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WM 2026: Iranischer Sportminister droht mit Abbruch von WM-Spielen Senegal-Team nach Gerücht: Keine Schikane bei US-Einreise +++ Blau-gelbes Meer: Schwedischer Verband plant Trikot-Gag +++ Der WM-Newsblog.
10.06.2026 - 15:13 Uhr Artikel anhörenIranische Fußball-Fans in Teheran: Das Regime fürchtet Proteste der persischen Diaspora bei dem Auftritten der Nationalmannschaft in den USA. Foto: Vahid Salemi/AP/dpaIranischer Sportminister droht mit Abbruch von WM-SpielenKurz vor dem WM-Start hat der Iran mit einem Spielabbruch gedroht, wenn es bei Auftritten des Teams in den Stadien zu Protesten der persischen Diaspora gegen die islamische Führung kommen sollte. „Wir haben der Fifa bereits mitgeteilt, dass die Verantwortlichen des Teams das Spiel abbrechen würden, sobald wir in den Stadien politische Parolen hören“, warnte Sportminister Ahmed Donjamali.Der iranische Fußballverband habe den Weltverband zudem mehrfach aufgefordert sicherzustellen, dass iranische Zuschauer ausschließlich die offizielle Flagge der Islamischen Republik ins Stadion bringen dürfen – und nicht die von monarchistischen Oppositionsgruppen bevorzugte alte Flagge mit Löwen- und Sonnenemblempersische Flagge, die als Symbol der Ablehnung des islamischen Systems im Iran gilt. Auch in diesem Fall würde das Team das Spielfeld verlassen, so der Minister laut Sportportal Varzesh3. Beobachter bezweifeln, dass ein solches Verbot durchsetzbar wäre.Zudem finden zwei der drei Vorrundenspiele des Iran in Los Angeles statt. Dort lebt der Großteil der fast zwei Millionen Menschen umfassenden persischen Diaspora in den USA. Die Stadt wird daher auch „Tehrangeles“ oder „Irangeles“ genannt. Für viele von ihnen bietet die WM die ideale Plattform, um ihren Protest gegen die iranische Führung weltweit sichtbar zu machen.Überschattet wird die WM-Teilnahme des Iran vom militärischen Konflikt mit den USA. Wegen Einreisebeschränkungen hatte der iranische Verband sein Teamquartier aus dem US-Bundesstaat Arizona ins südlich von San Diego gelegene Tijuana in Mexiko verlegt. Nach Angaben des iranischen Botschafters in Mexiko darf die Mannschaft nur an den Spieltagen für ihre WM-Partien in die USA einreisen.Senegal-Team nach Gerücht: Keine Schikane bei US-EinreiseDas senegalesische WM-Team hat Berichte über Probleme bei der Einreise in die USA zurückgewiesen. Die Mannschaft sei nicht bei einer Sicherheitskontrolle auf dem Rollfeld schikaniert worden. In einer Mitteilung auf der Plattform X hieß es, das in sozialen Medien zirkulierende Video sei nicht bei der Landung des Teams in San Antonio entstanden, sondern beim Abflug in Raleigh. Die Spieler seien direkt aus dem Hotel auf das Rollfeld gefahren worden, um Zeit zu sparen. Die obligatorische Sicherheitskontrolle sei daher nicht im Terminalgebäude, sondern vor dem Flugzeug vorgenommen worden. Dieses Vorgehen habe dem Team Zeit im Flughafen und im Boarding-Bereich erspart, hieß es.Das Video hatte in Senegal Schikane des westafrikanischen Teams befürchten lassen, nachdem zuvor unter anderem dem somalischen Schiedsrichters Omar Artan die Einreise in die USA verweigert worden war. Somalia gehört zu den 39 Staaten, deren Staatsangehörige von den verschärften Einreisebestimmungen der US-Regierung von Präsident Donald Trump betroffen sind.Umfrage: Fußball-WM bringt kein Konsum-FeuerwerkDie Fußball-Weltmeisterschaft versetzt die Deutschen nicht in Konsumlaune. Nur knapp jeder Fünfte will Fanartikel kaufen, geht aus einer Umfrage des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) unter mehr als 1000 Männern und Frauen hervor. Zehn Prozent gaben an, wegen der an diesem Donnerstag beginnenden WM neue technische Geräte wie Fernseher oder Beamer kaufen zu wollen. Am ehesten würden die Leute noch im eigenen Haus häufiger kochen oder grillen, mehr Getränke konsumieren (jeweils 27 Prozent) oder Lieferdienste nutzen (20 Prozent). Etwa jeder Dritte plant, Spiele beim Public Viewing oder in der Gastronomie anzuschauen.„Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass von der Weltmeisterschaft nur begrenzte Konsumimpulse ausgehen werden“, sagte NIM-Forschungsdirektor Sebastian Goerg. Zwar zeigten insbesondere Familien mit Kindern sowie Personen mittleren Alters und höheren Einkommens eine etwas höhere Bereitschaft, Geld für Fanartikel, neue Fernseher oder Gastronomiebesuche auszugeben. „Insgesamt gibt jedoch bei allen abgefragten Konsumbereichen mindestens die Hälfte der Bevölkerung an, ihre Ausgaben nicht steigern zu wollen“, sagte der Experte. Die WM dürfte damit für einzelne Verbrauchergruppen durchaus wirtschaftliche Impulse setzen. „Ein breiter konsumbezogener Effekt für die Gesamtbevölkerung ist jedoch nicht zu erwarten“, betonte Goerg.Die Umfrage zeigt zudem, dass das Interesse an dem Turnier in den Gastgeberländern USA, Kanada und Mexiko gedämpft ist. 30 Prozent wollen die WM auf jeden Fall live schauen, 22 Prozent wahrscheinlich. Jeder Dritte ist sich relativ sicher, die WM nicht live verfolgen zu wollen – „ein ähnlich niedriger Wert wie bei der umstrittenen Weltmeisterschaft 2022 in Katar“, sagte NIM-Experte Goerg. Neben fehlendem Interesse an Fußball als Hauptgrund spielten dabei auch politische Vorbehalte eine Rolle. „Jeder Zwanzigste gibt an, die WM bewusst boykottieren zu wollen“, so der Forscher. Hinzu kämen eine fehlende Turnierstimmung und für manche ungünstige Übertragungszeiten.Blau-gelbes Meer: Schwedischer Verband plant Trikot-GagMit Filmstars, Rappern und Sportgrößen wirbt Schweden für eine landesweite Trikot-Aktion. Der Verband setzt auf Gemeinschaftsgefühl und Stolz vor dem WM-Start.Ganz Schweden in den Nationalfarben gelb und blau und das „von der nördlichsten Spitze Schwedens bis in den Süden und bis hin nach Monterrey“. Klingt skurril? Zumindest etwas schräg wirkt es schon, was sich der schwedische Fußballverband zusammen mit einem Sponsor kurz vor dem WM-Start ausgedacht hat.Zwölf Stunden vor dem schwedischen WM-Auftakt im mexikanischen Monterrey gegen Tunesien am kommenden Montag (4 Uhr MESZ) soll eine Trikot-Zeremonie den WM-Countdown des WM-Dritten von 1994 einläuten. Dazu soll tatsächlich jeder Schwede am Sonntag um 16 Uhr MESZ ein Nationaltrikot überstreifen. Die Schweden, die gar kein blau-gelbes Jersey haben, sollen dafür vom Sponsor mit einem Trikot versorgt werden. Wie das genau funktionieren soll, blieb unklar. „Wir hoffen auf ein Meer aus Gelb und Blau auf den Straßen und Plätzen sowie in den Sozialen Medien. Das stärkt sowohl das Gemeinschaftsgefühl als auch den Stolz auf die schwedische Männer-Nationalmannschaft“, sagt Stefan Abelsted vom schwedischen Fußballverband jedoch.Um die Nation auf das Event einzuschwören, ist ein Film produziert worden. In diesem werben Hollywood-Schauspieler Peter Stormare, Rapper Petter Alexis sowie unter anderem die Olympia-Goldmedaillengewinner Ebba Andersson und Walter Wallberg für die ungewöhnliche Aktion.Schwedischer Fußball-Fan: Aufruf zu „Alle in Blau-Gelb!“ dpaWM-Schiedsrichter aus Somalia darf nicht in USA einreisenDie USA haben dem für die Fußball-WM vorgesehenen Schiedsrichter Omar Artan aus Somalia die Einreise verweigert. Der Referee werde deshalb nicht bei der Weltmeisterschaft trainieren und im Einsatz sein können, teilte der Weltverband FIFA auf dpa-Anfrage mit. Man sei von den Behörden informiert worden, dass sich der Status von Artan derzeit nicht ändern werde. Die Grenzschutzbehörde CBP hatte entschieden, dass ein Reisender aus Somalia, „ein Schiedsrichter für die Fifa-Weltmeisterschaft, aufgrund von Bedenken im Rahmen der Sicherheitsüberprüfung nicht Einreise berechtigt war, und ihm wurde die Einreise verweigert“, hieß es in einer Stellungnahme der Behörde. Artan wurde darin nicht namentlich genannt, ist aber der einzige WM-Schiedsrichter aus Somalia. Artan wollte den Angaben zufolge von Istanbul kommend am Samstag in Miami in die USA einreisen. Dabei sei eine weitergehende Überprüfung für notwendig erachtet worden. Jede Einreiseerlaubnis sei eine Einzelfallentscheidung und Beamte der CBP seien befugt, Reisende zu befragen, zu durchsuchen und Entscheidungen im Einklang mit den Gesetzen der USA zu treffen.Absage des Gegners: Iran ohne Generalprobe vor WM-AuftaktIrans Nationalmannschaft wird ohne die geplante Generalprobe in die Fußball-WM in Mexiko, Kanada und den USA starten. Das offenbar für Donnerstag angesetzte Testspiel gegen Grenada in Tijuana ist abgesagt worden. Die Mannschaft des Inselstaats begründete den Rückzug laut der iranischen Nachrichtenagentur INSA mit einer unzureichenden Vorbereitung.Es ist bereits das zweite Testspiel des Irans, das abgesagt wurde. In früheren Planungen sollte die Mannschaft in den USA auf Puerto Rico treffen. Dieses Spiel wurde gestrichen, nachdem das Trainingslager von den USA nach Mexiko verlegt worden war.Die iranische Auswahl trifft jeweils in Los Angeles am 16. Juni (3.00 Uhr MESZ) auf Neuseeland sowie am 21. Juni (21.00 Uhr MESZ) auf Belgien. Das dritte Vorrundenspiel findet am 27. Juni (5.00 Uhr MESZ) in Seattle gegen Ägypten statt.Cheerleader-Jubel zum Empfang des DFB-Teams in Winston-SalemMit schwarz-rot-goldenen Cheerleader-Pompons und großem Jubel ist die Fußball-Nationalmannschaft in ihrem WM-Quartier in Winston-Salem empfangen worden. Julian Nagelsmann und seine Spieler liefen durch ein Spalier des Hotel-Personals am „The Graylyn Estate“. Auf Schildern stand „Viel Erfolg“ und „Auf geht's Deutschland“. Rekordtorwart Manuel Neuer filmte die Willkommens-Zeremonie sichtlich erfreut per Handy.Am Eingang zu dem weitläufigen Areal des luxuriösen Hotels säumten zahlreiche Fans die Straße, als der schwarze Bus mit DFB-Kapitän Joshua Kimmich und dessen Kollegen vorbeifuhr. Zuvor war die DFB-Auswahl nach einem rund zweistündigen Flug aus Chicago kommend auf dem Smith Reynolds Airport gelandet. Auf dem Rollfeld wurde die Maschine mit Fontänen der Flughafen-Feuerwehr begrüßt.Ankunft des DFB-Busses an der Einfahrt zum Quartier in Winston-Salem. dpaPlatini zeigt Infantino an – Vorwurf der VerschwörungDer frühere Uefa-Präsident Michel Platini hat in Frankreich Strafanzeige gegen Fifa-Präsident Gianni Infantino sowie fünf weitere frühere Schweizer Justiz- und Fußballfunktionäre eingereicht. Das teilte ein Sprecher Platinis wenige Tage vor dem Beginn der WM in den USA, Kanada und Mexiko mit. Nach Ansicht des 70-Jährigen habe es eine Verschwörung gegeben, um seine Wahl zum Fifa-Präsidenten vor über zehn Jahren zu verhindern.Der ehemalige französische Nationalspieler wirft den Beschuldigten demnach unter anderem falsche Anschuldigungen und unzulässige Einflussnahme vor. Neben der Strafanzeige wollen Platinis Anwälte auch eine Zivilklage gegen die Fifa auf Schadenersatz einreichen. Ähnliche Vorwürfe hatte Platini bereits 2022 gegenüber den Schweizer Behörden erhoben.Statt Platini stieg Infantino zum Fifa-Boss aufInfantino war 2016 zum Präsidenten des Weltverbands gewählt worden. Zuvor hatte er als Generalsekretär der Europäischen Fußball-Union Uefa unter dem damaligen Präsidenten Platini gearbeitet. Der Franzose galt lange als Favorit auf die Nachfolge des damaligen Fifa-Präsidenten Sepp Blatter.Platini und Blatter gerieten jedoch 2015 wegen einer Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken an Platini ins Visier der Schweizer Justiz. Beide wurden in einem Verfahren wegen mutmaßlichen Betrugs zulasten der Fifa angeklagt, jedoch im vergangenen Jahr in einem Berufungsverfahren rechtskräftig freigesprochen.UN-Klimasekretariat warnt vor extremer Hitze bei Fußball-WMDas UN-Klimasekretariat warnt vor extremer Hitze bei der Fußball-WM in den USA, Kanada und Mexiko. „Die Fifa-Weltmeisterschaft 2026, das größte Turnier in der Geschichte des Fußballs, wird in einer Zeit stattfinden, in der extreme Hitzewellen aufgrund des sich verschärfenden Klimawandels zunehmen und Milliarden Menschen weltweit davon betroffen sind“, teilte das Klimasekretariat zu Beginn einer zehntägigen Klimakonferenz in Bonn mit. „Es ist davon auszugehen, dass diese extreme Hitze ein prägendes Element des Turniers sein wird – auf dem Spielfeld, auf den Tribünen, rund um die Stadien und in den Austragungsorten.“ Es werde erwartet, dass etwa jedes vierte Spiel bei gefährlicher Hitze ausgetragen werde. Während die Spieler immerhin intensiv medizinisch betreut würden, seien die Fans in den Stadien weitgehend auf sich selbst gestellt. „Die größte Gefahr kann außerhalb des Stadions lauern“, warnten die UN-Experten. „In Fan-Zonen, Warteschlangen, auf Verkehrswegen, auf Parkplätzen und bei Feierlichkeiten im Freien können Menschen stundenlang gefährlicher Hitze ausgesetzt sein.“Auch TV-Zuschauer werden Auswirkungen der Hitze bemerkenAber auch wer das Turnier nur am Fernseher verfolge, werde bemerken, wie sich das veränderte Klima auf das Event auswirke. Möglicherweise werde das Tempo mancher Begegnungen geringer sein, weil die Spieler ihre Kräfte schonen müssten. Wahrscheinlich seien auch frühere Auswechslungen, Trinkpausen und der Einsatz von Kühlhandtüchern. 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