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»Räum deinen Scheiß endlich weg!« Wertschätzende Kommunikation gelingt mir im Alltag mit meinen Kindern oft erstaunlich schlecht. Vor allem, wenn die Zeit drängt, weil ich wieder zu spät bin, oder weil Aufräumen schon hundertmal Thema war und ich trotzdem dreckige Socken im Flur finde.

Pädagogische Fachkräfte lernen in der Ausbildung neben Entwicklungspsychologie und Sprachförderung auch, wie man mit Kindern in Konfliktsituationen spricht – oder eben nicht: Nicht schimpfen, nicht urteilen, nicht Schuld zuweisen.

Gewaltfreie Kommunikation nannte Marshall B. Rosenberg das Konzept, das er in den Sechzigerjahren entwickelte und 1982 unter dem Titel A Model for Nonviolent Communication veröffentlichte. Es geht darin um Beobachtung, Gefühl, Bedürfnis, Bitten. Seitdem wird Rosenbergs Methode in Fortbildungen und Übungsgruppen pädagogischem Fachpersonal oder Eltern nahegebracht. Sie gilt in Kitas, Schulen oder Wohnzimmern als Goldstandard. Die Frage ist nur: Welche Evidenz gibt es dafür? Und wie alltagstauglich ist diese gewaltfreie Kommunikation?