Neuer Linken-Co-Chef Pantisano: Dämpfer zum Auftakt

Der neue Parteivorsitzende der Linken, Luigi Pantisano, startet mit einem schwachen Ergebnis ins Amt. Nur 53,3 Prozent der Delegierten stimmten für den 46-jährigen Baden-Württemberger. Seine Co-Chefin Ines Schwerdtner wurde hingegen mit großer Zustimmung im Amt bestätigt. Die 36-Jährige wurde mit einem Ergebnis von 85, 7 Prozent im Amt bestätigt.

Die Parteispitze der Linken wird damit jünger. Pantisano folgt auf den 65-jährigen Jan van Aken.In seiner Bewerbungsrede sagte Pantisano: Jeden Tag erzähle Kanzler Merz »was von Reformen, aber in Wahrheit will er Menschen abzocken«. Dagegen wolle die Linke Widerstand organisieren. Er wolle als Parteichef »die arbeitende Klasse für die Linke zurückgewinnen. Er wolle »die Werkstore für die Linke weit aufstoßen«. Lesen Sie hier mehr über den neuen Parteichef.

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Vor zwei Jahren, als die Linke in Umfragen am Boden lag, hatte Schwerdtner knapp 80 Prozent der Stimmen erhalten – weniger als nun in Potsdam. Van Aken, der die Partei zusammen mit Schwerdtner zum überraschenden Erfolg bei den Bundestagswahlen führte, hatte erklärt, aus gesundheitlichen Gründen nicht erneut anzutreten. Pantisano hatte schnell danach seine Kandidatur bekannt gegeben und direkt die Unterstützung von den amtierenden Vorsitzenden und auch Fraktionschefin Heidi Reichinnek erhalten. Eine Gegenkandidatur gab es nicht.