Deutschland unterstützt nach exklusiven Informationen der Financial Times (FT) neue EU-Pläne, mit denen chinesische Billigimporte künftig schneller und gezielter begrenzt werden könnten.
Dem Bericht zufolge stellt sich die Bundesregierung hinter einen Vorstoß von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ziel ist eine europäische Version des amerikanischen „Section 301“-Instruments, mit dem die US-Regierung Zölle oder Importquoten gegen Länder verhängen kann, denen unfaire Handelspraktiken vorgeworfen werden.
Ausgerechnet Europa, das die amerikanische Zollpolitik unter Donald Trump hart kritisiert hat, diskutiert damit ein Instrument, das Trump zuletzt zwar nicht erfunden, aber wie kaum ein anderer US-Präsident genutzt hat.
Kommen harte China-Zölle zum Schutz der deutschen Autoindustrie?
Bislang gelten Deutschland und mehrere andere EU-Staaten eher als Verfechter offener Märkte. Umso bemerkenswerter ist der Kurswechsel. Nach Angaben der FT unterstützen neben Deutschland auch die Niederlande, Belgien und Polen die französischen Pläne.










