PfadnavigationHomePolitikDeutschlandBerlinWarken bekommt Unmut von Bürgern ab – Protestierender Mann wird aus dem Raum geführtStand: 16:16 UhrLesedauer: 2 MinutenDer Entwurf der geplanten Gesundheitsreform von Bundesministerin Nina Warken (CDU) geht in die erste Lesung. Warken verteidigt im Gespräch mit Dorothea Schupelius den Entwurf.Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung protestierten Patienten im Gesundheitsministerium. Ministerin Warken verteidigte mehrfach die Sparanstrengungen. Die jetzige Krankenhausstruktur sei nicht mehr zukunftsfähig.Bundesgesundheitsministerin Nina Warken ist bei einem Bürgerdialog in ihrem Ministerium auf Proteste von Besuchern gestoßen. Die CDU-Politikerin verteidigte ihren Sparkurs im Gesundheitswesen auf viele kritische Fragen von Patienten sowie Angehörigen des Gesundheitswesens, die immer wieder von lautem Klatschen begleitet wurden.Ein protestierender Mann wurde zu Beginn aus dem Raum herausgeführt, eine anfangs zu hörende Trillerpfeife verstummte nach einer entsprechenden Aufforderung von Mitarbeitern des Ministeriums. Die Veranstaltung war Teil des Tags der offenen Tür der Bundesregierung.Warken argumentierte unter anderem, die Krankenhausstruktur in Deutschland sei „so nicht mehr zukunftsfähig“. „Wir haben einfach eine Überkapazität, zu wenig Auslastung, zu wenig Fälle.“ Seit dem Kapazitätsaufbau in der Corona-Zeit habe es keine steigenden Fallzahlen mehr gegeben, trotzdem halte Deutschland die Behandlungskapazitäten nach wie vor hoch. Ein Patientenvertreter hatte vor einem Absterben des ganzen Sektors in einzelnen Regionen gewarnt.Angesichts steigender Belastungen sicherte Warken zu, auf die Vermeidung von Notlagen besonders Betroffener achten zu wollen. „Wir haben auch die im Blick, die es schwerer trifft als andere“, sagte die Ministerin zu einer Patientin. Sie könne nicht versprechen, „dass wir große Handlungsmöglichkeiten haben“.Lesen Sie auchWarken hatte ein milliardenschweres Sparpaket vorgelegt, um die Krankenkassenbeiträge stabil zu halten. Das umstrittene Vorhaben soll im Juli im Bundestag verabschiedet werden.Lesen Sie auchSollte das Sparpaket unverändert kommen, sieht die Deutsche Krankenhausgesellschaft eine Pleite- und Entlassungswelle anrollen. Laut einer Studie müssten die Kliniken in diesem Fall angeblich ein Zehntel des gesamten Personals entlassen, sagte Verbandschef Gerald Gaß dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Betroffen wären damit rund 140.000 Beschäftigte. Für Montag ist im Bundestag eine Expertenanhörung zum Sparpaket geplant. dpa/KNA/coh
Berlin: Warken bekommt Unmut von Bürgern ab – Protestierender Mann wird aus dem Raum geführt - WELT
Beim Tag der offenen Tür der Bundesregierung protestierten Patienten im Gesundheitsministerium. Ministerin Warken verteidigte mehrfach die Sparanstrengungen. Die jetzige Krankenhausstruktur sei nicht mehr zukunftsfähig.
Bundesgesundheitsministerin Warken präsentiert Sparpaket für Krankenkassenbeiträge; befürchtet werden 140.000 Entlassungen durch Kapazitätsabbau im Kliniksektor. Die öffentliche Budgetrestriktion im Healthcare signalisiert mittelfristige Druck auf digitale Investitionen und Modernisierung kritischer Infrastrukturen.






