Das Gruppenspiel gegen Katar wird für Kanada zu einem Trainingsspielchen. Der Co-Gastgeber landet mit einem Torfest den ersten Sieg bei einer Fußball-WM überhaupt und lässt sich auch von einer schweren Verletzung von Ismael Koné nicht ausbremsen.Das schwere Foul am Kanadier Ismael Koné beschäftigt auch die deutsche Schiedsrichterbranche. Manuel Gräfe fordert eine härtere Linie der Unparteiischen. Außerdem: 50.000 schottische Fans bevölkern Boston. Alle News im WM-Ticker.Die Fußball-Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko nimmt Fahrt auf. Bleiben Sie hier auf dem Laufenden über alles Wichtige rund um das Turnier und die deutsche Nationalmannschaft. 16:11 Uhr – Freitag, 19. Juni„Man muss den Spielern Grenzen setzen“, fordert GräfeDas Foul am Kanadier Ismael Koné beim 6:0-Sieg gegen Katar hat eine Diskussion über die Schiedsrichterlinie bei der WM entfacht. „Man muss den Spielern Grenzen setzen. Es ist nicht immer Absicht. Es ist meistens Fahrlässigkeit. Aber man muss manchmal eben präventiv agieren. Hier waren die Fifa und Pierluigi Collina zu nachsichtig“, sagte Ex-Schiedsrichter Manuel Gräfe der „Bild“ in Richtung des Chefs der Schiedsrichterkommission. Seit Collinas Amtsantritt 2017 habe es bei Weltmeisterschaften nur wenige Rote Karten gegeben, sagte Gräfe und verwies auf einige Platzverweise nach Notbremsen und Handspielen sowie einen nach einer Tätlichkeit, aber keinen für ein brutales oder ernsthaftes Foulspiel. Daraus ergebe sich Handlungsbedarf. Ein großzügigerer Umgang im Sinne des Spielflusses sei grundsätzlich richtig, „aber was sein muss, muss sein“, betonte der 52-Jährige.Kanadas Nationaltrainer Jesse Marsch lobt nach dem Spiel die Mentalität und Leistung seines Teams. Besonders hebt er Ismaël Koné hervor, der trotz Verletzung ein Vorbild für die Mannschaft sei. „Er hat eine großartige Zukunft“14:27 Uhr – Freitag, 19. JuniUS-Flugsicherheit warnt vor Ranchdressing im HandgepäckGäste der WM haben in den USA offenbar ein besonderes Mitbringsel für sich entdeckt: Ranch-Dressing. Die helle Sauce ist unter ausländischen Besuchern inzwischen so gefragt, dass die amerikanische Flugsicherheitsbehörde TSA Reisende daran erinnert, Flaschen mit Ranch-Dressing im aufgegebenen Gepäck zu verstauen.In einem Instagram-Beitrag nahm die TSA die neue Begeisterung der Reisenden für Ranch-Dressing mit Humor – und verwies zugleich auf die geltenden Regeln für Flüssigkeiten im Handgepäck. Die Behörde nutzte den Beitrag zudem, um zu erklären, wie Saucen durch die Sicherheitskontrolle mitgeführt werden dürfen.13:11 Uhr – Freitag, 19. JuniTrainer der Türkei fordert Respekt einMit ruhiger Stimme, aber deutlichen Worten hat Vincenzo Montella die teils heftige Kritik an der türkischen Nationalmannschaft nach der Auftaktniederlage gegen Australien verurteilt. „Dieses Chaos enttäuscht mich sehr. Diese Mannschaft hat in den letzten drei Jahren großartige Ergebnisse erzielt und ich finde, wir verdienen ein bisschen mehr Respekt nach dem ersten Spiel, auch wenn wir es besser hätten machen können“, sagte der türkische Nationalcoach vor der wichtigen Partie gegen Paraguay am Samstag (05.00 Uhr/MagentaTV).12:04 Uhr – Freitag, 19. JuniIran beschwert sich bei der FifaWegen der knappen An- und Abreiseregelungen für sein Team möchte sich der iranische Fußballverband bei der Fifa beschweren. Die Beschränkungen für das eigene Team seien nicht vereinbar mit den Grundsätzen zur Schaffung gleicher Bedingungen für die teilnehmenden Teams, schrieb der Verband in einer Stellungnahme. Irans Trainer und Spieler durften zum Auftaktspiel gegen Neuseeland in Inglewood im US-Bundesstaat Kalifornien nur am Vortag anreisen. Auch für die für Sonntag geplante Partie gegen Belgien sei eine Anreise zwei Tage früher nicht erlaubt worden.Der Iran ist der wohl umstrittenste Teilnehmer bei dieser Weltmeisterschaft. Im ersten Spiel trifft das Team auf die Nationalmannschaft aus Neuseeland und kommt nach Rückstand zweimal zurück.10:55 Uhr – Freitag, 19. JuniEntsetzen nach Falschmeldung über Messis VaterNach einer fatalen Falschmeldung über Lionel Messis Vater Jorge hat sich die argentinische Schauspielerin und Moderatorin Florencia Peña bei der Familie des Fußball-Superstars öffentlich entschuldigt. In einer Sendung des Streamingdienstes Luzu TV hatte sie behauptet, Jorge Messi sei gestorben. Die an der Falschinformation beteiligten Mitarbeiter wurden entlassen, teilte Luzu TV mit. Peña beendete von sich aus die Zusammenarbeit, hieß es von beiden Seiten.09:01 Uhr – Freitag, 19. JuniStädtepartnerschaft zwischen Boston und GlasgowDie neue Liebesbeziehung zwischen Boston und Schottland soll nicht mit der Fußball-WM enden. Die Hauptstadt des US-Bundesstaates Massachusetts, die in den vergangenen Tagen von zehntausenden schottischen Fans in Beschlag genommen wurde, und Glasgow wollen ab dem kommenden Jahr offiziell eine Städtepartnerschaft eingehen. Im April soll die Partnerschaft beim traditionellen Tartan Day in den USA besiegelt werden. Der Tartan Day würdigt die historischen Beiträge und das kulturelle Erbe der schottisch-stämmigen Amerikaner. Die Fans der „Bravehearts“ nennen sich selbst Tartan Army. Schottlands Nationalmannschaftskapitän Andrew Robertson hatte zuvor die Begeisterung der Gastgeber für die schottischen Fans hervorgehoben: „Boston hat sich in sie verliebt. Jeder, der die Tartan Army trifft, verliebt sich in sie“, sagte er. Weil Schottland zwei Vorrundenspiele in Boston austrägt, sollen inzwischen rund 50.000 Fans aus der Heimat über den Atlantik geflogen sein. Es wird befürchtet, dass die Biervorräte knapp werden. Wirte berichten, dass sie einen derartigen Alkoholkonsum noch nie erlebt haben. „Sie trinken einfach alles“, erzählte einer. Seit Tagen prägen die Schotten das Stadtbild. „Wir wünschten, wir könnten euch für immer hier behalten. Bleibt für immer. Diese Partnerschaft versichert euch, dass ihr Boston immer als euer Zuhause betrachten könnt. Wir wollen, dass ihr wiederkommt. Wieder und wieder und wieder“, sagte Bostons Bürgermeisterin Michelle Wu.Die schottische Nationalmannschaft feiert einen gelungenen Auftakt in die Weltmeisterschaft. Gegen Haiti sichert McGinn den Schotten den lange ersehnten Sieg. Sehen Sie die Highlights der Partie hier im Video.05:13 Uhr – Freitag, 19. JuniMexiko in der K.-o.-RundeMitgastgeber Mexiko ist als erste Mannschaft in die K.-o.-Runde eingezogen. Nach einem groben Torwartpatzer kam „El Tri“ in Zapopan gegen Südkorea zu einem 1:0 (0:0) und steht vorzeitig als Gewinner der Gruppe A fest. Das einzige Tor der Partie erzielte Luis Romo (50. Minute).Im zweiten Gruppenspiel trifft Mexiko auf die Mannschaft aus Südkorea. Der Sieger der Partie qualifiziert sich sicher für die nächste Runde der Weltmeisterschaft. Die Highlights im Video.03:47 Uhr – Freitag, 19. JuniEnglische Mannschaft entspannt beim BaseballEnglands Nationaltrainer Thomas Tuchel hat auch beim Baseball eine gute Figur abgegeben. Beim Heimspiel der Kansas City Royals gegen die St. Louis Cardinals durfte der 52-Jährige den ersten Wurf ausführen.In einem weiß-blauen Royals-Trikot mit der Nummer 26 und seinem Namen wusste Tuchel durchaus zu überzeugen. Englands Kapitän Harry Kane klatschte begeistert mit seinem Coach ab. „Großartiger Erholungstag mit den Jungs beim Baseball“, schrieb der Bayern-Torjäger bei X. „Ich würde es eines Tages liebend gerne einmal mit dem Schlagen versuchen.“02:29 Uhr – Freitag, 19. JuniUS-Trainer wird wegen Messi-Vater emotionalUS-Trainer Mauricio Pochettino hat die Pressekonferenz zum Spiel gegen Australien für ein paar emotionale Worte an seinen ehemaligen Spieler Lionel Messi genutzt. „Ich möchte ihm all meine Unterstützung zusenden, weil er in einer schwierigen familiären Situation ist“, sagte Pochettino. „Ich kenne ihn und seine Familie aus unserer Zeit in Paris. Ich möchte seiner Familie meine besten Wünsche übermitteln.“Hintergrund dieser Aussagen ist, dass Messis Vater nach Angaben der Familie aktuell „unter medizinischer Beobachtung“ steht und deshalb auch das erste WM-Spiel und die drei Tore seines Sohnes gegen Algerien (3:0) verpasste. Pochettino und Messi arbeiteten in der Saison 2021/22 bei Paris Saint-Germain zusammen.02:02 Uhr – Freitag, 19. JuniKanada feiert deutlichen ErfolgKanada hat mit einem Torfest den ersten Sieg bei einer Fußball-WM überhaupt gelandet und sich auch von einer schweren Verletzung von Ismael Koné nicht ausbremsen lassen. Das Team von Trainer Jesse Marsch besiegte Außenseiter Katar in Vancouver deutlich mit 6:0 (3:0) und braucht im letzten Vorrundenspiel gegen die Schweiz ein Remis, um die Gruppe B auf Platz eins zu beenden. Die schwere Verletzung des Kanadiers Ismael Koné hat das WM-Vorrundenspiel des Co-Gastgebers gegen Katar überschattet. Der 24-Jährige musste nach einem Foul seines Gegenspielers Assim Madibo mit einer Trage vom Feld gebracht werden. Die Szene im Video.00:11 Uhr – Freitag, 19. JuniÄnderung nach Tuchels Hymnen-ÄrgerNach Thomas Tuchels Ärger über Fotografen sollen Trainer während der Nationalhymne künftig freien Blick auf ihre Spieler haben. Fotografen hatten Englands Trainer während des besonderen Moments unmittelbar vor dem 4:2-Sieg gegen Kroatien die Sicht auf sein Team versperrt. „Ich flehe die Fifa an, die Position der Fotografen während der Nationalhymnen zu ändern“, hatte der 52-Jährige nach dem ersten WM-Spiel seiner Karriere gesagt. Die Bitte blieb nicht ungehört. Die Fifa hat einen Kompromiss für die betroffenen Spiele in Stadien mit beengten Platzverhältnissen gefunden.Fotografen sollen nach dpa-Informationen zwar dort künftig auf der bisherigen Position bleiben, aber etwas enger zusammenrücken. Die Trainerstäbe aber können sich demnach während der Nationalhymne jeweils etwas an der Seitenlinie entlang links beziehungsweise rechts positionieren und hätten dann keinen Fotografen mehr direkt vor sich. Zuvor hatten englische Medien übereinstimmend über die Anpassung berichtet. „Ein weiterer Sieg für Englands Trainer“, jubelte „The Times“ in ihrem Liveblog.23:08 Uhr – Donnerstag, 18. JuniSchweiz gewinnt gegen Bosnien-HerzegowinaMit einem hart erarbeiteten 4:1 (0:0) gegen Bosnien-Herzegowina ist die Schweiz der K.-o.-Phase einen großen Schritt näher gekommen. Erst der eingewechselte Johan Manzambi vom SC Freiburg knackte die bosnische Defensive in der 74. Minute. Der ebenfalls eingewechselte Rubén Vargas (84.), erneut Manzambi (90.) und Granit Xhaka (90.+7/Foulelfmeter) sorgten für die weiteren Schweizer Tore.21:46 Uhr – Donnerstag, 18. JuniTschechien und Südafrika müssen zitternTeboho Mokoena hat Südafrika die Chance auf die K.o.-Runde gerettet, Tschechien verspielt den ersten Sieg bei dieser WM trotz Bundesliga-Power. Angeführt von vier Deutschland-Legionären kam Tschechien im Duell der Auftaktverlierer in Atlanta nur zu einem 1:1 (1:0). Dadurch haben beide Teams noch die Chance auf das Weiterkommen.Michael Sadilek (6. Minute) sorgte in dem imposanten Hallen-Stadion von Atlanta für die frühe Führung der Tschechen. Ein Handelfmeter von Mokoena (83.) reichte zum Ausgleich. Auf den Rängen waren große Lücken sichtbar, die Zuschauerzahl wurde mit 67.442 angegeben. Offiziell können 68.239 Fans die WM-Spiele in der Arena verfolgen, ausverkauft war aber auch das erste Spiel von Europameister Spanien gegen Kap Verde nicht.Tschechien verpasst bei der WM den ersten Sieg. Nach starkem Beginn und früher Führung durch Michal Sadílek geben die Tschechen die Kontrolle aus der Hand. Südafrika steigert sich im Laufe der Partie deutlich und wird für den Aufwand belohnt.20:16 Uhr – Donnerstag, 18. JuniÖsterreichs Posch bricht sich den KieferÖsterreichs Stefan Posch hat sich im Auftaktspiel seines Teams den Kiefer gebrochen. Für Posch ist die Weltmeisterschaft aber trotzdem noch nicht gelaufen. Er soll nicht operiert werden und eine Spezialschiene bekommen. „Ob Posch im kommenden Gruppenspiel gegen Argentinien bereits wieder einsatzbereit sein wird, bleibt abzuwarten“, so der österreichische Fußballverband. Posch war beim 3:1 der Österreicher im ersten Gruppenspiel gegen Jordanien mit Gegenspieler Odeh Al-Fakhouri zusammengeprallt. 17:30 Uhr – Donnerstag, 18. JuniNeymar fehlt auch gegen HaitiDer angeschlagene Altstar Neymar wird Brasilien auch im zweiten Gruppenspiel nicht zur Verfügung stehen. Statt mit dem Team zur Partie gegen Haiti nach Philadelphia zu reisen, werde der 34-Jährige weiter im Trainingscamp in New Jersey an seinem Comeback arbeiten, teilte der Verband mit. Neymar hat wegen einer Wadenverletzung schon seit gut einem Monat kein Pflichtspiel mehr bestritten. step/pk/lwö/SUF/mel/luwi/saha