PfadnavigationHomePolitikAuslandStreit in Brüssel„Es muss ein neuer Vorschlag auf den Tisch“ – Merz bezeichnet EU-Haushalt als „viel zu hoch“Stand: 11:28 UhrLesedauer: 2 MinutenAuf dem EU-Gipfel in Brüssel geht es unter anderem um den gemeinsamen Haushalt von 2028 bis 2034. Das Budget soll auf bis zu zwei Billionen Euro steigen. WELT-Redakteur Sebastian Vorbach erklärt, warum er darin eine „gefährliche Entwicklung“ sieht.Im Streit um den künftigen EU-Haushalt verschärft Bundeskanzler Friedrich Merz den Ton. Der aktuelle Vorschlag aus Brüssel ist für ihn nicht akzeptabel – und auch neue gemeinsame Schulden lehnt er kategorisch ab.Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den vorliegenden Vorschlag für den nächsten EU-Haushalt als „viel zu hoch“ bezeichnet. „Die Zahlen müssen runter“, sagte Merz zu Beginn des zweiten Tags des EU-Gipfels in Brüssel am Freitag. „Es muss ein neuer Vorschlag auf den Tisch“, forderte der Kanzler.Merz sprach auch die Einnahmen der EU an. „Wir können nur so viel Geld ausgeben, wie wir auch haben“, betonte er. Zudem sprach er sich erneut gegen neue gemeinsame Schulden der EU aus. „Das dürfen wir nicht“, stellte er weiter fest.Lesen Sie auchDie traditionell schmerzhaft langen Verhandlungen über den nächsten EU-Haushalt von 2028 bis 2034, den sogenannten mehrjährigen Finanzrahmen (MFR), gehen langsam in die heiße Phase über. Zwar bleibt bis 2028 noch Zeit, doch im kommenden Jahr stehen Wahlen in einer ganzen Reihe von EU-Ländern an, etwa in Frankreich. Die Positionen liegen weit auseinander. Die zyprische Ratspräsidentschaft legte in der vergangenen Woche einen ersten Entwurf für die Position der EU-Länder mit konkreten Zahlen vor. Nettozahler-Länder wie Deutschland, die unter dem Strich mehr Geld an die EU zahlen, als sie aus den diversen Töpfen der Staatengemeinschaft zurückerhalten, forderten ein deutlich geringeres Haushaltsvolumen.Auf der anderen Seite stehen die EU-Länder, die ein größeres Budget und ein Festhalten an der bisherigen Struktur fordern.dpa, krö