Viele Angaben stammen von Konfliktparteien und lassen sich teilweise nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesRepublikaner kritisieren Milliarden-Fonds für Iran Vance reist vorerst nicht zu Verhandlungen in die Schweiz – Gespräche abgesagtNetanjahu schließt Truppenabzug aus dem Südlibanon aus Erste Schiffe passieren Straße von HormusUS-Vizepräsident Vance warnt Israel vor Kritik an Iran-Abkommen US-Regierungsvertreter: Israel und Hisbollah einigen sich auf WaffenruheIsrael und die Hisbollah-Miliz in Libanon haben sich nach US-Angaben auf ​eine Waffenruhe geeinigt. Die Feuerpause soll einem US-amerikanischen Regierungsvertreter zufolge um 16 Uhr Ortszeit (15 Uhr MEZ) in Kraft getreten sein. „Die ‌Hisbollah und Israel haben ‌sich auf eine Waffenruhe geeinigt“, erklärte der Regierungsvertreter. Vermittler aus ​den USA ​und Katar hätten die ​Vereinbarung mit Unterstützung Irans ausgearbeitet. Eine Bestätigung von den Konfliktparteien gibt es noch nicht.„Wir gehen davon aus, dass nach dem ‌Schusswechsel am heutigen Tag nun eine Waffenruhe zwischen ‌Israel und ‌der Hisbollah in Kraft ist“, ​sagte der Regierungsvertreter weiter. Iran besteht darauf, ​dass die Waffenruhe mit ‌den USA auch für die Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah gilt. Dies ist Teil der Rahmenvereinbarung zwischen den ⁠Regierungen in Washington und ‌Teheran. Rechtsextreme Minister in Israel: „Tor zur Hölle“ in Libanon öffnen Die beiden rechtsextremen israelischen Minister, Bezalel Smotrich und Itamar Ben-Gvir, haben nach dem Tod von vier Soldaten in Südlibanon harte Vergeltungsmaßnahmen gefordert. Finanzminister Smotrich erklärte auf X: „Zeit, mit Feuer zu sprechen. Die Pforten der Hölle zu öffnen.“Bezalel Smotrich, Israels FinanzministerPolizeiminister Ben-Gvir forderte auf X, dass für jede Träne einer israelischen Mutter tausend libanesische Mütter weinen müssten. „Der ganze Libanon muss brennen!“, schrieb Ben-Gvir. Im Nahen Osten gewinne man nicht mit maßvollen Reaktionen und Zurückhaltung – „man muss durchdrehen. Vernichten. Den Terror zerschlagen.“ Die oberste Pflicht sei, die Bürger Israels und die Soldaten zu schützen, und diese Verpflichtung habe Vorrang vor allen anderen Erwägungen.Bei den militärischen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und der schiitischen Hisbollah-Miliz waren am Donnerstag und in der Nacht zum Freitag vier israelische Soldaten getötet und vier weitere verletzt worden. Dem Gesundheitsministerium in Beirut zufolge wurde 18 Menschen getötet und 33 weitere verletzt. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach eigenen Angaben die Armee angewiesen, nach dem „abscheulichen Angriff“ hart gegen die Hisbollah-Miliz vorzugehen und warf der Hisbollah Bruch der Waffenruhe vor. Israel werde keine Angriffe auf seine Soldaten oder sein Territorium dulden. Die Hisbollah werde für ihre Angriffe einen sehr hohen Preis zahlen. Die Hisbollah ihrerseits wirft Israel vor, sich zu keinem Zeitpunkt an eine Waffenruhe gehalten zu haben. Der libanesische Präsident Joseph Aoun beschuldigt Israel, die Bemühungen um ein Ende der Gewalt zu untergraben und bei seinen Angriffen unschuldige Zivilisten zu treffen.Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA sieht eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor. Es enthält keine explizite Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen aus dem Südlibanon.Iran setzt Gebühren für Straße von Hormus vorerst aus Iran setzt nach eigenen Angaben die geplanten Gebühren für die Passage der Straße von Hormus während der 60-tägigen Verhandlungsphase für ein finales Abkommen mit den USA vorübergehend aus. Dies geschehe auf Basis der mit den Vereinigten Staaten geschlossenen Rahmenvereinbarung, teilt die zuständige iranische Behörde für die Meerenge (PGSA) mit. Schiffe, die die Straße von Hormus während dieser Übergangszeit passieren wollen, müssen ihre ​Transitanträge demnach mindestens 48 Stunden zuvor einreichen. Die Behörde erlasse in diesem Zeitraum die Gebühren für Sicherheit, Umweltschutz und Versicherungen. Die Reedereien müssten ihre Routen und Durchfahrtszeiten jedoch im Voraus abstimmen, da es in einigen Gebieten ⁠Gefahr durch Seeminen gebe und eine sichere Passage gewährleistet werden müsse. Die USA lehnen eine Gebühr für die Hormus-Passage ab. Agentur: 15 Tote bei israelischem Angriff auf Hisbollah in LibanonIsrael setzt trotz des ​Rahmenabkommens zwischen den USA und Iran seine Angriffe auf die ⁠Hisbollah-Miliz im Süden Libanons fort. Dabei wurden der staatlichen libanesischen Nachrichtenagentur zufolge mindestens 15 ​Menschen getötet. Das ​israelische Militär teilte mit, die ‌Angriffe in der Nacht auf Kämpfer ‌und Infrastruktur der von Iran unterstützten Hisbollah seien eine Reaktion auf wiederholte Verstöße gegen ​die Waffenruhe gewesen. ​Iran pocht darauf, dass ​das Abkommen mit den USA für ein Kriegsende auch einen Stopp der israelischen Angriffe auf die Hisbollah-Miliz ‌in Libanon einschließt.Republikaner kritisieren Milliarden-Fonds für Iran Nach der Einigung zwischen den USA und Iran auf ein Rahmenabkommen wächst die Kritik an einzelnen Vereinbarungen – auch aus den Reihen der Republikaner von US-Präsident Donald Trump. Gerügt wird unter anderem ein 300 Milliarden Dollar großer Wiederaufbaufonds zugunsten der Islamischen Republik, den die USA zusammen mit regionalen Partnern auf die Beine stellen wollen.Der republikanische Senator Roger Wicker teilte mit, die 300 Milliarden Dollar ließen die Zahlungen im Rahmen des Abkommens von Präsident Barack Obama aus dem Jahr 2015 wie einen „Klacks“ erscheinen. Er fürchte, die USA könnten ihre im Iran-Krieg erzielten Erfolge damit wieder aus der Hand geben. Wicker gehört als Vorsitzender des für die Streitkräfte zuständigen Ausschusses zu den einflussreichsten Parlamentariern. Für offene Kritik an Präsident Trump oder am Krieg gegen Iran, den die USA gemeinsam mit Israel begonnen haben, ist er nicht bekannt.Der republikanische Abgeordnete Thomas Massie teilte mit, 300 Milliarden Dollar seien fünfmal so viel, wie der Kongress jährlich für Straßen und Brücken in den USA ausgebe. Auch die republikanischen Senatoren Thom Tillis und Ted Cruz äußerten Kritik. Ihr Parteifreund im Senat, Bill Cassidy, teilte mit, vor dem Krieg sei die Straße von Hormus offen gewesen und Sanktionen hätten Iran in die Knie gezwungen. Nun seien 13 Amerikaner tot, Sanktionen würden gelockert und Amerikaner hätten Milliarden an den Zapfsäulen bezahlt. „Das ist der schlimmste außenpolitische Lapsus seit Jahrzehnten.“Vance reist vorerst nicht zu Verhandlungen in die Schweiz – Gespräche abgesagtUS-Vizepräsident J. D. Vance wird vorerst nicht für Verhandlungen mit Iran in die Schweiz reisen. Er werde nicht, wie ursprünglich vorgesehen, in das Land fliegen, sagte ein Regierungsbeamter der Deutschen Presse-Agentur am späten Donnerstagabend. „Die Logistik für diese Verhandlungen war noch nie einfach oder vorhersehbar.“ Ob oder wann die Reise stattfinden soll, ist unklar. Die für diesen Freitag geplanten Gespräche zwischen den USA und Iran ​wurden dem Schweizer Außenministerium zufolge abgesagt. Das ⁠Treffen auf dem Bürgenstock in der Nähe von Luzern finde ​nicht ​statt, teilte das Ministerium ‌mit. Eigentlich war vorgesehen, dass sich Delegationen aus Iran und den USA treffen, um über ein dauerhaftes Ende des Krieges zu verhandeln. Vance sagte, die Verhandlungen würden stattfinden, ließ aber den Zeitpunkt offen. „Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiß nicht genau wann.“ Er gehe davon aus, dass die technischen Verhandlungen irgendwann an diesem Wochenende starten könnten.US-Sanktionen gegen Funktionäre mit Hisbollah-Bezug Die US-Regierung will mit weiteren Sanktionen den Druck auf die von Iran unterstützte Hisbollah-Miliz in Libanon erhöhen. Die Maßnahme richte sich etwa gegen Suleiman Frangieh, der Geld von der Miliz angenommen habe, um sich im Parlament für ihre Zwecke einzusetzen, teilte das US-Finanzministerium mit. Frangieh war der von der Hisbollah unterstützte Präsidentschaftskandidat, ehe er sich Anfang vergangenen Jahres aus dem Rennen zurückzog.Der Funktionär gehört der christlichen Marada-Partei an, unterhält nach Darstellung der US-Regierung jedoch enge Kontakte zur islamistischen Hisbollah, um seine politische Karriere voranzubringen. Demnach geht Frangieh auf Wunsch der Hisbollah gegen unabhängige und reformorientierte Kräfte im Parlament vor. Im Gegenzug sei er von der Miliz bezahlt worden.Zudem richten sich die neuen Maßnahmen gegen den ranghohen Hisbollah-Funktionär Mahmud Komati. Er hatte unter anderem gegen die von US-Präsident Donald Trump verkündete Waffenruhe im Libanon agitiert und den Vertretern der libanesischen Regierung das Recht abgesprochen, mit Israel Verhandlungen zu führen. Auch ein Geschäftsmann, der mit der Hisbollah in Verbindung gebracht wird, ist von den neuen Sanktionen betroffen.Durch die Sanktionen werden unter anderem Vermögenswerte in den USA blockiert. Zudem ist es US-Staatsbürgern nicht mehr erlaubt, mit den sanktionierten Personen Geschäfte zu machen. Laut Vance gibt es schriftliche Nebenabreden mit Iran US-Vizepräsident J. D. Vance hat angedeutet, dass die Vereinbarungen zwischen den USA und Iran über das bislang bekannte Abkommen hinausgehen könnten. Bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus sprach Vance von sogenannten „informellen Absprachen“ (Gentlemen's Agreements) zu einzelnen Aspekten der Verhandlungen.Auf die Frage nach solchen Nebenabsprachen sagte Vance, einige davon seien sogar schriftlich festgehalten worden. Es sei aber zweitrangig, ob es sich bei einzelnen Zusagen um ein Memorandum, informelle Vereinbarungen oder ein späteres endgültiges Abkommen handle. „Es geht um Überprüfung“, sagte der Vizepräsident. Die USA vertrauten nicht auf Worte, sondern auf Taten.Nach Angaben von Vance hat Iran zugesagt, künftig kein Uran mehr anzureichern und internationalen Inspektoren Zugang zu gewähren, damit Bestände hoch angereicherten Urans zerstört werden können. Sollte Teheran diese Zusagen einhalten, sehe die Vereinbarung verschiedene Gegenleistungen vor, sagte Vance. Nähere Angaben dazu machte er nicht.Iran besteht auf Antragspflicht für Hormus-Passage – zunächst keine GebührenIran verzichtet nach einer Vereinbarung mit den USA für 60 Tage auf Gebühren für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus. Dies teilt der Oberste Nationale Sicherheitsrat des Landes staatlichen Medien zufolge mit. Eine neu geschaffene Behörde solle die Genehmigungen erteilen. Aus Sicherheitsgründen müssten sich Schiffe an die zugewiesenen Routen und Zeiten halten. Zudem sei im Rahmen der Vereinbarung die Räumung von Minen vorgesehen.Netanjahu schließt Truppenabzug aus dem Südlibanon aus Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat einen Truppenabzug aus Südlibanon bis auf Weiteres ausgeschlossen. Netanjahu bezeichnete in einer Rede die von der Armee errichtete „Sicherheitszone“ als Barriere zwischen der Hisbollah-Miliz in Libanon und den Bürgern und Gemeinden in Nordisrael. Israel werde sich nicht zurückziehen, solange es seine Sicherheitsbedürfnisse erforderten. Die libanesische Regierung stuft das von Israel kontrollierte Areal hingegen als völkerrechtswidrig besetztes Staatsgebiet ein. Das bilaterale Rahmenabkommen zwischen Iran und den USA sieht zwar eine umfassende Beendigung der militärischen Konflikte in der Region vor, enthält aber keine explizite Klausel über einen Abzug der israelischen Truppen. Die Hisbollah-Miliz ist der wichtigste Verbündete Irans in der Region. Chamenei billigt Absichtserklärung mit den USA trotz Vorbehalten Irans geistliches Oberhaupt Modschtaba Chamenei billigt eine von den Präsidenten Irans und der USA unterzeichnete Absichtserklärung trotz eigener Vorbehalte. Er habe Zusicherungen von Präsident Massud Peseschkian und anderen hochrangigen Vertretern erhalten, dass die Rechte Irans und die Interessen der "Widerstandsfront" gewahrt blieben, erklärte Chamenei. In einer schriftlichen Botschaft an die Nation heißt es, Peseschkian trage als Chef des Nationalen Sicherheitsrates die Verantwortung für den Schutz der iranischen Interessen. Der Präsident habe zugesichert, bei überzogenen Forderungen der Regierung in Washington ​nicht nachzugeben. Direkte Verhandlungen mit den USA bedeuteten zudem nicht, die Position des Feindes zu akzeptieren, erklärte Chamenei. Erste Schiffe passieren Straße von HormusEinige Öl- und Gastanker haben begonnen, die Straße von Hormus zu durchfahren – darunter Schiffe im Besitz des staatlichen saudischen Tankerriesen Bahri. Die Durchfahrten können als frühes Anzeichen dafür gewertet werden, dass die Schifffahrtsbranche auf das vorläufige Friedensabkommen zwischen den USA und Iran reagiert. Auch die wochenlange US-Seeblockade iranischer Häfen ist nach Angaben des US-Militärs aufgehoben. Drei beladene Supertanker unter der Kontrolle der saudischen Reederei Bahri schalteten am Donnerstag im Golf von Oman ihre Ortungssignale wieder ein. Die Schiffe – Shaden, Jaham und Awtad – hatten seit Kriegsbeginn im Persischen Golf festgesessen. Auch ein Schiff mit katarischem Flüssigerdgas (LNG) sowie ein chinesischer Kraftstofftanker verließen das Gebiet. Zwar ist das Verkehrsaufkommen im Vergleich zur Zeit vor dem Krieg noch gering, doch die Passage der saudischen Schiffe durch die strategisch wichtige Wasserstraße ist von Bedeutung: Händler werden genau beobachten, ob in den kommenden Stunden und Tagen weitere Schiffe, die in der Straße von Hormus festsaßen, auslaufen und damit möglicherweise eine neue Welle von Öl auf den Markt bringen. Vor der Unterzeichnung des vorläufigen Friedensabkommens saßen mehr als 100 Öltanker fest, darunter etwa 30 Supertanker mit einer Kapazität von jeweils 2 Millionen Barrel. Obwohl die Erwartungen im Vorfeld der Vertragsunterzeichnung in den letzten Tagen gestiegen waren, wollten Reedereien zunächst Klarheit über den Ablauf der Wiedereröffnung gewinnen, bevor sie über eine Durchfahrt entschieden. Einige Reedereigruppen äußerten Bedenken wegen möglicher Minen in der Wasserstraße. US-Vizepräsident Vance warnt Israel vor Kritik an Iran-Abkommen US-Vizepräsident J. D. Vance warnt Israel vor Kritik am vorläufigen Abkommen mit Iran. Er würde an Israels Stelle "vielleicht nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, den ich auf der ganzen Welt noch habe", sagt Vance in Washington. US-Präsident Donald Trump sei "das einzige Staatsoberhaupt auf der ganzen Welt, das dem Staat Israel in diesem Moment wohlgesonnen ist". Wer ​in Israel glaube, das größte Problem sei der US-Präsident, müsse "aufwachen und die Realität der Lage erkennen". Vance verweist zudem darauf, dass die USA den Großteil der israelischen Verteidigungswaffen finanzieren. Israel weitet militärische Kontrollzone in Libanon aus Israel weitet seine militärische ​Kontrolle in Libanon ungeachtet internationaler Kritik weiter aus. Wie eine heute veröffentlichte Karte des israelischen Militärs zeigt, sind die Truppen mehrere Kilometer tiefer nach Libanon vorgedrungen. Sie operieren unter ​anderem nahe der Hisbollah-Hochburg Nabatija nördlich des Litani-Flusses. Im April hatte das Militär noch eine ⁠Karte mit einer kleineren sogenannten Pufferzone veröffentlicht.Die Regierung unter Ministerpräsident Benjamin Netanjahu schloss zudem Angriffe jenseits dieses Gebiets nicht aus. Dies steht im ​Widerspruch zu ​den Bedingungen eines am Mittwoch geschlossenen Abkommens zwischen ‌den USA und Iran, das die Achtung ‌der Souveränität Libanons fordert. Ein hochrangiger israelischer Regierungsvertreter erklärte, Israel führe zähe Verhandlungen mit der US-Regierung, um seine Truppen zehn Kilometer ​tief im Südlibanon ​stationiert zu lassen. Damit solle die von ​Iran unterstützte Hisbollah-Miliz bekämpft werden.Netanjahu betonte, sein Land müsse den Sicherheitsstreifen im Südlibanon aufrechterhalten, solange dies für die Sicherheit Israels notwendig sei. US-Präsident Donald Trump ‌hatte sich unzufrieden mit dem Vorgehen Netanjahus gezeigt und die israelischen Militäraktionen in Libanon kritisiert. Der Chef ‌der Hisbollah-Miliz, Naim Kassem, wies ‌die israelischen Sicherheitszonen am Mittwoch in einer Fernsehansprache zurück. "Keine ​gelben Zonen, keine roten Zonen und keine grünen Zonen", sagte er. Israel müsse und ​werde abziehen. Israel bricht Kontakt zu EU-Außenbeauftragter Kallas ab Der israelische Außenminister Gideon Saar bricht jeglichen Kontakt ​zur EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas ab. Grund dafür seien jüngste Äußerungen, in denen ⁠Kallas Israel mit dem südafrikanischen Apartheid-Regime verglichen haben soll, sagt Saar. „Ich habe keine andere Wahl, als jeglichen Kontakt zu Frau Kallas abzubrechen, bis sie die Blutverleumdung zurücknimmt, die sie gegen den einzigen jüdischen Staat der Welt gerichtet hat – der zugleich die einzige Demokratie im Nahen Osten ist“, teilte der israelische Außenminister mit. Saar ​bezog sich ​auf einen Bericht des Nachrichtenportals Euractiv. Demnach soll Kallas ‌das israelische Vorgehen im Westjordanland ‌und im Gazastreifen mit der früheren südafrikanischen Politik der Rassentrennung gleichgesetzt haben.Kallas bot Saar daraufhin auf der Plattform X die Fortsetzung des Dialogs an. Die EU ⁠setze weiterhin auf eine konstruktive Beziehung zu Israel, erklärte sie. Eine direkte Stellungnahme zu diesen Vorwürfen gab Kallas in ihrem Beitrag auf ​X nicht ab. Die ​EU-Außenbeauftragte bekräftigte jedoch die Position der EU, ​die den israelischen Siedlungsbau im Westjordanland verurteilt, und betonte das Festhalten an einer Zweistaatenlösung zur Beilegung des Nahost-Konflikts. Das Verhältnis zwischen Israel und der EU ist seit Längerem angespannt. ‌Die EU kritisiert den Ausbau jüdischer Siedlungen im Westjordanland, die international überwiegend als völkerrechtswidrig und Hindernis für ‌einen Friedensprozess eingestuft werden. Kanzler Friedrich Merz distanzierte sich von Kallas' Aussagen. „Ich teile diese Wortwahl ausdrücklich nicht, und wir ​werden auch darüber zu sprechen haben“, sagte Merz vor dem EU-Gipfel. Mehr ladenTickarooLive Blog Software