Illustration Jasmin Hegetschweiler / NZZEr hat gefordert und geliefert. Xhaka prägt das Schweizer Spiel gegen Bosnien-Herzegowina. Das wird besonders bei einem Tor deutlich.19.06.2026, 13.05 Uhr2 LeseminutenGranit Xhaka zeigt im zweiten WM-Match, dass er nach seiner enttäuschenden Leistung gegen Katar wieder in die Rolle des Lenkers im Schweizer Spiel gefunden hat. Das veranschaulicht beispielhaft, wie Xhaka in der 90. Minute das zweite Tor von Johan Manzambi mit einem feinen Zuspiel eingeleitet hat:Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Ein Indikator für den Einfluss von Xhaka auf das Schweizer Spiel sind die «line-breaking passes», die linienbrechenden Pässe. Das sind Zuspiele, welche die gegnerische Defensiv- oder Mittelfeldlinie durchqueren, unabhängig von der Distanz. Gegen Katar gelangen Xhaka nur 14 solcher Pässe, gegen Bosnien-Herzegowina sind es 26, von denen 7 zu Torchancen führen.Spielte Xhaka gegen Katar hinter Nico Elvedi und Manuel Akanji nur am drittmeisten linienbrechende Pässe, ist er gegen Bosnien-Herzegowina wieder deutlich an der Spitze seiner Mannschaft. Mit 25 Pässen hat Xhaka auch im Vergleich mit allen anderen Nationalteams an der WM bis jetzt den grössten Impact auf das Spiel seiner Mannschaft. Mit lediglich je 20 linienbrechenden Pässen folgen Panamas Andrés Andrade und der Spanier Pedri, mit 17 der Franzose Michael Olise.Xhaka ist auch der Spieler im Schweizer Team, der gegen Bosnien-Herzegowina am häufigsten angespielt wird und die meisten Pässe spielt (103, 94 finden den Mitspieler). Das illustriert die Grafik von Xhakas Passnetzwerk:Die Grafik zeigt, dass Xhaka das Spiel vor allem über die linke Seite mit Dan Ndoye und Ricardo Rodríguez steuert. Am häufigsten sucht er seinen alten Freund Rodríguez mit Pässen, am zweitmeisten spielt er zu seinem Adjutanten Remo Freuler. Die Grafik umfasst Pässe von und zu Xhaka, die eingewechselten Spieler wie Vargas, Manzambi, Sow und Itten sind nicht abgebildet.Fazit: Mit dem Penaltytor zum 4:1 krönt Xhaka seine deutliche Leistungssteigerung. Seine öffentlichen Weckrufe nach den Spielen gegen Katar und gegen Australien haben auf dem Platz Wirkung gezeitigt – im ganzen Schweizer Team, aber auch bei ihm selber.Wie die Daten erhoben wurdenDie Daten werden der NZZ von Opta zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen nutzt Videobilder, um mittels Bilderkennung die Position der Spieler und des Balles zu ermitteln. Jede Ballaktion erhält eine Kategorie, etwa «Schuss aufs Tor» oder «Foul». Diese Daten bilden die Grundlage der Analyse.Passend zum Artikel
Diese Grafik zeigt, wieso Xhaka eine Schlüsselrolle gegen Bosnien eingenommen hat
Granit Xhaka hat im Schweizer WM-Spiel dominiert. Seine Pässe führten zum Goal von Manzambi












