Kuba legt einen 176-Punkte-Plan zur Wirtschaftsöffnung vor: Eröffnet demnächst ein McDonald's in Havanna?Kuba will es ausländischen Investoren erlauben, ihr Geld in Immobilien, Tankstellen und Banken auf der Insel zu stecken. Auch Fast-Food-Ketten sind willkommen. Ziel sei der «Erhalt des Sozialismus», sagt die Regierung. Hintergrund ist der Druck aus den USA.19.06.2026, 00.45 Uhr2 LeseminutenErhellen bald Neonlicht und Leuchtreklame die Strandpromenade von Havanna? Der Inselstaat will sich für ausländische Investoren öffnen.bakdNZZ(dpa) Vor dem Hintergrund der Spannungen mit den USA hat Kubas sozialistische Regierung der Nationalversammlung einen umfangreichen Plan zur Öffnung der staatlich gelenkten Wirtschaft vorgelegt. Die 176 Punkte zielen darauf ab, Regulierungen abzubauen und marktwirtschaftliche Mechanismen einzuführen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Die Massnahmen «bedeuten keinen Verzicht auf den Aufbau des Sozialismus, sondern sind eine Voraussetzung für dessen Erhalt», sagte Ministerpräsident Manuel Marrero Cruz bei der Vorstellung des Plans in einer Sondersitzung der Nationalversammlung. Unklar blieb zunächst, ob die zur Diskussion im Parlament vorgelegten Massnahmen den Forderungen Washingtons nach einer wirtschaftlichen Öffnung entsprechen würden.Das kommunistisch regierte Kuba steckt seit Jahren in einer schweren Wirtschafts- und Energiekrise, die sich aufgrund einer Reihe von Sanktionen der US-Regierung zuletzt deutlich verschärft hat. Mit einem Ölembargo und weiteren Druckmassnahmen versucht Washington, eine wirtschaftliche und politische Öffnung des Karibikstaats im Sinne der US-Interessen zu erzwingen.Altstadt von Havanna soll aufgemöbelt werdenDie Vorhaben sollen die Insel für ausländische und kubanische Privatinvestitionen öffnen. Investitionen sollen unter anderem im Immobiliensektor, im Bankwesen, bei Tankstellen sowie im Gastronomiebereich erleichtert werden – inklusive für internationale Fast-Food-Ketten.Im Tourismussektor, der von einer Reihe von US-Sanktionen schwer getroffen wurde, plant die kommunistische Regierung neue Geschäftsmöglichkeiten zu schaffen. Dazu zählt etwa, zusätzliche Investitionen in Regionen zuzulassen, in denen diese bislang stark eingeschränkt waren, etwa in der Altstadt von Havanna oder auf der Inselkette Los Cayos.Prinzipien der Revolution sollen bleibenDer Privatsektor soll Wohnungen kaufen und verkaufen dürfen. Künftig soll es zudem möglich sein, dass kubanische oder ausländische Investoren Aktien staatlicher Unternehmen kaufen. Um welche Unternehmen es dabei geht, wurde zunächst nicht bekanntgegeben.Marrero Cruz sprach nicht von Wirtschaftsreformen, sondern von «wirtschaftlichen und sozialen Veränderungen» von strategischer Bedeutung. Das Wirtschaftsmodell wird demnach umgewandelt, ohne dabei die Prinzipien der Revolution von 1959 unter Revolutionsführer Fidel Castro aufzugeben.Passend zum Artikel
Kuba legt einen 176-Punkte-Plan zur Wirtschaftsöffnung vor
Kuba will es ausländischen Investoren erlauben, ihr Geld in Immobilien, Tankstellen und Banken auf der Insel zu stecken. Auch Fast-Food-Ketten sind willkommen. Ziel sei der «Erhalt des Sozialismus», sagt die Regierung. Hintergrund ist der Druck aus den USA.
Kubas Regierung präsentiert einen 176-Punkte-Plan zur Öffnung der Wirtschaft für ausländische Investitionen in Immobilien, Banken und Gastronomie. Dies eröffnet Chancen für Tech- und Infrastructure-Investitionen und signalisiert wirtschaftliche Neuausrichtung unter US-Sanktionsdruck.










