In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.US-Geheimdienstkoordinator Pulte übernimmt kommissarisch Der neue US-Geheimdienstkoordinator Bill Pulte soll am Freitag in Washington sein Amt antreten. Präsident Donald Trump hatte den verbündeten Immobilienexperten Anfang Juni kommissarisch zum Nachfolger der zurückgetretenen Geheimdienstchefin Tulsi Gabbard ernannt. Pulte soll die Arbeit von insgesamt 18 Geheimdiensten beaufsichtigen, zu denen die Bundespolizei FBI und der Auslands-Nachrichtendienst CIA gehören. Die Nominierung des in Sicherheitsfragen unerfahrenen Pulte löste im Kongress Empörung bis in das Trump-Lager aus. Um Druck auf den Präsidenten auszuüben, verweigerte ihm das Repräsentantenhaus verlängerte Spionagerechte gegen mutmaßliche Terroristen oder Agenten aus dem Ausland. Trump nominierte daraufhin den New Yorker Bundesanwalt Jay Clayton als ständigen Geheimdienstkoordinator nach. Bevor er Pulte ablösen kann, muss noch der Senat Clayton für das Amt bestätigen. Oberstes US-Gericht gibt Haschraucher mit Waffe RechtDer Oberste Gerichtshof der USA hat das Recht der Bundesregierung eingeschränkt, bestimmte Drogenkonsumenten zu entwaffnen. Die neun Richter entschieden am Donnerstag einstimmig zugunsten eines Klägers aus Texas, der gelegentlich Marihuana raucht. Die Bundesregierung hatte versucht, ihm seine Schusswaffe zu entziehen, weil er durch seinen Drogenkonsum eine Gefahr für die Öffentlichkeit darstelle. Ein Berufungsgericht hatte dem Texaner bereits Recht gegeben.Der zweite US-Verfassungszusatz garantiert allen Staatsbürgern das Recht auf Waffenbesitz. Eine bundesrechtliche Ausnahme gilt aber für drogenabhängige oder regelmäßige Konsumenten. Der Supreme Court betonte nun, sein Urteil bedeute keinen Freibrief für Drogenkonsumenten, Schusswaffen zu besitzen. Es sei aber nicht jeder Cannabiskonsument automatisch eine Gefahr für die Allgemeinheit. Hegseth kündigt neue Überprüfung der amerikanischen Truppenpräsenz in Europa anUS-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat angekündigt, die amerikanische Truppenpräsenz in Europa abermals zu überprüfen. Dabei werde in einem Zeitraum von bis zu sechs Monaten die „Streitkräftepräsenz und Stationierung der USA in Europa“ begutachtet, sagte Hegseth bei einem Treffen der NATO-Verteidignungsminister in Brüssel. Die Überprüfung solle sicherstellen, „dass die NATO sich schnell und unwiderruflich in Richtung eines von Europa geführten Bündnisses bewegt, in dem Europa die Hauptverantwortung für die Verteidigung Europas übernimmt.“ Trump nach einer Stunde Verspätung: „Ich bin der Boss"US-Präsident Donald Trump hat vor dem Platznehmen bei einer G-7-Arbeitssitzung in Évian am Mittwoch die anderen Regierungschefs mit „I am the boss“ („Ich bin der Boss“) begrüßt. Dies tat er, nachdem er fast eine Stunde zu spät zur Sitzung erschienen war. Die Bemerkung löste Lachen in der Runde aus. Merz in Évian: Es gab keine persönlichen Störungen mit Trump Bundeskanzler Friedrich Merz hat betont, dass es auf diesem G-7-Gipfel in Évian keine Verstimmungen mit US-Präsident Donald Trump gegeben habe. „Da hat es an keiner Stelle persönliche Störungen gegeben“, sagte Merz am Mittwoch auf die Frage nach seinem Verhältnis zu Trump. „Insofern gibt es da überhaupt keine Einschränkungen auch des persönlichen Miteinanders. Das gilt übrigens nicht nur für mich, das gilt auch für alle anderen.“ Die Diskussionen seien sehr konstruktiv gewesen. Erstmals habe es wieder eine gemeinsame Erklärung zu außenpolitischen Themen gegeben. Er sei optimistisch, dass auch der NATO-Gipfel Anfang Juli in Ankara harmonisch verlaufen könne.Tim SchellenbachRutte: USA wenden sich nicht von NATO-Verbündeten abNATO-Generalsekretär Mark Rutte hat Befürchtungen über einen Rückzug der USA aus dem Verteidigungsbündnis zurückgewiesen. Die Anpassung der US-amerikanischen Beiträge zum Nato-Streitkräftemodell bedeuteten nicht, dass die USA sich von ihren Alliierten abwenden würden, sagte Rutte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Brüssel. „Das entspricht nicht der Realität“, sagte Rutte.Die USA hätten ihr Bekenntnis zur Nato „unmissverständlich“ klar gemacht, so Rutte. Das Streitkräftemodell der Nato sei in der Vergangenheit zu stark von Washington abhängig gewesen, fügte er hinzu. Die anderen Verbündeten müssten nun mehr beitragen und hätten dies zum Teil schon getan. Das „Gesamtbild“ sehe gut aus.Ein Toter nach Angriff auf „Drogenboot“ Im Zuge des umstrittenen Vorgehens der US-Armee gegen Drogenschmuggel im Pazifik ist bei einem neuen Angriff auf ein mutmaßliches „Drogenboot“ ein Mensch getötet worden. Laut Geheimdiensterkenntnissen sei das Boot auf bekannten Schmuggelrouten im Ostpazifik unterwegs und an Drogenhandel beteiligt gewesen, erklärte das für Lateinamerika zuständige US-Südkommando Southcom am Dienstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Bei der Aktion sei ein „Narko-Terrorist" getötet worden.Zwei weitere Männer überlebten Berichten zufolge den Angriff. Die US-Küstenwache leitete laut Southcom Such- und Rettungsmaßnahmen ein, um sie zu finden.Die US-Armee hatte Anfang September den Militäreinsatz „Southern Spear“ begonnen. US-Präsident Donald Trump erklärt, Washington befinde sich faktisch im Krieg mit Drogenkartellen in Lateinamerika. Seit Beginn des Einsatzes wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP inzwischen mehr als 200 Menschen bei Angriffen auf Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik getötet. Die US-Regierung hat bislang jedoch keine eindeutigen Belege dafür vorgelegt, dass die angegriffenen Schiffe tatsächlich in den Drogenhandel verwickelt waren. Juristen und Menschenrechtsgruppen kritisieren, die Angriffe könnten außergerichtliche Tötungen darstellen, weil sie sich offenbar gegen Zivilisten richteten, die keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellten. Bericht: Trumps Ballsaal soll doch zu Teilen von Steuergeld finanziert werdenAnders als von Donald Trump behauptet soll der geplante Ballsaal des Weißen Hauses zu Teilen von Steuergeld finanziert werden und 200 Millionen Dollar teurer sein als angekündigt. Das berichtete die Washington Post am Dienstag unter Berufung auf Dokumente der zuständigen Baufirma. Darin heißt es demnach, die geschätzten 600 Millionen Dollar Baukosten würden zu mehr als der Hälfte von Steuergeld gezahlt. Trump wiederum hatte Ende März behauptet, der Anbau werde 400 Millionen Dollar Kosten und es würden „keine zehn Cent“ von Steuerzahlern in das Projekt fließen. Es sollte nach Aussagen des Präsidenten ausschließlich von privaten Spendern finanziert werden. Die Aufstellung der Baufirma wurde nach Informationen der Zeitung jedoch drei Wochen früher fertiggestellt; zu diesem Zeitpunkt sollen schon Zehntausende Dollar öffentlichen Geldes an die Firma gezahlt worden sein. Trump hatte den historischen East Wing das Weißen Haus im vergangenen Oktober ohne Ankündigung abreißen lassen und behauptet, dieser sei ohnehin baufällig gewesen. Der neue Ballsaal soll mehr als 8000 Quadratmeter groß sein und einen Bunker beinhalten. Irem YildirimTrotz 14 Millionen Dollar – Washingtons Pool ist wieder grünNur wenige Tage nach Abschluss einer millionenschweren Sanierung ist ein berühmtes Wasserbecken in der US-Landeshauptstadt Washington wieder grün geworden. Algen färbten Teile des sogenannten Reflecting Pool, nachdem die Anlage für rund 14,2 Millionen US-Dollar (etwa 12,3 Millionen Euro) renoviert worden war.US-Präsident Donald Trump hatte die Arbeiten persönlich vorangetrieben. Das Becken sei über Jahre schmutzig und unansehnlich gewesen, hatte er zuvor mehrfach betont. Im Zuge der Sanierung wurde der Boden mit einer dunkelblauen Beschichtung versehen, die Trump als „amerikanisches Flaggenblau“ bezeichnete. Die Arbeiten sollten rechtzeitig vor den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten am 4. Juli abgeschlossen werden.Das Innenministerium erklärte US-Medienberichten zufolge, die Algen seien bereits abgestorben und würden derzeit abgesaugt. Ursache seien Rückstände in Leitungen, die während der Bauarbeiten stillgestanden hätten. Dies sei seit Jahrzehnten ein wiederkehrendes Problem. Das Gewässer ist vergleichsweise flach, liegt in der prallen Sonne und erwärmt sich im Sommer stark. Bereits nach einer früheren Generalüberholung waren binnen weniger Wochen erneut Algen aufgetreten. Ein neues Wasseraufbereitungssystem soll das Becken künftig algenfrei halten.Die jüngste Sanierung hatte zuvor auch politisch für Diskussionen gesorgt. US-Medien berichteten, dass die Regierung die Aufträge ohne Ausschreibung an ausgewählte Unternehmen vergeben habe. Die Regierung begründete dies mit Zeitdruck vor den Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten.Der Pool gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der US-Hauptstadt. Das rund 600 Meter lange Wasserbecken liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. Es bildete auch die Kulisse, vor der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. 1963 seine berühmte Rede „I Have a Dream“ hielt.NATO-Diplomat zu US-Rückzug: Nicht das Ende der WeltNachdem durch F.A.Z.-Recherchen bekannt wurde, dass die USA der NATO mit sofortiger Wirkung militärische Fähigkeiten entzogen haben, zeigte sich ein leitender NATO-Diplomat am Dienstag zuversichtlich. Es gebe nun „endlich Klarheit“, sagte er, schließlich habe US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Europäer schon im Februar 2025 auf eine Lastenverlagerung eingestellt. „Wenn wir uns die Liste ansehen, ist das nicht das Ende der Welt“, so der Diplomat. „Wir können das schaffen, zwar nicht schon morgen, aber es ist machbar.“ Es sei für das Bündnis überhaupt keine Option, Nein zu sagen. Denn dann „wären wir in größten Schwierigkeiten“.Der Diplomat wies insbesondere auf die Notwendigkeit hin, dass Europa sich eigene Fähigkeiten für Schläge in der Tiefe des gegnerischen Raums zulege, um US-Bomber und seegestützte Marschflugkörper zu ersetzen. „Die Deutschen denken darüber nach, selbst Tomahawk-Marschflugkörper zu kaufen. Es könnte sich auch um eine neue Waffe handeln, die Europa entwickelt oder von der Ukraine erwirbt“, sagte er. Natürlich werde es eine solche Waffe bis zum Gipfeltreffen im Juli in Ankara noch nicht geben, möglicherweise aber neue Initiativen.In NATO-Kreisen wird erwartet, dass der Rückzug der USA ein erster Schritt ist und in den kommenden Jahren weitere Schritte folgen – auch bei den Landstreitkräften, als Ansporn für das Aufwachsen europäischer Fähigkeiten. „Es wird weitere Ankündigungen der USA zum Rückzug von Beiträgen geben“, sagte der Diplomat. „Das ist Teil der Lastenverlagerung.“ Die Recherche zum US-Rückzug lesen Sie hier:Acht Tote nach Absturz eines B-52-Bombers in Kalifornien Beim Absturz eines amerikanischen B-52-Bombers in Kalifornien sind am Montag alle acht Personen an Bord ums Leben gekommen. Das teilte der stellvertretende Kommandeur des 412. Testgeschwaders der Luftwaffe, Oberst James Hayes, in einer Pressekonferenz mit. Der Absturz sei nicht zu überleben gewesen; man sei in Gedanken bei den Familien der Opfer. Das Unglück geschah demnach während einer „routinemäßigen Testmission“ des Langstreckenbombers, der seit den 1950er Jahren im amerikanischen Militär eingesetzt wird.Das Flugzeug soll unmittelbar nach dem Start abgestürzt und in Flammen aufgegangen sein. Laut Haynes wurde eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Es gebe zunächst keine Hinweise auf Gründe für den Absturz. An Bord waren demnach Militärangehörige, Regierungsmitarbeiter und externe Dienstleister. Das Luftfahrtunternehmen Boeing gab am Montag bekannt, zwei Mitarbeiter seien an Bord gewesen. FBI: Anschlag auf Kampfsportevent an Trumps Geburtstag vereitelt Das FBI hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf die Kampfsportveranstaltung am Weißen Haus vereitelt, die am 80. Geburtstag Donald Trumps am Sonntag stattgefunden hatte. FBI-Direktor Kash Patel schrieb am Dienstag auf X, man sei am 10. Juni auf entsprechende Pläne aufmerksam geworden; mehrere Verdächtigen seien festgenommen worden. Der Sender Fox News hatte zuvor berichtet, es befänden sich fünf Personen in Gewahrsam. Ingesamt bestünde das Netzwerk aus knapp zwei Dutzend Personen. Diese hatten laut dem Sender unter anderem geplant, mit Sprengstoff beladene Drohnen in Gebäude nahe dem Veranstaltungsort zu steuern. Demnach wollten sie eine Massenevakuierung auslösen, um die Menge dann in Richtung von Scharfschützen zu treiben. Außerdem war demnach eine zweite Angriffswelle geplant, während der das Weiße Haus gestürmt werden sollte. Bei dem Mixed-Martial-Arts-Event auf dem Rasen des Weißen Hauses am Sonntag hatte es fünftausend Sitzplätze für geladene Gäste gegeben. Weitere Zehntausende verfolgten die Kämpfe in einer offiziellen „Public Viewing“-Zone in der Nähe des Kampfrings. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveticker USA unter Trump: Merkel überrascht Obama zu seiner Museums-Eröffnung | FAZ
Auch Trudeau, Biden und Harris vor Ort +++ Trumps Bemerkung „Ich bin der Boss“ sorgt für Lacher unter Regierungschefs +++ Geplanter Anschlag an Trumps Geburtstag: Fünf Männer angeklagt +++ alle Neuigkeiten im Liveblog






