Kurz vor dem WM-Start hat Iran mit einem Spielabbruch gedroht, wenn es bei Auftritten des Teams in den Stadien zu Protesten der persischen Diaspora gegen die islamische Führung kommen sollte. „Wir haben der FIFA bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen des Teams das Spiel abbrechen würden, sobald wir in den Stadien politische Parolen hören“, warnte Sportminister Ahmed Donjamali.Der iranische Fußballverband habe den Weltverband zudem mehrfach aufgefordert sicherzustellen, dass iranische Zuschauer ausschließlich die offizielle Flagge der Islamischen Republik ins Stadion bringen dürfen – und nicht die alte persische Flagge. Auch in diesem Fall würde das Team das Spielfeld verlassen, so der Minister laut Sportportal Varzesh3.Seit Wochen besteht Iran darauf, dass in den Stadien nur die offizielle Staatsflagge zugelassen wird und nicht die besonders von monarchistischen Oppositionsgruppen bevorzugte alte Flagge mit Löwen- und Sonnenemblem. Diese wird auch bei Protestkundgebungen im Ausland verwendet und gilt als Symbol der Ablehnung des islamischen Systems im Iran. Beobachter bezweifeln, dass ein solches Verbot durchsetzbar wäre.Zudem finden zwei der drei Vorrundenspiele Irans in Los Angeles statt. Dort lebt der Großteil der fast zwei Millionen Menschen umfassenden persischen Diaspora in den USA. Die Stadt wird daher auch „Tehrangeles“ oder „Irangeles“ genannt. Für viele von ihnen bietet die WM die ideale Plattform, um ihren Protest gegen die iranische Führung weltweit sichtbar zu machen. (dpa)Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) verfolgt den deutschen WM-Start am Sonntag aus der Heimat. Gegen den WM-Neuling Curaçao erwartet Merz nach eigener Aussage einen „klaren Sieg“ in Houston. „Der Bundeskanzler wird den WM-Auftakt der deutschen Mannschaft selbstverständlich verfolgen – wie Millionen Fußballfans im Land mit einer gehörigen Portion Leidenschaft“, zitierte die Funke Mediengruppe eine Regierungssprecherin.Während Merz den Beginn der Weltmeisterschaft in den USA, Mexiko und Kanada am TV-verfolgt, plant Sport-Staatsministerin Christiane Schenderlein (CDU) aktuell den Besuch des zweiten deutschen Vorrundenspiels gegen die Elfenbeinküste in Toronto am 20. Juni. (dpa)Der von den USA abgewiesene Schiedsrichter Omar Artan ist bei der Ankunft in Somalia von seinen Landsleuten begeistert empfangen worden. Am Flughafen der Hauptstadt Mogadischu begrüßten Offizielle sowie mehrere hundert Anhänger, die somalische Flaggen schwenkten, den ursprünglich für die Fußball-WM vorgesehenen Unparteiischen, berichtete die Nachrichtenagentur AP.„Ich verspreche euch, so Gott will, dass ich bei der nächsten (WM) dabei sein werde“, sagte Artan demnach. Er wolle der somalischen Bevölkerung Mut machen und sie zur Zuversicht ermuntern. Artan sollte als erster Schiedsrichter Somalias bei einer Weltmeisterschaft Spiele leiten, nachdem er es auf die finale Liste des Weltverbands FIFA geschafft hatte.Für die verweigerte Einreise sollen Sicherheitsbedenken wegen angeblicher Verbindungen zu einer Terrororganisation der Grund gewesen sein, hatte ein namentlich nicht genannter Vertreter der US-Regierung dem Nachrichtensender CNN zuvor mitgeteilt. Die Überprüfung am Flughafen in Miami habe bei Artan „Verbindungen zu mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen“ ergeben. Weitere Einzelheiten nannte er laut des Berichts nicht.Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von den verschärften Einreisebestimmungen der US-Regierung von Präsident Donald Trump betroffen sind. Bürger dieser Länder werden bei der Einreise zusätzlichen Überprüfungen unterzogen. Die Grenzschutzbehörde CBP hatte im Fall Artan „Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung“ angeführt, ohne nähere Angaben zu machen. (dpa)Charlison Benschop, früherer Nationalstürmer Curaçaos und ehemaliger Bundesligaspieler, sieht seine Heimat vor dem WM-Start gegen Deutschland am Sonntag (19.00 Uhr im F.A.Z.-Liveticker zur Fußball-WM, in der ARD und bei MagentaTV) im Ausnahmezustand. „Das ist Wahnsinn“, sagte der 36-Jährige dem SID, „die ganze Insel ist in ein Fußballstadion verwandelt. Baseball war immer die Nummer eins bei uns – jetzt ist es der Fußball.“Die WM, da ist sich Benschop sicher, wird Curaçao für viele Menschen erst auf die Landkarte bringen. „Wenn wir Deutschland schlagen, gibt es einen Nationalfeiertag“, sagte er. „Jetzt wissen alle, wo unsere Insel liegt.“ Trotzdem, zur Sicherheit: in der Südkaribik, nördlich von Venezuela.Bisher, sagt Benschop, haben die Menschen auf Curaçao immer nur den anderen WM-Nationen zugeschaut. „Diesmal sind wir selbst dabei, das ist ein Traum für uns.“ Und zu träumen, das sei auch erlaubt: „Es muss ja nicht unbedingt ein Sieg gegen Deutschland sein. Ein erstes WM-Tor für uns wäre auch schon historisch.“ Weitere Gelegenheiten bieten die Gruppenspiele gegen Ecuador und die Elfenbeinküste.Halt gibt den Spielern die „Vaterfigur“ Dick Advocaat. „Man merkt dem Trainer seine 78 Jahre nicht an. Er ist voller Leidenschaft und Energie“, sagte Benschop, der für die zweite Mannschaft von Fortuna Düsseldorf spielt. „Es war ein Drama, dass seine Tochter schwer erkrankt war. Jetzt geht es ihr zum Glück besser.“ (sid)Christoph Baumgartner vom Fußball-Bundesligaklub RB Leipzig reist trotz seiner Operation nach einer schweren Muskelverletzung zur Fußball-Weltmeisterschaft in die USA. Der 26-Jährige wird seine Reha im Camp der österreichischen Nationalmannschaft in Santa Barbara (USA) fortsetzen, teilte RB mit. Der Verband und sein Klub entsprechen damit dem Wunsch des 26-Jährigen, die Reha im Umfeld der österreichischen Nationalmannschaft zu absolvieren und seine Teamkollegen vor Ort während der Weltmeisterschaft zu unterstützen. Der offensive Mittelfeldspieler hatte sich beim Aufwärmen vor dem Länderspiel gegen Tunesien (1:0) eine Muskelverletzung im rechten Oberschenkel zugezogen und war im finnischen Turku operiert worden. Baumgartners Ausfall trifft die österreichische Nationalmannschaft und RB, vor allem weil er in der Saison in Top-Form war. Österreich trifft bei der WM auf Titelverteidiger Argentinien, Algerien und Jordanien. Trainiert wird die Auswahl vom Deutschen Ralf Rangnick. (dpa)Kurz vor Beginn der Fußball-WM rechnet die US-Regierung trotz Diskussionen über hohe Reisekosten und die politische Lage im Land mit einem Besucherrekord. Die Weltmeisterschaft werde die bestbesuchte der Geschichte, sagte der US-Tourismusbeauftragte Nick Adams der Deutschen Presse-Agentur. „Niemand inszeniert ein solches Spektakel wie Amerika.“ Die USA bereiteten sich auf eine Veranstaltung mit dem Umfang von 78 Super Bowls vor.Alle jüngsten Daten deuteten auf eine steigende Nachfrage hin. Fluggesellschaften schafften zwischen Juni und Oktober wegen der erwarteten Nachfrage rund eine Million zusätzliche Sitzplätze auf Verbindungen zwischen Europa und den USA, sagte Adams unter Verweis auf Zahlen des Dienstleisters Cirium. Zudem dürften Besucher etwa fünf Prozent mehr Geld ausgeben als im Vorjahr.Die USA richten die WM gemeinsam mit Kanada und Mexiko aus. Das Turnier beginnt am Donnerstag und wird erstmals mit 48 Mannschaften ausgetragen. Die meisten Spiele finden in den USA statt. Der Fußball-Weltverband FIFA erwartet nach eigenen Angaben insgesamt rund 6,5 Millionen Besucher in den Stadien. Rund 40 Prozent der Zuschauer sollen aus dem Ausland kommen. (dpa)Wegen der Eröffnung der Fußball-Weltmeisterschaft fällt am Donnerstag in Mexiko-Stadt an allen Schulen und Universitäten der Unterricht aus. Zudem sollen Bundesbedienstete am Tag der WM-Eröffnung nach Möglichkeit von zu Hause aus arbeiten, wie es in einem von Präsidentin Claudia Sheinbaum unterzeichneten Dekret heißt. Ausgenommen davon sind unter anderem Ärzte, Polizisten, Katastrophenschützer und Mitarbeiter im Bereich der kritischen Infrastruktur.Die Regierung forderte auch private Unternehmen dazu auf, ihren Angestellten am Donnerstag die Arbeit im Homeoffice zu ermöglichen. Damit soll am Tag der WM-Eröffnung das Verkehrsaufkommen reduziert werden, um Staus und eine Überlastung des öffentlichen Nahverkehrs zu vermeiden.Eröffnet wird die WM am Donnerstag um 11.30 Uhr (19.30 Uhr MESZ) mit einer etwa einstündigen Feier im Aztekenstadion in Mexiko-Stadt. Dabei wird die kolumbianische Sängerin Shakira zum ersten Mal den offiziellen WM-Song „Dai Dai“ live vor Publikum singen. Um 13.00 Uhr (21.00 Uhr MESZ) folgt dann der Beginn der WM-Endrunde mit dem Anpfiff des Auftaktspiels zwischen Gastgeber Mexiko und Südafrika. (dpa)Nach dem souveränen Sieg im letzten Testspiel hat Superstar Lionel Messi die argentinische Mannschaft und ihre Fans auf die WM-Titelverteidigung eingeschworen. „Los geht’s, aber zusammen wie nie zuvor“, schrieb der 38-Jährige bei Instagram zu einem Foto vom 3:0 gegen Island. Bei dem klaren Sieg gab Messi sein Comeback mit einem Elfmeter-Tor zum zwischenzeitlichen 2:0 (72.). Er war zwei Minuten vorher eingewechselt worden, nachdem er beim Sieg zuvor gegen Honduras wegen einer Überlastung im Oberschenkel noch ausgesetzt hatte. Die weiteren Treffer in der Partie in Auburn im US-Bundesstaat Alabama erzielten Valentin Barco (8.) und Thiago Almada (86.). Für Messi war es im 199. Länderspiel für Argentinien der 117. Treffer. Der bald 39-Jährige kürte sich Verbandsangaben zufolge zum ältesten Torschützen der Albiceleste. Für Argentinien beginnt die WM am 17. Juni (MESZ) gegen Algerien. Die weiteren Gruppengegner sind Österreich mit Trainer Ralf Rangnick und Jordanien. Für Messi, der Argentinien 2022 in Qatar zum Titel geführt hatte, wird es die sechste WM-Teilnahme. (dpa)Die US-Regierung hat die kontroversen Visa-Entscheidungen gegen den somalischen Schiedsrichter Omar Artan und einige Mitglieder des iranischen Fußball-Verbandes verteidigt. Es seien „keine Spieler und keine Trainer abgelehnt worden“, sagte der WM-Verantwortliche des Weißen Hauses, Andrew Giuliani: „Es handelt sich um einige Offizielle – und das mit gutem Grund“.Das Ziel sei es, „dass Personen mit böswilligen Absichten, die (...) unter dem Deckmantel der Fußball-Weltmeisterschaft ins Land zu gelangen versuchen, keinen Zugang zu den Vereinigten Staaten erhalten“, fügte er hinzu. Ein Vertreter des US-Außenministeriums teilte der Nachrichtenagentur AFP am späten Dienstag mit, Schiedsrichter Artan stehe „mit mutmaßlichen Mitgliedern terroristischer Organisationen in Verbindung“, weshalb er „für die Einreise in die Vereinigten Staaten nicht zugelassen“ sei.Artan selbst hatte im Gespräch mit der New York Times betont, dass er „die richtigen Unterlagen und alles“ gehabt habe: „Ich hatte das richtige Visum“, betonte der Somalier, der am Flughafen von Miami abgewiesen worden war: „Ich glaube, dass sie ein Problem mit meinem Land haben.“ Nach eigenen Angaben war er am Flughafen elf Stunden befragt und anschließend in eine Einzelzelle gebracht worden. Anschließend habe er nach Istanbul reisen müssen – laut Artan habe er keine Begründung von den Beamten erfahren.Giuliani betonte, er könne keine Details verraten. „Der gesamte iranische Trainerstab reist an“, doch es gebe „einige iranische Funktionäre, die nicht ins Land kommen – wiederum aus sehr gutem Grund“. Es gebe „einige Leute, die behaupten, Trainer zu sein, es aber womöglich gar nicht sind.“Die Iraner hatten ihr WM-Quartier nach Mexiko verlegt, ursprünglich wollten sie sich während des Turniers in den USA aufhalten. An die Auflage, am Spieltag an- und wieder abzureisen, wollen sie sich nicht halten. „Gemäß des FIFA-Programms wird die Mannschaftsdelegation mit einem Charterflug in die Vereinigten Staaten reisen“, erklärte Amir Mehdi Alavi, Sprecher des iranischen Verbandes, in einer Meldung der iranischen Nachrichtenagentur ISNA. „Die Mannschaft wird einen Tag vor dem Spiel gegen Neuseeland am Austragungsort eintreffen, für die beiden darauffolgenden Partien werden wir bereits zwei Tage vor Spielbeginn vor Ort sein“, fügte er hinzu. (sid) Die deutschen Fußball-Nationalspieler haben angesichts der hohen Preise für Bus- und Bahnfahrten in New York während der WM für 600 Fans einen kostenlosen Transport zum letzten Gruppenspiel organisiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur übernehmen Kapitän Joshua Kimmich und seine Kollegen für die Partie am 25. Juni gegen Ecuador in East Rutherford die Kosten für Busse, welche die Anhänger von New York aus zur Arena in New Jersey bringen.Um ein Gratis-Ticket zu bekommen, muss man Mitglied des Fan-Clubs Nationalmannschaft sein. Sollten sich mehr Anhänger anmelden, als Plätze zur Verfügung stehen, werden die Plätze per Los vergeben. Die DFB-Elf reagiert damit auf die Diskussion um die bei der WM in manchen Spielorten stark gestiegenen Preise im öffentlichen Transportwesen.Die Verkehrsgesellschaft NJ Transit hatte die Preise für Fahrten zwischen New York und East Rutherford zuvor nach heftiger Kritik zwar wieder gesenkt. Sie sind aber weiterhin deutlich höher als vor und nach dem WM-Turnier. Der Preis für die Sondertickets sank von zunächst 150 Dollar auf nun 98 Dollar für Hin- und Rückfahrt. Regulär kostet die Strecke nach offiziellen Angaben normalerweise rund 12,90 Dollar. Eine Busfahrt soll mittlerweile 20 statt der einst geplanten 80 Dollar für Hin- und Rückweg kosten. 600 DFB-Fans können nun aber gratis fahren. (dpa)Irans Nationalmannschaft wird ohne die geplante Generalprobe in die Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA starten. Das offenbar für Donnerstag angesetzte Testspiel gegen Grenada in Tijuana ist abgesagt worden. Die Mannschaft des Inselstaats begründete den Rückzug laut der iranischen Nachrichtenagentur INSA mit einer unzureichenden Vorbereitung.Es ist bereits das zweite Testspiel des Irans, das abgesagt wurde. In früheren Planungen sollte die Mannschaft in den USA auf Puerto Rico treffen. Dieses Spiel wurde gestrichen, nachdem das Trainingslager von den USA nach Mexiko verlegt worden war.Die iranische Auswahl trifft jeweils in Los Angeles am 16. Juni (3.00 Uhr MESZ) auf Neuseeland sowie am 21. Juni (21.00 Uhr MESZ) auf Belgien. Das dritte Vorrundenspiel findet am 27. Juni (5.00 Uhr MESZ) in Seattle gegen Ägypten statt. (dpa)Die französische Großstadt Clermont-Ferrand verhängt während der Fußball-Weltmeisterschaft eine Ausgangssperre für Jugendliche unter 16 Jahren, um Ausschreitungen zu verhindern. Nachdem es in der Stadt nach dem Champions-League-Sieg von Paris Saint-Germain Ende Mai sowie an dem darauffolgenden Wochenende zu Krawallen unter Beteiligung zahlreicher Jugendlicher gekommen war, wolle die Stadt nun Sicherheitsmaßnahmen treffen, kündigte Bürgermeister Julien Bony an, wie französische Medien berichteten. Die Ausgangssperre soll von 23.00 Uhr bis 7.00 Uhr morgens für Jugendliche ohne Begleitung durch einen Erwachsenen gelten. „Ich treffe diese Maßnahme nicht gerne, aber ich tue es in voller Verantwortung. Es handelt sich in erster Linie um eine Schutzmaßnahme für die Jüngsten und um eine Maßnahme, die die Eltern in die Pflicht nimmt“, sagte der Bürgermeister. „Minderjährige haben zu dieser Uhrzeit nichts auf der Straße zu suchen. Es ist nicht mehr hinnehmbar, dass Horden von Minderjährigen unsere Ordnungskräfte oder die Terrassen der Gastronomen angreifen“, sagte Bony. „Wir werden das nicht tolerieren. Das ist der Sinn dieses Erlasses.“Um Ausschreitungen im Umfeld der Fußball-WM zu verhindern, untersagte Clermont-Ferrand auch sämtliche Übertragungen der Spiele im Freien, etwa im Außenbereich von Gaststätten. Public Viewing-Veranstaltungen würden nicht genehmigt, auch nicht wenn Frankreich das Finale erreicht, hieß es.Insbesondere im Großraum Paris, aber auch in anderen Großstädten war es nach dem PSG-Sieg zu Ausschreitungen gekommen, hinter denen die Behörden Krawallmacher abseits der eigentlichen Fußballfans vermuten. Landesweit gab es knapp 900 Festnahmen. (dpa)Wenige Tage vor dem Beginn der Fußballweltmeisterschaft hat die Polizei bei Lehrerprotesten in Mexiko-Stadt Sprengstoff sichergestellt. In einem Bus von anreisenden Demonstranten seien 59 Sprengsätze entdeckt worden, teilte das Innenministerium mit.„Wir befürworten friedliche Demonstrationen, aber die Bevölkerung darf durch den Einsatz von Sprengkörpern bei Protesten nicht gefährdet werden“, sagte der Staatssekretär für Menschenrechte im Innenministerium, Arturo Medina.Seit Tagen demonstrieren radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE für die Rücknahme einer umstrittenen Rentenreform. Sie blockieren Hauptstraßen in Mexiko-Stadt und haben im historischen Zentrum der Hauptstadt ein Zeltlager errichtet.In der vergangenen Woche kam es bereits zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Mit einem Konzert und dem Auftaktspiel zwischen Gastgeber Mexiko und Südafrika wird am Donnerstag die Fußball-WM in Mexiko-Stadt eröffnet. (dpa) Der für die Fußball-WM vorgesehene somalische Schiedsrichter Omar Artan ist nach seiner verweigerten Einreise in die USA „sehr, sehr enttäuscht“. Er sei „einfach nur ein Schiedsrichter“, der versuche, sich mit der WM-Teilnahme den größten Traum seines Lebens zu erfüllen, sagte er der „New York Times“. Formelle Fehler seien ihm nicht unterlaufen: „Ich hatte die richtigen Papiere und alles andere. Ich hatte das richtige Visum.“Der 2025 von der Afrikanischen Fußball-Konföderation (CAF) als Schiedsrichter des Jahres ausgezeichnete Referee habe zudem FIFA-Unterlagen sowie Nachweise über seine mehr als zehnjährige Karriere als Profi-Schiedsrichter vorgelegt. „Ich denke, sie haben ein Problem mit meinem Land“, sagte Artan weiter.Die USA hatten dem Schiedsrichter die Einreise verweigert. Der Referee werde deshalb nicht bei der Weltmeisterschaft trainieren und im Einsatz sein können, teilte der Weltverband FIFA auf dpa-Anfrage mit. Man sei von den Behörden informiert worden, dass sich der Status von Artan derzeit nicht ändern werde.Die Grenzschutzbehörde CBP hatte entschieden, dass ein Reisender aus Somalia, „ein Schiedsrichter für die FIFA-Weltmeisterschaft, aufgrund von Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung nicht einreiseberechtigt war, und ihm wurde die Einreise verweigert“, hieß es in einer Stellungnahme der Behörde. Artan wurde darin nicht namentlich genannt, ist aber der einzige WM-Schiedsrichter aus Somalia.Artan wollte den Angaben zufolge am Samstag in Miami in die USA einreisen. Der „New York Times“ schilderte er, seine Reise habe in Nairobi begonnen, wo er auf die erforderlichen Reisedokumente gewartet habe. Anschließend sei er über Istanbul nach Miami geflogen, um an einem Vorbereitungstreffen der FIFA-Schiedsrichter teilzunehmen. (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software