Vor rund fünfzig Jahren fragte die Journalistin Maxie Wander erstmals, wie es um die Ostfrau steht. Was denkt, was fühlt sie, wie sieht sie auf ihr Leben, die Männer, die Gesellschaft? Christa Wolf schrieb im Vorwort von Wanders Buch „Guten Morgen, du Schöne“: „Erst wenn Mann und Frau sich nicht mehr um den Wochenlohn streiten, um das Geld für eine Schwangerschaftsunterbrechung, darum, ob die Frau ‚arbeiten gehn‘ darf und wer dann die Kinder versorgt; erst wenn die Frau für ihre Arbeit genauso bezahlt wird wie der Mann; wenn sie sich vor Gericht selbst vertritt; wenn sie, wenigstens in der öffentlichen Erziehung, als Mädchen nicht mehr auf ‚Weiblichkeit‘ dressiert wird, als ledige Mutter nicht von der öffentlichen Meinung geächtet ist: erst dann beginnt sie, belangvolle Erfahrungen zu machen, die sie nicht allgemein, als menschliches Wesen weiblichen Geschlechts, sondern persönlich, als Individuum betreffen.“
Hörbuch von Annette Schuhmann über ostdeutsche Frauen: „Wir sind anders“
Auch 35 Jahre nach dem Mauerfall stellt sich die Frage nach einer ostdeutschen Identität. Die Historikerin Annette Schuhmann hat dreizehn Frauen aus dem Osten nach ihren Lebenswegen befragt.






