Zweimal jährlich blickt die Herrenmodewelt nach Florenz: An der Pitti Uomo trifft sich die Branche, um die Trends für die kommende Saison zu entdecken – und zu prägen. Heute ging sie zu Ende. Diese Looks aus dem Publikum bleiben in Erinnerung.Die Pitti Immagine Uomo in Florenz, kurz Pitti Uomo, ist die weltweit wichtigste Messe für Herrenmode. Zweimal jährlich versammeln sich Designer, Einkäuferinnen und Modefans im Fortezza da Basso. Was seit 1972 als seriöse Fachplattform das italienische Handwerk prägt, hat sich längst auch zu einer globalen Freiluftbühne für die Inszenierung klassischer und moderner Eleganz entwickelt. Auch Modenschauen wie die Sunflower Special Project Fashion Show gehören zur Pitti Uomo. Getty Images Vor der historischen Kulisse der Festungsanlage aus der Renaissance zelebrieren die Besucher in Massanzügen die «Sprezzatura», die Kunst der studierten Lässigkeit – gerne im geübten Halbwinkel zu den Streetstyle-Fotografen. Wer Inspiration für mutige Herrenlooks sucht, wird hier fündig. Dabei dominierten drei Themen die diesjährigen Outfits: Farbe, Foulards und – wohl auch den für Florenz ungewöhnlich hohen Temperaturen geschuldet – Hüte. Worauf gerne verzichtet wurde, waren sichtbare Socken.Vanille, Erdbeer oder Cranberry?Fast so, als wäre man in einer Gelateria: Sanfte Pastelltöne bestimmten die Farbskala vieler Anzüge und Sakkos. Wer das als zu romantisch empfindet, der irrt: Gerade Hellblau und Rosa sind klassische Farben für Business-Hemden und machen sich auch grossflächig gut. Alternativ zu sehen: sattere Töne wie Rostrot, die aber leicht abgedämpft daherkommen. Ein Besucher kleidete sich in verschiedenen Rosatönen. @ Pitti Immagine Uomo Gelb wie Vanilleglacé. @ Pitti Immagine Uomo Ein cremefarbenes Strickpolo wird mit einer graublauen Hose kombiniert. @ Pitti Immagine Uomo Beige trifft Rostrot. @ Pitti Immagine Uomo Pistazie funktioniert auch gut als Anzugsfarbe. @ Pitti Immagine Uomo Beinfreiheit: Shorts und No-Socks-PolicyShorts sind in der klassischen Herrengarderobe ein heikles Thema, waren sie doch ursprünglich Kindern und Pfadfindern vorbehalten. Anzüge mit kurzen Hosen und andere gelungene Kombinationen, die gekonnt mit Klischees spielen, räumen jedoch mit diesen altmodischen Vorstellungen auf. Die gleiche Tonalität sorgt dafür, dass diese Stücke ein harmonisches Ensemble bilden. @ Pitti Immagine Uomo Kokettiert mit dem Image einer Schuluniform: Shorts mit Krawatte und Socken. @ Pitti Immagine Uomo Gemustertes Ensemble mit Shorts. @ Pitti Immagine Uomo Dieses Outfit geniesst das Spiel mit Casual-Klischees. @ Pitti Immagine Uomo Die Accessoires: Foulards und HüteEinstecktücher gehören als Grundbaustein einer eleganten Herrengarderobe ohnehin zur Ausstattung vieler Pitti-Besucher. Mittlerweile haben sie an Grösse zugelegt oder ersetzen gleich die Krawatte. Das wichtigste Accessoire der diesjährigen Ausgabe war jedoch der Strohhut. Von Klassikern wie dem Panamahut bis zu ungewöhnlicheren Modellen wie dem Fischerhut – sicher nicht nur aus modischen, sondern auch aus Hitzeschutzgründen. Ist das Foulard die bessere Krawatte? @ Pitti Immagine Uomo . . . oder sogar die bessere Kette? @ Pitti Immagine Uomo Mehrere Trends vereint: ein lavendelfarbener Doppelreiher, ein Hut und ein Foulard. Getty Images Hybrid aus Stroh- und Fischerhut. @ Pitti Immagine Uomo Die düstere Alternative zum Strohhut geht ebenfalls. @ Pitti Immagine Uomo Sonnenschutz und Statement zugleich: zwei Besucher mit breitkrempigen Strohhüten. Als sommerliches Highlight ersetzt auf der rechten Seite ein Kaftan den Blazer. Getty Images Newsletter Die besten Artikel aus «NZZ Bellevue», einmal pro Woche von der Redaktion für Sie zusammengestellt.
Farben, Foulards und Hüte: Die Looks an der Pitti Uomo 2026 präsentierten sich sommerlich
An der Pitti Uomo trifft sich die Branche, um die Trends für die kommende Saison zu entdecken – und zu prägen. Diese Looks bleiben in Erinnerung.














