Der Bundesvorsitzende der Grünen, Felix Banaszak, hat den CDU-Bundeskanzler mit harten Worten kritisiert. »Friedrich Merz wird gerade Opfer seiner eigenen Versprechungen«, sagte Banaszak auf einem Landesparteitag in Troisdorf nördlich von Bonn. »Jeder, der einen Mathe-Grundkurs hatte, hätte wissen können, dass man nicht gleichzeitig keine neuen Schulden, Steuersenkungen und Mehrausgaben für die Verteidigung und für viele andere Dinge versprechen kann«, sagte der 36-Jährige. »Aber Friedrich Merz hat sich dazu entschieden, den Leuten einen Scheiß zu erzählen.«
Merz habe vor einiger Zeit in einem Interview selbst eingeräumt, er müsse mal an seiner Kommunikation arbeiten, sagte Banaszak. Diese Analyse sei aber nicht zutreffend. Das Problem von Friedrich Merz (CDU) sei nicht die Kommunikation, sondern eine falsche Haltung.Rat an Merz: Man muss die Bürger liebenVon den Führungsqualitäten des Bundeskanzlers zeigte sich Banaszak enttäuscht. Es gelte, ein verunsichertes Land in tiefer wirtschaftlicher Not nach vorn zu bringen. Wer das erreichen wolle, »muss auch ausstrahlen, dass er dieses Land und seine Bürgerinnen und Bürger mag – vielleicht ja sogar liebt und nicht ihnen von oben herab begegnet, sie belehrt und nur beschimpft«, sagte der Grüne unter Applaus des Parteitags.









