Unser Kolumnist Nelio Biedermann sucht in einem Ulmer Hotelzimmer nach Halt und findet sich in einer flimmernden Wirklichkeit wieder.
Zusammenfassung
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Ein schmuckloses Hotelzimmer. Austauschbar in jeder Hinsicht. Grauer Teppichboden, modernes Holz, ein Bad, das an Flugzeugtoiletten erinnert. Ein klinisches Zimmer, aus dem nach jedem Gast die Spuren des Lebens entfernt werden. Es riecht nach Desinfektionsmittel, nach frischem Kunstleder. Man glaubt, man sei der erste Gast in diesem Raum, der erste Mensch, der in diesem Bett schläft, aus diesem Fenster blickt. Gross und bodentief ist es, dahinter erstreckt sich Ulm. Seine Ziegeldächer, drei hohe, schmale Fabrikschornsteine, ein paar Kirchtürme, bewaldete Hügel.







