Vor zehn Jahren stimmte Großbritannien für den Brexit. Wenige Tage zuvor wurde die Labour-Politikerin Jo Cox ermordet. Ihr Tod wirkt bis heute nach.

Zehn Jahre nach einem der erschütterndsten politischen Morde Großbritanniens bleibt das Gedenken im Verborgenen. Den großen Platz vor dem Parlamentsgebäude in London, wo sonst Demonstranten jeder Couleur ihre Anliegen vorbringen, monopolisieren an diesem 16. Juni exiliranische Schah-Anhänger mit Flaggen und Gebrüll. Auf der kleinen Wiese um die Ecke, wo immer die TV-Kameras stehen, läuft ein kleines Event zur Förderung des Schwimmunterrichts.

Die Labour-Abgeordnete starb am 16. Juni 2016, genau eine Woche vor dem Brexit-Referendum in Großbritannien. Ein rechtsextremer Attentäter lauerte ihr im kleinen Ort Birstall nahe der nordenglischen Großstadt Leeds auf, als sie zu einer Wahlkreissprechstunde in der Stadtbücherei eintraf. Als sie aus dem Auto stieg, schoss er ihr vor entsetzten Wartenden in Kopf und Brust und stach 15 Mal auf sie ein, sie starb wenig später im Krankenhaus, der Mörder wurde gejagt und gefasst. „Britain first!“, hatte er bei seiner Tat gerufen.

wochentaz

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