, dpa:260621-930-259069/1
Matthäus lobt deutschen Topjoker: Undav in die Startelf
Toronto (dpa) - Rekordnationalspieler Lothar Matthäus macht sich für Torjäger Deniz Undav in der Startelf der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM stark. „Ich glaube schon, dass man Undav jetzt von Anfang an bringen müsste - was die Leistung betrifft, was die Quote betrifft“, schrieb der Weltmeister von 1990 in einer Kolumne bei Sky. Zudem lobte er, genau wie Ex-Bundestrainer Berti Vogts in seiner Kolumne für die „Rheinische Post“ die Moral des DFB-Teams beim späten 2:1 (0:1)-Sieg am Samstag gegen die Elfenbeinküste.„Undav will natürlich kein Joker sein. Das will keiner. Jeder Spieler sieht es im Endeffekt als sein Ziel an, sich dem Trainer anzubieten. Und das hat Undav gemacht“, sagte Matthäus, der auch die weiteren Einwechselspieler lobte. „Das hat alles funktioniert und das ist eine tolle Erkenntnis für den Trainer.“Matthäus: „Warten nur noch Hochkaräter“Er sei sicher, dass es beim Vorrundenabschluss gegen Ecuador am Donnerstag in East Rutherford Veränderungen geben werde, so Matthäus. Zugleich warnte der 65-Jährige davor, zu viel umzubauen. „Die Mannschaft wird dieses letzte Gruppenspiel auch gewinnen wollen - alleine, um die Atmosphäre hochzuhalten, die Spannung hochzuhalten“, erklärte der Ex-Profi. „Man sollte einen Rhythmus und Kern beibehalten.“ Denn: „Es warten nur noch Hochkaräter“.Matchwinner: Deniz Undav traf gegen die Elfenbeinküste doppelt. Christian Charisius/dpaEmotional sei der Erfolg gegen die Ivorer in Toronto „ganz wichtig“ gewesen, so Matthäus. „Nicht nur für die Mannschaft, sondern auch für das Land Deutschland. Für die Fußball-Stimmung ist ein dramatischer Last-Minute-Sieg gegen die Elfenbeinküste vielleicht besser als ein klares 3:0.“Vogts: „Gegentor hat Spieler bei Ehre gepackt“Vogts, der Europameister-Trainer von 1996, hatte nach eigener Aussage „trotz des 0:1-Rückstands keine Bedenken, dass es noch einen deutschen Sieg gibt.“ Das Gegentor sei sogar gut für die DFB-Elf gewesen, meinte er. „Es war ein Weckruf, mancher Spieler wird gesagt haben: "Moment mal, ich will gewinnen, dafür muss ich aber mehr machen." Es war spürbar, dass das Gegentor die Spieler bei der Ehre gepackt hat.“ Undav hatte nach dem Rückstand - wieder mal - als Joker überzeugt und die Partie mit zwei Toren noch gedreht. Nach den ersten beiden deutschen Spielen bei der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko steht der Stürmer des VfB Stuttgart steht er bei drei Treffern und zwei Vorlagen. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann hat Platz eins in der Gruppe E schon sicher.© dpa-infocom, dpa:260621-930-259069/1












