Gewalt am Jerusalem-Tag: Spucken, schubsen, provozieren
Nationalreligiöse Israelis ziehen zum Jahrestag der Eroberung Ostjerusalems durch die Altstadt. Aktivisten stellen sich schützend vor palästinensische Bewohner.
Sie fordern den Bau des dritten Tempels: Nationalreligiöse Israelis bei dem von Gewalt geprägten Flaggenmarsch
Leo Correa/ap
„Das erste, was man sieht, wenn man in Jerusalem ankommt, ist wie leer die Straßen von Palästinensern sind“, sagt Itamar Avneri. Mit der Graswurzelbewegung Standing Together ist er an diesem Donnerstag und Freitag in Jerusalem unterwegs. Der Anlass: Der jährlich begangene Jerusalem-Tag, bei dem Zehntausende, vor allem junge nationalreligiöse Israelis im Rahmen eines Flaggenmarsches durch die Altstadt ziehen. Dieser Marsch geht mit Ausschreitungen und Gewalt einher, vor allem gegenüber den palästinensischen Bewohnern der Stadt. Die Mission also: Protective Presence. Das bedeutet: Aktivisten schützen eine gefährdete Bevölkerungsgruppe – in diesem Fall Palästinenser in Jerusalem – vor einer anderen Gruppe – den durch die Straßen ziehenden Rechten – durch ihre bloße Anwesenheit.










