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Das aktuelle Steuerkonzept des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) verfolgt das Ziel einer höheren Steuergerechtigkeit. 95 Prozent der Beschäftigten sollen entlastet werden und „wirkliche Topverdiener“ mehr zum Gemeinwesen beitragen. Ein Ziel, das so auch das DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell bereits im Jahr 2021 formulierte.
Konkret bedeutet dies nun beispielsweise, dass der aktuell bei 42 Prozent liegende Spitzensteuersatz auf 49 Prozent angehoben werden und dann jedoch ab einem zu versteuernden Einkommen von 88.900 Euro greifen soll. Dies, so der DGB, entspräche immerhin einem Bruttoeinkommen von mehr als 100.000 Euro. Eine Summe, die nicht die oft skizzierten „Superreichen“ betrifft, sondern Selbstständige, Handwerker und fleißige Facharbeiter oder Pflegekräfte mit vielen Überstunden. Wer also die aktuellen Vorschläge des DGB und die zustimmenden Reaktionen aus der SPD verfolgt, muss den Eindruck gewinnen, Deutschland stehe vor einem gravierenden Problem zu geringer Einnahmen.







