PfadnavigationHomePolitikAuslandNach G-7-Gipfel„Sie bat wieder und wieder um ein Foto mit mir“ – Trump will nicht mehr Melonis Freund seinStand: 17:22 UhrLesedauer: 2 MinutenDa war die Stimmung noch gut: Giorgia Meloni beim Staatsbesuch in den USA vor einem JahrQuelle: AP Photo/Tom BrennerMeloni hätte immer wieder um ein Foto mit ihm gebettelt, schreibt Donald Trump über Italiens Regierungschefin nach dem G-7-Gipfel. Sie wolle jetzt wieder seine Freundin sein – doch er will nicht mehr.US-Präsident Donald Trump besteht darauf, von Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni um ein Foto angebettelt worden zu sein. Meloni habe ihn auf dem jüngsten G-7-Gipfel im französischen Évian-les-Bains „wieder und wieder“ um ein gemeinsames Foto gebeten, schrieb Trump am Samstag auf seiner Plattform „Truth Social“, wobei er Melonis Vornamen zunächst falsch schrieb. „In Italien steht sie in der Beliebtheitsskala schlecht da“, fügte er hinzu.Trump warf Meloni vor, die USA im Stich gelassen zu haben, „ein Land, das Italien wirklich liebt und beschützt“. Italien habe die USA im Iran-Krieg nicht einmal seine Flughäfen nutzen lassen. Die Nato sei aber auch nicht besser gewesen, „als es darum ging, den Iran daran zu hindern, eine Atomwaffe zu erwerben oder zu entwickeln“. Jetzt wolle Meloni wieder seine Freundin sein. Doch darauf habe er keine Lust.Meloni sprach von einer „Schande“Trump hatte schon am Freitag damit kokettiert, Meloni sei ganz wild auf ein Foto mit ihm gewesen, was er aus Mitleid dann auch zugelassen habe. Meloni wies das als völlig aus der Luft gegriffen zurück und betonte: „Ich und Italien betteln nicht.“ Sie sei fassungslos, auch weil Trump sich nicht zum ersten Mal so aufführe. „Ich weiß nicht, warum sich der Präsident der Vereinigten Staaten gegenüber seinen eigenen Verbündeten so verhält“, sagte sie. „Ich kann nur sagen, dass es eine Schande ist, dass er dieselbe Entschlossenheit nicht gegenüber den Feinden des Westens, gegenüber den Feinden der Vereinigten Staaten an den Tag legt.“ Solche Politiker behandle er wesentlich nachsichtiger.Lesen Sie auchMeloni galt lange Zeit als eine der engsten Verbündeten Trumps in Europa und versuchte, sich als Vermittlerin zwischen den USA und der EU zu profilieren. Doch im Ukraine-, im Gaza- und im Iran-Krieg traten Differenzen zutage. Zum Iran-Krieg erklärte Meloni, falls die USA Stützpunkte in Italien für offensive Zwecke nutzen wollten, müsse das italienische Parlament dies billigen, wie es in der Verfassung und in den Verträgen festgelegt sei.AP/coh