PfadnavigationHomePolitikAuslandNach G-7-Gipfel„Meine Beliebtheit geht dich nichts an“ – Trump und Meloni liefern sich wilden SchlagabtauschStand: 23:26 UhrLesedauer: 3 MinutenDa war die Stimmung noch gut: Giorgia Meloni beim Staatsbesuch in den USA vor einem JahrQuelle: AP Photo/Tom BrennerMeloni hätte immer wieder um ein Foto mit ihm gebettelt, schreibt Donald Trump über Italiens Regierungschefin nach dem G-7-Gipfel. Sie wolle jetzt wieder seine Freundin sein – doch er will nicht mehr. Das wiederum lässt die Italienerin nicht lange auf sich sitzen.Der Streit zwischen Donald Trump und Giorgia Meloni geht in die nächste Runde. Die beiden Regierungschefs greifen sich in den sozialen Netzwerken mit scharfen Worten gegenseitig an. Zunächst hatte Trump der Italienerin mangelnde Unterstützung für das US-Vorgehen gegen den Iran vorgeworfen. Nach dem Militäreinsatz der USA wolle „sie wieder Freundschaft schließen, um ihre ‚Umfragewerte zu verbessern‘“, schrieb der Republikaner – gefolgt von einem „Nein danke!!!“. Meloni konterte nun wiederum: „Meine Beliebtheit geht dich nichts an.“ Trump solle sich lieber auf seine eigene konzentrieren.Der US-Präsident hatte zuvor darauf bestanden, von Italiens Regierungschefin um ein Foto angebettelt worden zu sein. Meloni habe ihn auf dem jüngsten G-7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains „wieder und wieder“ um ein gemeinsames Foto gebeten, schrieb Trump am Samstag auf seiner Plattform „Truth Social“, wobei er Melonis Vornamen zunächst falsch schrieb. „In Italien steht sie in der Beliebtheitsskala schlecht da“, fügte er hinzu.Trump warf Meloni vor, die USA im Stich gelassen zu haben, „ein Land, das Italien wirklich liebt und beschützt“. Italien habe die USA im Iran-Krieg nicht einmal seine Flughäfen nutzen lassen. Die Nato sei aber auch nicht besser gewesen, „als es darum ging, den Iran daran zu hindern, eine Atomwaffe zu erwerben oder zu entwickeln“. Jetzt wolle Meloni wieder seine Freundin sein. Doch darauf habe er keine Lust.Meloni hatte die Behauptungen bereits strikt zurückgewiesen und als „völlig erfunden“ bezeichnet. Italiens Außenminister Antonio Tajani sagte in Reaktion auf die „schweren und beleidigenden“ Worte Trumps einen geplanten Besuch in den USA ab.Meloni sprach von einer „Schande“Trump hatte schon am Freitag damit kokettiert, Meloni sei ganz wild auf ein Foto mit ihm gewesen, was er aus Mitleid dann auch zugelassen habe. Meloni wies das als völlig aus der Luft gegriffen zurück und betonte: „Ich und Italien betteln nicht.“ Lesen Sie auchSie sei fassungslos, auch weil Trump sich nicht zum ersten Mal so aufführe. „Ich weiß nicht, warum sich der Präsident der Vereinigten Staaten gegenüber seinen eigenen Verbündeten so verhält“, sagte sie. „Ich kann nur sagen, dass es eine Schande ist, dass er dieselbe Entschlossenheit nicht gegenüber den Feinden des Westens, gegenüber den Feinden der Vereinigten Staaten an den Tag legt.“ Solche Politiker behandle er wesentlich nachsichtiger.Lesen Sie auchMeloni galt lange Zeit als eine der engsten Verbündeten Trumps in Europa und versuchte, sich als Vermittlerin zwischen den USA und der EU zu profilieren. Doch im Ukraine-, im Gaza- und im Iran-Krieg traten Differenzen zutage. Zum Iran-Krieg erklärte Meloni, falls die USA Stützpunkte in Italien für offensive Zwecke nutzen wollten, müsse das italienische Parlament dies billigen, wie es in der Verfassung und in den Verträgen festgelegt sei.„Italien bleibt eine souveräne Nation“, betonte Meloni nun. „Was meine Beliebtheit angeht: Deine Freundschaft hat ihr sicherlich nicht geholfen, und sie hängt auch nicht von meiner Beziehung zu dir ab.“ Italiens Regierungschefin kündigte am Sonntag zudem an, nicht weiter auf das Foto-Thema einzugehen, „da ich nach wie vor an die Einheit des Westens glaube und nicht der Meinung bin, dass dies ein Schauspiel ist, das unserer Aufgabe gerecht wird“.AP/dpa/coh/saha
Trump und Meloni: „Meine Beliebtheit geht dich nichts an“ – Trump und Meloni liefern sich wilden Schlagabtausch - WELT
Meloni hätte immer wieder um ein Foto mit ihm gebettelt, schreibt Donald Trump über Italiens Regierungschefin nach dem G-7-Gipfel. Sie wolle jetzt wieder seine Freundin sein – doch er will nicht mehr. Das wiederum lässt die Italienerin nicht lange auf sich sitzen.












