Israelische Gewalt gegen Christen: Orthodoxe Kirche in Jerusalem spricht von Landraub

In Ostjerusalem haben israelische Behörden ein Gelände beschlagnahmt, das der orthodoxen Kirche gehört. Die spricht von einer Verletzung ihrer Rechte.

Jerusalem, 10. April: Theophilos III., Griechisch-orthodoxer Patriarch nimmt an der Karfreitagsprozession teil

Es sind scharfe Worte, die das Orthodoxe Patriarchat von Jerusalem in seiner Mitteilung benutzt. Nach der Beschlagnahmung von kirchlichem Boden im Bezirk Silwan in Ostjerusalem spricht die religiöse Institution nun von Landraub durch die israelischen Behörden.

Am Montag führten laut Rekonstruktion der Kirche israelische Sicherheitskräfte eine Razzia auf dem Land neben einem alten Kloster durch. Das Grundstück, Parzelle 6 des Blocks 29985 soll offiziell registriert sein. Die Be­am­t*in­nen sollen bei der Aktion einen Kirchenvertreter „zwangsentfernt“, seine Ausstattung beschlagnahmt und Bäume entwurzelt haben. Bilder zeigen umgekippte Olivenbäume, die auf dem Boden liegen. Anschließend wurde das Grundstück abgeriegelt.