Ruhe bitte, die Uni geht vor: Das türkische Innenministerium hat für Samstag landesweit Großbildübertragungen des richtungsweisenden WM-Duells gegen Paraguay unter freiem Himmel untersagt. Hintergrund ist die zeitgleich stattfindende landesweite Hochschulzugangsprüfung YKS.Lärm und mögliche Verkehrsprobleme sollen minimiert werden, um die Kandidaten nicht zu beeinträchtigen. Die Gouverneure der Provinzen wurden daher angewiesen, keine Leinwände für die Partie am Samstagmorgen (6:00 Uhr in der Türkei) zu genehmigen.Mehrere Kommunen hatten im Vorfeld geplant, das Spiel auf großen Leinwänden zu zeigen. Nach der ministeriellen Direktive wurden diese Vorhaben jedoch wieder abgesagt. Die Behörden verwiesen darauf, dass insbesondere die frühe Anstoßzeit ein erhöhtes Risiko für Störungen durch Menschenansammlungen berge. Die am Samstagmorgen beginnende YKS zählt zu den wichtigsten Prüfungen des Landes und wird jährlich von Hunderttausenden absolviert.Die Auftaktpleite gegen Australien (0:2) hatten in der Türkei vielerorts große Menschenmengen auf öffentlichen Plätzen, in Parks und sogar in einem antiken Amphitheater in der Provinz Antalya verfolgt. Nach der Niederlage steht die Auswahl bereits unter Druck, will sie in einer Gruppe mit Gastgeber USA noch die K.-o.-Runde erreichen. (sid)Florian ErbeDas Foul am Kanadier Ismael Koné beim 6:0-Sieg gegen Qatar hat eine Diskussion über die Schiedsrichterlinie bei der Fußball-WM entfacht. „Man muss den Spielern Grenzen setzen. Es ist nicht immer Absicht. Es ist meistens Fahrlässigkeit. Aber man muss manchmal eben präventiv agieren. Hier waren die FIFA und Pierluigi Collina zu nachsichtig“, sagte Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe der „Bild“ in Richtung des Chefs der Schiedsrichterkommission. Seit Collinas Amtsantritt 2017 habe es bei Weltmeisterschaften nur wenige Rote Karten gegeben, sagte Gräfe und verwies auf einige Platzverweise nach Notbremsen und Handspielen sowie einen nach einer Tätlichkeit, aber keinen für ein brutales oder ernsthaftes Foulspiel. Daraus ergebe sich Handlungsbedarf. Ein großzügigerer Umgang im Sinne des Spielflusses sei grundsätzlich richtig, „aber was sein muss, muss sein“, betonte der 52-Jährige. „Wenn dermaßen gesundheitsgefährdend agiert wird, von hinten auf die Wade getreten wird, in den Achillessehnenbereich, auf Kniehöhe oder noch höher, mit den Stollen – dann muss es zum Schutz aller Rote Karten geben“, sagte Gräfe. Qatar-Profi Assim Madibo hatte nach seinem Tritt gegen Koné, der sich dabei vermutlich den Unterschenkel brach, zunächst Gelb gesehen und war erst nach Einschreiten des Videoschiedsrichters mit Rot vom Platz gestellt worden.Für MagentaTV-Schiedsrichter-Experte Patrick Ittrich war die Entscheidung nachvollziehbar: „Ich glaube im Ablauf, auch wie der Schiedsrichter es wahrgenommen hat, ist es eine Gelbe Karte. Es sah so aus. Jetzt ist die Verletzung so schlimm, dass sie sich sicherlich dazu entschieden haben, ihm bei diesem Video Operation Center zu sagen: schlimme Verletzung. Dann hatte der Schiedsrichter eine Rote Karte gezeigt“, betonte Ittrich.Nicht alle Experten sahen den Platzverweis jedoch als zwingend an. „Die Rote Karte können wir nicht ganz nachvollziehen, weil es nach einer sehr unglücklichen Verletzung aussieht, auch wenn sie sehr schwer wiegt. Ich sehe da maximal ein normales Foul, weder Gelb noch Rot“, sagte MagentaTV-Experte Thomas Müller. Auch sein Kollege Mats Hummels sprach von einem „08/15-Foul“, das „sehr unglücklich ausging“. (dpa)Florian ErbeDas WM-Fieber hat in Norwegen sogar das Parlament Stortinget gepackt. Unmittelbar nach den Abstimmungen über so große Themen wie den Inlandsnachrichtendienst oder die Abgeordnetendiäten ergriff Parlamentspräsident Masud Gharahkhani am Donnerstag die Initiative und forderte seine Kolleginnen und Kollegen dazu auf, wie die norwegischen Fans zu „rudern“.„Wir in der Präsidentschaft haben uns überlegt, dass wir einen Gruß an unsere Fußball-Jungs schicken sollten – an die Nationalmannschaft, die wirklich liefert – aus dem Herzen der Demokratie, aus dem Stortinget“, rief er und ergänzte: „Das geht nicht besser als mit einem 'Rudert, rudert!'“ Und so zogen Politiker aller Parteien beim sogenannten „Viking row“ ihre imaginären Riemen mit geschlossenen Fäusten nach hinten.Präsident Gharahkhani, Angehöriger der sozialdemokratischen Arbeiterpartei und in Irans Hauptstadt Teheran geboren, gab auf dem Rednerpult den Takt vor. Als aus seiner Sicht genug gerudert war, schloss er die Aktion mit einem ernsten: „Ruhe im Saal!“ Danach folgten weitere politische Abstimmungen.Gharahkhanis Schlusssatz ("Ro i salen!") zu der aufsehenerregenden Aktion war zugleich ein Wortspiel: „Ro“ (gesprochen: „Ruuh!") bedeutet auf Norwegisch Ruhe – und: rudern. Mit dem Aufruf, sich gemeinsamen in die Riemen zu legen, haben Fans aus dem skandinavischen Land, das erstmals seit 1998 wieder an einer WM teilnimmt, die WM und das Netz erobert. Die Norweger „rudern“ in Stadien, auf Rolltreppen – und auch zuhause: im Parlament. (sid)Moderatorin Florencia Pena hat nach dem Verkünden der Falschmeldung vom Tode des Vaters von Lionel Messi einen Fehler eingeräumt und um Verzeihung gebeten. „Ich entschuldige mich bei der Familie Messi für die schwere Zeit, die sie durchmacht. Es tut mir unendlich leid, dass ich zu diesem Leid beigetragen habe“, schrieb Pena bei Instagram. Sie hatte am Donnerstag in ihrer Livesendung „El show del verano“ beim Streaminganbieter Luzu TV den Tod von Jorge Messi verkündet.Die Familie Messi hatte daraufhin in einem Statement ihre „tiefe Bestürzung über den Mangel an Sensibilität, Respekt und Anstand, mit dem einige Menschen eine strikt private Familienangelegenheit behandeln“ zum Ausdruck gebracht: „Wir bitten um Verantwortung, Besonnenheit und Menschlichkeit. Die Gesundheit eines Menschen und die Ruhe seines Umfelds sollten nicht Gegenstand von Spekulationen oder unverantwortlicher medialer Aufmerksamkeit sein.“Der 68 Jahre alte Jorge Messi erhole sich derzeit von einem nicht näher definierten „gesundheitlichen Problem“. Er „steht derzeit unter medizinischer Aufsicht, erholt sich und macht unter den gegebenen Umständen gute Fortschritte“, teilte die Familie mit, ohne Details zur Erkrankung zu nennen.Pena schrieb, dass ihr diese Information vom Produktionsteam genannt wurde. Sie sei davon ausgegangen, dass es entsprechende Recherchen und Überprüfungen gegeben habe. Die an der Falschinformation beteiligten Mitarbeiter wurden mittlerweile entlassen. „Ich habe dem Team vertraut. Trotzdem übernehme ich die Verantwortung für meinen Anteil an dem Fehler und habe mich deshalb entschieden, nicht mehr für Luzu arbeiten“, teilte sie mit: „Ich entschuldige mich nochmals aufrichtig, ich habe mich geirrt.“Messi war nach seinem ersten von drei Treffern für Argentinien beim WM-Spiel gegen Algerien (3:0) kurzzeitig in Tränen ausgebrochen. „Es hatte nichts mit dem Sport zu tun. Ich habe einige schwierige und komplizierte Tage durchgemacht“, sagte der Angreifer von Inter Miami danach über seine emotionale Reaktion. Mit seinem Dreierpack hatte Messi den WM-Torrekord von Miroslav Klose (16) eingestellt. Jorge Messi ist der Berater seines Sohnes und gilt als eine seiner wichtigsten Stützen. (sid)Florian ErbeDer marokkanische Außenverteidiger Achraf Hakimi muss sich in seiner Wahlheimat Frankreich wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung vor Gericht verantworten. Dies gab das Berufungsgericht Versailles am Freitag in einer Erklärung bekannt, Hakimi müsse vor dem Strafgericht des Départements Hauts-de-Seine erscheinen. Einen exakten Termin gibt es noch nicht.Der 27 Jahre alte frühere Profi von Borussia Dortmund, derzeit bei der Fußball-WM in den USA, Mexiko und Kanada aktiv, hatte die Vorwürfe stets bestritten. Er sei das Opfer einer Verleumdung. Bei einer Anhörung im Mai hatte er beantragt, dass das Verfahren eingestellt würde.„Die Justiz hat mir in die Augen gesehen und zu mir gesagt: 'Wenn Sie nicht bekannt wären, hätte es nie einen Fall gegeben.' Ich habe mich jahrelang entschieden zu schweigen. Ich dachte, dass es richtig wäre, würdevoll zu bleiben, geduldig zu sein und der Justiz zu vertrauen, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden“, schrieb Hakimi, beim Champions-League-Sieger Paris Saint-Germain unter Vertrag, bei X: „Heute wird eine Geschichte erzählt, die nicht meine ist, auf Kosten meiner Familie, meines Lebens und vor allem der Wahrheit. Manchmal habe ich das Gefühl, zu einem leichten Ziel geworden zu sein. Ich warte auf diesen Prozess seit dem ersten Tag. Und inzwischen erwarte ich ihn sehnsüchtig. Endlich werde ich sprechen können.“Eine damals 24-Jährige hatte im Februar 2023 bei der Polizei ausgesagt, sie sei von Hakimi vergewaltigt worden. Sie erstattete zunächst keine Anzeige. Hakimis Rechtsbeistand wirft der Frau vor, die Ermittlungen zu behindern und sich medizinischen Untersuchungen verweigert zu haben. (sid)Florian ErbeMark Carney kam aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Im schwarzen Trikot und mit einem zufriedenen Lächeln stand der Premierminister in der Kabine der kanadischen Nationalmannschaft, auch der Schockmoment um Ismael Koné konnte die Begeisterung des Regierungschefs über die historische Leistung seiner Landsmänner nicht dämpfen. „Ihr habt einen Charakter gezeigt, den die meisten Leute in ihrem Leben nicht erreichen“, rief Carney im Bauch des BC Place von Vancouver den Spielern um Dreierpacker Jonathan David zu: „Ich könnte nicht stolzer sein.“Das 6:0 (3:0) des Ko-Gastgebers über Katar, der erste Sieg bei einer WM-Endrunde im achten Anlauf, die so gut wie sichere Qualifikation für die K.o.-Phase – das war das eine. Das andere aber, das, was sowohl Carney als auch Trainer Jesse Marsch so „stolz“ machte, war die Reaktion der Mannschaft auf die Horror-Verletzung von Koné. „Seit zwei Jahren versuche ich den Leuten klarzumachen, was für einen besonderen Charakter diese Mannschaft hat“, sagte Marsch: „Ich finde, dass heute all das zum Ausdruck gekommen ist.“In der 51. Minute war Koné beim Stand von 3:0 nach einem Foul von Katars Assim Madibo zu Boden gegangen, sein Unterschenkel in einer deutlichen Fehlstellung. Der Schock stand nicht nur dem 24-Jährigen selbst, sondern auch seinen Mitspielern und Gegnern ins Gesicht geschrieben. David verdrückte sogar Tränen, musste getröstet werden. „Es war ein Schock für uns alle“, sagte Alphonso Davies im Anschluss. Ein Schock aber, von dem sich die Kanadier im Anschluss angetrieben von 50.000 Fans recht unbeeindruckt zeigten.Drei weitere Tore ließen „Les Rouges“ noch folgen – gegen Katarer, die nach einer ersten Roten Karte gegen Homam Ahmed (33.) und dem Platzverweis für Madibo nur noch zu neunt waren. Nicht nur in Vancouver feierten die kanadischen Fans danach ausgelassen – angetrieben von der Hoffnung, dass vielleicht doch mehr möglich sein könnte bei dieser Heim-WM. „Man braucht Momente, in denen sich alle daran erinnern, was passiert ist“, sagte Marsch voller Stolz: „Kein Kanadier wird diesen Tag vergessen.“ (sid)Florian ErbeDie neue Liebesbeziehung zwischen Boston und Schottland soll nicht mit der Fußball-WM enden. Die Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts, die in den vergangenen Tagen von zehntausenden schottischen Fans in Beschlag genommen wurde, und Glasgow wollen ab dem kommenden Jahr offiziell eine Städtepartnerschaft eingehen.Im April soll die Partnerschaft beim traditionellen Tartan Day in den USA besiegelt werden. Der Tartan Day würdigt die historischen Beiträge und das kulturelle Erbe der schottisch-stämmigen Amerikaner. Die Fans der „Bravehearts“ nennen sich selbst Tartan Army.„Bereits heute werden wir eine Absichtserklärung für eine Städtepartnerschaft unterzeichnen und damit den offiziellen Prozess zwischen unseren beiden Städten anstoßen“, sagte Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu. Als die Politikerin das Papier unterschrieb, sangen anwesende schottische Fans in Anlehnung an ihre inoffizielle Fußball-Hymne: „No Wu, no Party“. Schottlands Nationalmannschaftskapitän Andrew Robertson hatte zuvor die Begeisterung der Gastgeber für die schottischen Fans hervorgehoben: „Boston hat sich in sie verliebt. Jeder, der die Tartan Army trifft, verliebt sich in sie“, sagte er.Weil Schottland zwei Vorrundenspiele in Boston austrägt, sollen inzwischen rund 50.000 Fans aus der Heimat über den Atlantik geflogen sein. Seit Tagen prägen sie das Stadtbild. „Wir wünschten, wir könnten euch für immer hier behalten. Diese Partnerschaft versichert euch, dass ihr Boston immer als euer Zuhause betrachten könnt. Wir wollen, dass ihr wiederkommt. Wieder und wieder und wieder“, sagte Wu. (dpa)Florian ErbeDer iranische Fußballverband will angesichts der Reiserestriktionen während der Fußball-WM eine Beschwerde bei der FIFA einreichen. Wie der Verband mitteilte, sei ein Antrag auf eine Einreise in die USA zwei Tage vor dem zweiten Gruppenspiel gegen Belgien am Sonntag (21.00 Uhr MESZ) abgelehnt worden. Demnach darf das „Team Melli“ erst am Samstag zum Spielort nach Los Angeles aufbrechen.Gemäß dem Programm des Trainerstabs müsste die Mannschaft jedoch „zwei Tage vor jedem Spiel in der jeweiligen Gastgeberstadt eintreffen und am Tag nach dem Spiel zum Basislager zurückkehren, um eine optimale technische und körperliche Vorbereitung zu gewährleisten“, heißt es in einer Mitteilung. Vor allem angesichts der frühen Anstoßzeit (12.00 Uhr Ortszeit) sei es das Ziel gewesen, den Spielern genügend Zeit zu geben, sich an die Spielbedingungen anzupassen.Der iranische Verband ist der Ansicht, „dass solche Einschränkungen nicht mit dem Grundsatz der Gleichbehandlung aller teilnehmenden Mannschaften vereinbar sind und sich negativ auf die Vorbereitung der Mannschaften auswirken könnten.“ Der Verband werde daher „seine Unzufriedenheit offiziell zum Ausdruck bringen und über die entsprechenden Kanäle eine formelle Beschwerde bei der FIFA einreichen.“Die Iraner hatten ihr Teamquartier kurzfristig wechseln müssen und trainieren im mexikanischen Tijuana. Nach dem Auftaktspiel gegen Neuseeland (2:2) musste die Mannschaft von Trainer Amir Ghalenoei den Spielort Los Angeles noch am Spieltag wieder verlassen, was bei den Iranern zu großem Unmut geführt hatte. Zudem fehlen 15 Personen aus dem Staff, denen kein Visum für die USA erteilt wurde. (sid)Florian ErbeHaitis Trainer Sébastien Migné blickt voller Vorfreude auf das Duell mit Rekordweltmeister Brasilien. „Rennt, rennt, rennt“ sei seine Botschaft an die Spieler, sagte der Franzose vor der Partie in Philadelphia an diesem Samstag (2.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und MagentaTV). Er wolle ihnen zu verstehen geben, dass sie nichts verlieren, aber „alles gewinnen“ könnten. Es sei 52 Jahre her, dass Haiti letztmals an einer Fußball-WM teilgenommen habe, betonte der Coach noch mal. Nun auch noch gegen Brasilien zu spielen, sei „unglaublich“. Zum Auftakt hatte Haiti nur knapp mit 0:1 gegen Schottland verloren. „Wir haben es verdient, hier zu sein“, sagte Migné. Gegen Brasilien, das zum Start 1:1 gegen Marokko spielte, könne man jetzt noch etwas präsenter werden.Dank des Fußballs gebe es immer wieder „wunderbare Momente“, sagte Migné. Man wolle dafür sorgen, dass das Land stolz auf die Mannschaft sei. Die humanitäre Lage in Haiti ist katastrophal. Bandengewalt, Korruption, Hunger und politische Instabilität prägen das Leben. Migné bedauerte erneut, dass er – anders als er es von seinen Trainerstationen sonst gewohnt sei – nicht dort leben könne. Er hoffe, noch in seiner Zeit als Haiti-Coach dort hinzukommen. (dpa)Florian ErbeTrainer Carlo Ancelotti ist überzeugt, dass sich die brasilianische Nationalmannschaft in ihrem zweiten Gruppenspiel bei der Fußball-WM stärker präsentieren wird als beim mauen Auftakt. „Wir können das Team verbessern und wir werden das Team verbessern“, sagte der 67-Jährige vor der Partie gegen den krassen Außenseiter Haiti am Samstag (2.30 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und MagentaTV) in Philadelphia. Womöglich werde es auch Änderungen in der Startelf geben, so der Italiener. Große Umstellungen plant er aber wohl nicht.Brasilien war zum Auftakt nicht über ein 1:1 gegen Marokko hinausgekommen. Der Afrikameister wird beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko allerdings auch hoch gehandelt. Zudem mache es etwas mit seinen Spielern, das Trikot der Nationalmannschaft zu tragen, meinte Ancelotti. Das Wichtigste sei nun, widerstandsfähig zu sein, erklärte der erfahrene Coach der Seleçao. Er selbst könne mit dem Druck umgehen, sagte Ancelotti angesprochen auf die Kritik in der Heimat, die es nach der ersten Partie gegeben hatte. Es sei für ihn ein „Privileg“, Trainer des brasilianischen Nationalteams zu sein.Bei ihrer Ankunft am Mannschaftshotel in Philadelphia waren die Brasilianer zuvor euphorisch empfangen worden. Hunderte Fans in Trikots und mit Fahnen feierten die Spieler, von denen einige auch Autogramme gaben und Fotowünsche erfüllten. Der Andrang war so groß, dass die Polizei nach und nach weitere Absperrgitter in den Straßen rund um das Hotel aufbauen musste. (dpa) Florian ErbeRaúl Rangel riss den rechten Arm in die Höhe – und hielt nach seiner Sensationsparade mehr als nur den Spielball in seiner Hand. Der starke Reflex von „Tala“ (87.), wie Mexikos Nummer eins in seiner Heimat genannt wird, sicherte dem Ko-Gastgeber der Fußball-WM als erstes Team im Turnier das Ticket für die K.-o.-Runde. Mehr noch: Der Gruppensieg nach dem 1:0 (0:0) gegen Südkorea garantiert „El Tri“ ein Sechzehntelfinale am 1. Juli im legendären Aztekenstadion.„Seine Parade war spektakulär, einfach unglaublich“, sagte Nationaltrainer Javier Aguirre: „Ich bin sehr glücklich für die Mannschaft, sie ist sehr euphorisch." Mehr als 45.000 Zuschauer in Guadalajara hatten bei Mexikos zweitem Sieg im zweiten Spiel der Gruppe A über weite Strecken allerdings wenig Anlass zur Begeisterung gehabt. Mexikos Spiel war uninspiriert, offensiv blieb das Team zu harmlos. Erst ein grober Schnitzer von Südkoreas Torhüter Kim Seung-gyu hatte den Treffer des Abends durch Luis Romo (50.) ermöglicht. „Es ist schwer, vollends zufrieden zu sein. Es war ein sehr taktisch geprägtes Spiel und für die Fans nicht immer ansehnlich“, sagte Aguirre: „Aber die Zuschauer waren fantastisch. Der Support hat uns sehr geholfen und getragen." Noch mindestens zweimal dürfen die Heimfans ihre leidenschaftliche Unterstützung zum Ausdruck bringen. Am 25. Juni trifft Mexiko im letzten Gruppenspiel auf Tschechien. Dann wartet das erste Match in der K.-o.-Runde gegen einen Gruppendritten. „Der Mexiko-Faktor ist von großer Bedeutung. Bei einem Heimspiel ist die gesamte mexikanische Republik involviert“, sagte Aguirre. (sid)Sabrina FrangosHunderte stürmen auf Fanfest in Mexiko - Polizei greift einHunderte Fußball-Anhänger sind vor dem WM-Spiel zwischen Mexiko und Südkorea auf das Gelände beim bereits überfüllten Fanfest in der westmexikanischen Stadt Guadalajara gestürmt. Nachdem sie einen Zugang aufgebrochen hatten, wurden sie Berichten örtlicher Medien zufolge von der Polizei gestoppt. Mögliche Verletzte und Festnahmen wurden zunächst nicht gemeldet.Das Fanfest im historischen Zentrum der Stadt habe seine Kapazitätsgrenze von mehr als 50.000 Menschen erreicht, teilte der Zivilschutz mit. Die Behörden riefen die Fans dazu auf, das Spiel an einem der anderen vorgesehenen Orte oder in Restaurants und Bars zu verfolgen. „Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe bei der Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit aller“, hieß es vom Zivilschutz bei X. Das Fanfest im historischen Zentrum der Stadt habe seine Kapazitätsgrenze von mehr als 50.000 Menschen erreicht, teilte der Zivilschutz mit. Die Behörden riefen die Fans dazu auf, das Spiel an einem der anderen vorgesehenen Orte oder in Restaurants und Bars zu verfolgen. „Wir danken Ihnen für Ihr Verständnis und Ihre Mithilfe bei der Aufrechterhaltung der Ordnung und Sicherheit aller“, hieß es vom Zivilschutz bei X.Auch in Mexiko-Stadt versammelten sich trotz zwischenzeitlichen Regens Tausende Fans auf den Straßen, um die Partie gemeinsam auf dem riesigen Zócalo-Platz und an elf weiteren Orten mit Großbildschirmen im historischen Zentrum zu verfolgen. Gleichzeitig demonstrierten Angehörige der rund 130.000 Menschen, die im Land vermisst werden, in der mexikanischen Hauptstadt und in Guadalajara friedlich. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software
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