Die WM geht vor: Norwegens Fußball-Nationalspieler Leo Skiri Östigard hat die Geburt seines ersten Kindes per FaceTime verfolgt, während er sich mit der Mannschaft in den USA auf das nächste Turnierspiel gegen Senegal vorbereitete. „Was Frauen leisten, ist fantastisch. Ich habe großen Respekt“, sagte der Innenverteidiger am Samstag.Östigard betonte, die Situation im Vorfeld mit seiner Partnerin Aurora Eidmann besprochen zu haben. „Natürlich hätte ich dort sein sollen. Aber Aurora und ich haben viel darüber gesprochen. Sie hat Verständnis dafür, dass ich bei der WM für Norwegen spielen möchte“, sagte der Abwehrspieler, der beim 4:1 zum Auftakt gegen den Irak kurz nach seiner Einwechslung per Kopf getroffen hatte.Belgiens Nationalspieler Jeremy Doku hatte dagegen zuletzt erklärt, für die anstehende Geburt seines Kindes auch während der WM nach Hause reisen zu wollen. Dokus Frau erwartet das gemeinsame Kind in der zweiten Juliwoche, wenn die K.-o.-Runde läuft. Für seine Entscheidung war Doku zuletzt auch kritisiert worden. (sid)Wer gewinnt das zweite WM-Spiel des DFB-Teams?·Alle Infos zum zweiten WM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft im Überblick: Julian Nagelsmann verzichtet im zweiten WM-Gruppenspiel auf Veränderungen. Der Bundestrainer setzt an diesem Samstag (22.00 Uhr MESZ im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, im ZDF und bei MagentaTV) in Toronto gegen die Elfenbeinküste auf die Startelf vom Turnierauftakt gegen Curacao (7:1). „Es gibt keinen offensichtlichen Grund, etwas zu ändern“, hatte Nagelsmann bereits im Vorfeld erklärt.Manuel Neuer steht wieder zwischen den Pfosten und avanciert mit seinem 21. Einsatz zum WM-Rekordtorhüter. Vor dem 40-Jährigen bilden Kapitän Joshua Kimmich, Jonathan Tah, Nico Schlotterbeck und Nathaniel Brown die Viererkette.Davor kommen Aleksandar Pavlovic und Felix Nmecha zum Einsatz. Leroy Sané, Jamal Musiala und Florian Wirtz sollen in der Offensive hinter Stürmer Kai Havertz wirbeln. (sid)Erster WM-Sieg für Oranje: Die Niederländer bejubeln einen deutlichen Erfolg über Schweden. Zehntausende niederländische Fans haben sich schon Stunden vor dem zweiten WM-Spiel ihrer Fußball-Nationalmannschaft in Stimmung gebracht und Houston in Orange getaucht. Schon um 8 Uhr Ortszeit trafen sich die Anhänger der Elftal vor dem legendären Oranje-Partybus bei der Rice University. Nach dem Warm-up mit DJs nahmen nach ersten Polizeischätzungen rund 30.000 Menschen am vier Kilometer langen Fanmarsch zum WM-Stadion teil, in dem das Team von Bondscoach Ronald Koeman am Mittag Ortszeit (19.00 Uhr MESZ/ZDF und MagentaTV) auf Schweden trifft. Eingeladen waren auch die Amerikaner, einzige Voraussetzung: Orange tragen. Zum niederländischen Partylied „Links Rechts“ der Band Snollebollekes bewegte sich der Tross durch die Straßen. Vor dem ersten Spiel gegen Japan (2:2) in Dallas waren rund 15.000 Anhänger mit dem Oranje Fanwalk durch die Stadt gezogen. Koemans Team kann jede Unterstützung gebrauchen, denn der Druck aus der Heimat ist bereits groß. Gegen den schwedischen Starsturm mit Viktor Gyökeres und Alexander Isak will die Elftal den ersten Sieg einfahren. (sid)Nach seiner schweren Verletzung ist Ismael Koné zur kanadischen Fußball-Nationalmannschaft zurückgekehrt und emotional empfangen worden. Das ganze Team bejubelte den 24-Jährigen lautstark, als er mit Gipsbein und Krücken aus einem offiziellen WM-Van kletterte. Zusammen mit Trainer Jesse Marsch stimmten die Spieler „Ismael, Ismael“-Rufe an. Der Mittelfeldspieler hatte beim 6:0 gegen Qatar einen Bruch des linken Schien- und Wadenbeins erlitten, er wurde im Vancouver General Hospital operiert.Ein Video der Nationalmannschaft auf X zeigt, wie Koné von seinen Teamkollegen umarmt und aufgemuntert wird. Die Verletzung des zentralen Spielers hatte am Donnerstag für einen Schockmoment gesorgt: Nach einem Foul von Assim Madibo war er zu Boden gegangen, sein Unterschenkel in einer deutlichen Fehlstellung, er musste minutenlang auf dem Feld medizinisch betreut werden. Seine Mitspieler bildeten bei der Behandlung auf dem Platz eine Traube um Koné, um zu verhindern, dass die TV-Kameras Nahaufnahmen machten.Bereits aus dem Krankenhaus hatte Koné angekündigt, „vorübergehend in die Rolle des Assistenztrainers“ zu schlüpfen und sein Team „von der Seitenlinie aus“ zu unterstützen. Bereits mit einem Remis im letzten Vorrundenspiel am kommenden Mittwoch (21.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) gegen die Schweiz würde sich Kanada den ersten Platz in der Gruppe B sichern und könnte zumindest ein weiteres Heimspiel in Vancouver bestreiten. (sid)Der türkische Starspieler Arda Güler war untröstlich: „Wir sind richtig, richtig traurig“, sagte er, als er nach null Punkten und null Toren aus den ersten zwei Spielen schon das WM-Aus seines Teams kommentieren musste. Zwar können die Türken theoretisch noch nach Punkten mit einem Gruppenkontrahenten gleichziehen. Aber trotzdem stehen sie selbst bei einem hohen Sieg zum Vorrunden-Abschluss gegen die USA als Gruppenletzter fest. Verantwortlich dafür ist eine neue Regelung bei dieser WM: Anders als bei der WM in Qatar 2022 zählt bei Punktgleichheit zuerst der direkte Vergleich und dann erst die Tordifferenz. Und die beiden betroffenen direkten Vergleiche hat die Türkei verloren.So stehen die Türkei und Haiti bereits jeweils als Gruppenletzte fest, obwohl bei der erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragenen Fußball-Weltmeisterschaft 32 Teams die K.-o.-Runde erreichen, darunter auch die acht besten der zwölf Gruppendritten. Anderen Mannschaften droht ein ähnliches Schicksal. Bei der Regelung nach Punktgleichheit von zurückliegenden Weltmeisterschaften hätten sie noch eine Chance aufs Weiterkommen gehabt. Die Türken und Haiti hätten mit hohen Siegen zum Vorrunden-Abschluss noch auf Platz drei springen und dann hoffen können, dass sie damit zu den besten Gruppendritten gehören. (dpa)Die brasilianische Fußball-Legende Ronaldinho steht mit 46 Jahren angeblich vor einem Comeback - und das in der italienischen Serie C. Der Weltmeister von 2002 will seine große Karriere in der kommenden Saison offenbar beim drittklassigen FC Ravenna noch einmal aufleben lassen. Am 23. Juni soll der Deal am Rande der WM in Miami offiziell bekannt gegeben werden, berichtet die Gazzetta dello Sport.„Neue Farben, dasselbe Lächeln. Ich kann es kaum erwarten, wieder mit dem Ball zu tanzen und gemeinsam mit Ignazio und der gesamten Familie Cipriani ein neues Kapitel zu schreiben“, wird Ronaldinho zitiert. Fußball sei für ihn schon immer „eine Quelle der Freude gewesen, und genau diesen Geist möchte ich nach Ravenna bringen“.Ravenna-Boss Ignazio Cipriani, der seit Jahren eine Freundschaft mit Ronaldinho pflegen soll, sprach von „etwas Außergewöhnlichem für unseren Verein. Er war mein Idol, und sein Einfluss auf den Fußball reicht weit über seine Leistungen auf dem Platz hinaus.“Ronaldinho, der derzeit bei der Weltmeisterschaft als Botschafter unterwegs ist, hatte das letzte Spiel seiner großen Karriere im September 2015 für Fluminense absolviert. Im Juli beim Start der Vorbereitung des FC Ravenna, der in der vergangenen Saison knapp am Aufstieg gescheitert war, soll Ronaldinho auf den Rasen zurückkehren. Wie oft er dann tatsächlich spielen wird, ist offen. Manche Medien in Italien schrieben von nur einem Einsatz. Der 97-malige Nationalspieler (33 Tore) hatte unter anderem bei Paris Saint-Germain, dem FC Barcelona (an der Seite des jungen Lionel Messi) und der AC Mailand unter Vertrag gestanden. 2005 gewann er den Ballon d'Or, 2006 triumphierte er mit Barca in der Champions League. 2020 saß er mit seinem Bruder in Paraguay ein knappes halbes Jahr lang im Gefängnis, weil das Duo mit gefälschten Pässen eingereist war. (sid)Die Enttäuschung stand Hakan Calhanoglu ins Gesicht geschrieben. „Wir sind alle traurig“, sagte der Kapitän, nachdem die Türkei ihre großen WM-Träume vorzeitig begraben musste: „Ich will mich einfach nur bei unseren Fans bedanken, die hierher gekommen sind, die uns zu Hause unterstützt haben. Gleichzeitig möchte ich mich bei ihnen entschuldigen.“Nach dem bitteren 0:1 (0:1) im zweiten Gruppenspiel gegen Paraguay in Santa Clara hat die Mannschaft um den früheren Bundesliga-Profi in der Gruppe D keine Chance mehr auf das Weiterkommen. Dabei war die Türkei ambitioniert in ihre erste Endrunde seit 24 Jahren gestartet. Doch nach der zweiten Niederlage steht bereits fest, dass die letzte Partie gegen den Hauptgastgeber USA am Freitag (4.00 Uhr MESZ/MagentaTV) für die Auswahl von Trainer Vincenzo Montella sportlich bedeutungslos ist.„Die Erwartungen waren hoch“, sagte Calhanoglu: „Aber ich bin stolz auf meine Teamkollegen, weil jeder sein Bestes versucht hat.“ Doch selbst in Überzahl nach der Roten Karte für Miguel Almirón (45.+3), der sich im Dialog mit Mert Müldür die Hand vor den Mund gehalten hatte, reichte es nicht für einen dringend benötigten Punkt. „Jeder wollte unserem Land etwas geben“, betonte Calhanoglu. Man habe gegen Paraguay und auch gegen Australien (0:2) „viel versucht, aber wir hatten auch ein bisschen Pech“. „Ich kann meinen Spielern nichts vorwerfen“, sagte Montella und bezog sich auf 62 Schüsse seines Teams in zwei Gruppenspielen, von denen allerdings nur zwölf aufs Tor gingen: „Das Glück war nicht auf unserer Seite. Aber das Team hat Herz und Seele gezeigt.“ Die Zukunft des Italieners ist nach der großen Enttäuschung offen.Andere wurde nach dem Spiel deutlicher: „Wir sind richtig traurig, es ist auch beschämend. Wir entschuldigen uns bei unserem Volk“, sagte Arda Güler von Real Madrid: „Wir weinen in der Kabine. Wir müssen alles tun, um das wieder gutzumachen.“ Auch der frühere Nationalspieler Halil Altintop musste das Aus „erstmal sacken lassen“. Es gebe „sehr, sehr viele Fragezeichen“, sagte Altintop bei MagentaTV: „Die Enttäuschung ist sehr, sehr groß, weil die Mannschaft viel individuelle Qualität hat.“Calhanoglu richtete aber auch den Blick nach vorne. Die Türkei habe eine junge Generation an Spielern, die „noch viele Turniere“ vor sich hätten. „Für mich war es vielleicht das letzte, das weiß man nie“, sagte Calhanoglu. Das abschließende Spiel gegen die USA solle das Team nun „so gut wie möglich“ bestreiten, betonte er. Die Partie gegen Paraguay müsse vergessen werden, doch „das ist nicht leicht“. (dpa/sid)Die Mutter von Torwart Vozinha (Kap Verde) ist in den USA gelandet. Ana Candida Evora reiste am Freitag (Ortszeit) am Flughafen in Miami unter großem Medieninteresse in das Gastgeberland ein und kann damit ihren Sohn bei dessen zweitem WM-Spiel in der Nacht zu Montag (00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) gegen Uruguay live im Stadion unterstützen.„Das ist für mich etwas Besonderes“, hatte Vozinha zuvor gesagt, nachdem seine Mutter die lange Reise von den Kap Verden Richtung USA angetreten hatte. Sie hatte den sensationellen Auftritt ihres Sohnes zum WM-Auftakt gegen Spanien (0:0) wegen Visa- und Passproblemen verpasst.Die Tränen des 40 Jahre alten Vozinha nach dem Spiel hatten die Welt gerührt, über Nacht war er mit weit über 14 Millionen Followern bei Instagram zum Star aufgestiegen. Evora hatte nach Aussage von Vozinha vor ihrer Reise in die USA noch nie die Kap Verden verlassen. „Alles passiert so schnell, ich bin sehr glücklich“, sagte Evora vor ihrem Abflug der BBC: „Ich bringe eine besondere Energie für die Kapverdier mit. Wir werden kämpfen und auf dem Platz glänzen“. (sid)Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveblog zur Fußball-WM 2026: Norweger Östigard verfolgt Geburt via FaceTime | FAZ
Aktion mit Partnerin abgesprochen +++ 30.000 Niederländer bei Fan-Marsch +++ Türkei: Calhanoglu und Güler bitten nach Vorrunden-Aus um Entschuldigung +++ alle Fußball-WM-2026-News im Liveblog.
Norwegischer Spieler Östigard verfolgte die Geburt seines Sohnes per FaceTime, während er sich mit dem Team in den USA auf ein WM-Spiel vorbereitete. Sein belgischer Kollege Jeremy Doku entschied sich hingegen, zur Geburt zu reisen – zeigt den Konflikt zwischen Familie und Karriere im modernen Fußball.












