Der Vorstand des Berliner CSD e.V. hat die Anmeldung des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW) als offizielle Fußgruppe zum 48. Christopher Street Day abgelehnt. Auf Nachfrage dieser Redaktion bekräftigte der Veranstalter seine Entscheidung, lehnte jedoch ausdrücklich eine vergleichende Bewertung mit anderen teilnehmenden Parteien ab. Der Vorgang sorgt für scharfe Kritik – und wirft grundsätzliche Fragen zum Selbstverständnis einer Veranstaltung auf, die sich um die Ausrichtung des WorldPride 2032 bewirbt.
Die Begründung des Veranstalters
In seinem Ablehnungsschreiben verweist der Vorstand des Berliner CSD e.V. auf seinen satzungsgemäßen Zweck, „Menschen zu unterstützen und zu fördern, die aufgrund ihrer geschlechtlichen Identität oder sexuellen Orientierung diskriminiert werden". Als Anmelder der Demonstration sehe man sich „in besonderer Verantwortung, solidarisch an der Seite unserer trans, inter und nichtbinären Communities sowie aller queeren Menschen zu stehen“.
Konkret kommt der Vorstand zu der Einschätzung, dass „öffentlich vertretene Positionen und Äußerungen von Vertreter*innen“ des BSW „in wesentlichen Punkten nicht mit den Grundsätzen, Zielsetzungen und dem Selbstverständnis unserer Veranstaltung vereinbar sind“. Eine konkrete Benennung dieser Positionen oder dokumentierter Aussagen einzelner BSW-Vertreter:innen blieb das Schreiben schuldig.










