Düsseldorf. Wer mit Gil Bronner unterwegs ist, sollte Zeit mitbringen. Viel Zeit. Und damit rechnen, dass ständig etwas dazwischenkommt. Bronner sitzt an diesem Dienstagnachmittag im Juni in seinem Düsseldorfer Büro, umgeben von Aktenordnern mit Mietverträgen und Bauplänen. Erst ruft Sohn Philip an und will etwas wissen. Dann ein Experte für Wärmepumpen und KfW-Förderung. Dann ein alter Freund, mit dem Bronner den Sommer in seinem Haus auf Ibiza verbringen will.Bronner geht jedes Mal dran. Mal hält er das Handy ans Ohr, mal stellt er den Lautsprecher an. „Irgendwer will immer was oder irgendwas steht an“, sagt Bronner. „So richtig entspannen ist fast nie drin.“Wie der typische Immobilienentwickler wirkt Bronner nicht. Der 64-Jährige trägt graue Sneaker zu grünen Shorts zu einem Hemd voller grün-weißer Enten und einer Kappe mit der Aufschrift „Respect the elderly“. Zwischendurch zückt er sein Handy, um auf WhatsApp-Nachrichten zu antworten und die Auktionen des Tages durchzugehen. Vier Werke wollte er heute bei Sotheby’s und Christie’s ersteigern. Daraus wurde nichts, er wurde überboten.Bronner ist Immobilienunternehmer und Kunstsammler. Er besitzt gut 1000 Immobilieneinheiten in Düsseldorf und mehr als 2000 Kunstwerke – und ein eigenes Museum, die öffentlich zugängliche Sammlung Philara, die Ende Juni zehn Jahre alt wird.„Sammeln ist Wahnsinn“, sagt Bronner. „Bar jeglicher Logik.“ Doch aufhören ist auch keine Alternative. Warum kauft einer weiter, der längst genug hat?
Kunst: „Sammeln ist Wahnsinn“ – Warum Gil Bronner es trotzdem tut
Gil Bronner ist Projektentwickler und Kunstsammler. Er besitzt 1000 Immobilieneinheiten, 2000 Kunstwerke – und ein eigenes Museum in Düsseldorf. Warum kauft einer weiter, der längst genug hat?








