Sie sollen ihn immer wieder misshandelt haben, im Skilager sei ihr zwölf Jahre alter Sohn wiederholt mit einem Gürtel geschlagen worden. Blutergüsse an Schenkeln und Rücken sollen die Folge gewesen sein – und seelische Verletzungen, auch wegen eines Videos von den Misshandlungen, das über soziale Medien verbreitet wurde. Ihr Sohn, beklagt sich die Mutter in der Bild, habe wochenlang unter Schlafstörungen, Bauchschmerzen und Übelkeit gelitten.Nun ermittelt die Polizei wegen der Vorwürfe an einer Mittelschule in Memmingen, auch das bayerische Kultusministerium ist eingeschaltet und betont: „Gewalt und Mobbing jeder Art haben an Bayerns Schulen keinen Platz! Es gilt Null-Toleranz.“SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnierenVon Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.Beamte des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West ermitteln wegen des Anfangsverdachts der Nötigung, Körperverletzung und der Verletzung des Intimbereichs durch Bildaufnahmen. Laut einem Sprecher gelten zwei 13-Jährige als Tatverdächtige, sie sind strafunmündig. Zum konkreten Geschehen will das Ministerium „aus Fürsorge für die noch minderjährigen Schüler“ keine Angaben machen. Nur so viel: Die Vorwürfe beziehen sich auf mutmaßliche Übergriffe während eines Skilagers im Februar 2026. Laut Medienberichten ist der mutmaßliche Haupttäter an eine andere Schule versetzt worden.Das städtische Jugendamt hat seine Unterstützung zugesagtEs seien Sicherungs- und Ordnungsmaßnahmen gegen die beschuldigten Siebtklässler getroffen worden, um erzieherisch auf sie einzuwirken und betroffene Schüler zu schützen, teilt dazu das Kultusministerium mit. Es hat die Kommunikation zu dem Fall von Schule und regionaler Schulaufsicht übernommen. Versäumnisse oder eine Verletzung der Aufsichtspflicht der Lehrer im Skilager habe es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben. Die Jugendsozialarbeit habe sich der betroffenen Schüler angenommen, das städtische Jugendamt habe Unterstützung zugesagt.„Es ist selbstverständlich, dass dieser Vorfall lückenlos aufgeklärt werden muss“, heißt es im Kultusministerium. „Wir setzen alles daran, die Sicherheit und das Wohlbefinden all unserer Schülerinnen und Schüler zu gewährleisten.“ Ein Sprecher betont, dass die Politik auf präventive Maßnahmen setze, um Mobbing an bayerischen Schulen im besten Fall gar nicht erst entstehen zu lassen. Wer dennoch betroffen sei, für den gebe es an verschiedenen Stellen zielgerichtete Unterstützung. „Durch klare Kommunikation muss deutlich gemacht werden, dass Mobbing und Gewalt ein konsequentes Einschreiten nach sich zieht.“
Mittelschule in Memmingen: 13-Jährige sollen Mitschüler ausgepeitscht haben
Nach einem Besuch im Skilager ermittelt die Polizei wegen der Übergriffe mit einem Gürtel. Ein mutmaßlicher Täter ist offenbar an eine andere Schule versetzt worden.







