Warten auf VanceDieser Freitag hätte der Schweiz einen Eintrag in die Geschichtsbücher sichern können. US-Vizepräsident JD Vance sollte auf dem Bürgenstock mit Vertretern Irans den Rahmenvertrag über ein Ende des Krieges unterzeichnen. Aber das hat Präsident Donald Trump bereits erledigt. In der Schweiz fragen sie sich nun, ob noch jemand bei ihnen vorbeischaut und wenn ja, wann.

Vizepräsident Vance im Weißen Haus: Keine Eile

Vance wollte sich zuletzt nicht festlegen. »Unser Plan ist es, in die Schweiz zu fahren. Ich weiß nicht genau, wann«, sagte Trumps Vize mit Blick auf die anstehenden Gespräche der USA und Irans. Ein bisschen verwundert es schon, dass Vance keine Eile zu haben scheint. Schließlich läuft bereits die 60-Tage-Frist für Verhandlungen.Möglicherweise gibt es vorab noch einiges zu klären. Etwa die Rolle Israels in diesem Abkommen.Trump hatte zuvor bereits die Angriffe der israelischen Armee auf den Libanon kritisiert, am Donnerstag legte Vance in bisher ungekannter Schärfe nach. Er verbat sich Kritik am Abkommen aus Israel (mehr hier).

»Donald J. Trump ist das einzige Staatsoberhaupt der Welt, das dem Staat Israel zum jetzigen Zeitpunkt wohlgesinnt ist«, sagte Vance. »Wenn ich im Kabinett der israelischen Regierung säße, würde ich vielleicht nicht den einzigen mächtigen Verbündeten angreifen, den ich überhaupt noch irgendwo auf der Welt habe.«