In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.Trump nach einer Stunde Verspätung: „Ich bin der Boss"US-Präsident Donald Trump hat vor dem Platznehmen bei einer G-7-Arbeitssitzung in Évian am Mittwoch die anderen Regierungschefs mit „I am the boss“ („Ich bin der Boss“) begrüßt. Dies tat er, nachdem er fast eine Stunde zu spät zur Sitzung erschienen war. Die Bemerkung löste Lachen in der Runde aus. Merz in Évian: Es gab keine persönlichen Störungen mit Trump Bundeskanzler Friedrich Merz hat betont, dass es auf diesem G-7-Gipfel in Évian keine Verstimmungen mit US-Präsident Donald Trump gegeben habe. „Da hat es an keiner Stelle persönliche Störungen gegeben“, sagte Merz am Mittwoch auf die Frage nach seinem Verhältnis zu Trump. „Insofern gibt es da überhaupt keine Einschränkungen auch des persönlichen Miteinanders. Das gilt übrigens nicht nur für mich, das gilt auch für alle anderen.“ Die Diskussionen seien sehr konstruktiv gewesen. Erstmals habe es wieder eine gemeinsame Erklärung zu außenpolitischen Themen gegeben. Er sei optimistisch, dass auch der NATO-Gipfel Anfang Juli in Ankara harmonisch verlaufen könne.Tim SchellenbachRutte: USA wenden sich nicht von NATO-Verbündeten abNATO-Generalsekretär Mark Rutte hat Befürchtungen über einen Rückzug der USA aus dem Verteidigungsbündnis zurückgewiesen. Die Anpassung der US-amerikanischen Beiträge zum Nato-Streitkräftemodell bedeuteten nicht, dass die USA sich von ihren Alliierten abwenden würden, sagte Rutte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch in Brüssel. „Das entspricht nicht der Realität“, sagte Rutte.Die USA hätten ihr Bekenntnis zur Nato „unmissverständlich“ klar gemacht, so Rutte. Das Streitkräftemodell der Nato sei in der Vergangenheit zu stark von Washington abhängig gewesen, fügte er hinzu. Die anderen Verbündeten müssten nun mehr beitragen und hätten dies zum Teil schon getan. Das „Gesamtbild“ sehe gut aus.Anfang Juni hatte das US-Verteidigungsministerium die NATO-Verbündeten darüber informiert, dass es seine Beiträge zum sogenannten "NATO Force Modell" reduzieren werde. Dieses bildet den übergeordneten Rahmen dafür, wie nationale Streitkräfte dem Bündnis im Verteidigungsfall zur Verfügung gestellt werden.Ein Toter nach Angriff auf „Drogenboot“ Im Zuge des umstrittenen Vorgehens der US-Armee gegen Drogenschmuggel im Pazifik ist bei einem neuen Angriff auf ein mutmaßliches „Drogenboot“ ein Mensch getötet worden. Laut Geheimdiensterkenntnissen sei das Boot auf bekannten Schmuggelrouten im Ostpazifik unterwegs und an Drogenhandel beteiligt gewesen, erklärte das für Lateinamerika zuständige US-Südkommando Southcom am Dienstag (Ortszeit) im Onlinedienst X. Bei der Aktion sei ein „Narko-Terrorist" getötet worden.Zwei weitere Männer überlebten Berichten zufolge den Angriff. Die US-Küstenwache leitete laut Southcom Such- und Rettungsmaßnahmen ein, um sie zu finden.Die US-Armee hatte Anfang September den Militäreinsatz „Southern Spear“ begonnen. US-Präsident Donald Trump erklärt, Washington befinde sich faktisch im Krieg mit Drogenkartellen in Lateinamerika. Seit Beginn des Einsatzes wurden nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP inzwischen mehr als 200 Menschen bei Angriffen auf Boote in der Karibik und im östlichen Pazifik getötet. Die US-Regierung hat bislang jedoch keine eindeutigen Belege dafür vorgelegt, dass die angegriffenen Schiffe tatsächlich in den Drogenhandel verwickelt waren. Juristen und Menschenrechtsgruppen kritisieren, die Angriffe könnten außergerichtliche Tötungen darstellen, weil sie sich offenbar gegen Zivilisten richteten, die keine unmittelbare Bedrohung für die USA darstellten. Bericht: Trumps Ballsaal soll doch zu Teilen von Steuergeld finanziert werdenAnders als von Donald Trump behauptet soll der geplante Ballsaal des Weißen Hauses zu Teilen von Steuergeld finanziert werden und 200 Milliarden Dollar teurer sein als angekündigt. Das berichtete die Washington Post am Dienstag unter Berufung auf Dokumente der zuständigen Baufirma. Darin heißt es demnach, die geschätzten 600 Milliarden Dollar Baukosten würden zu mehr als der Hälfte von Steuergeld gezahlt. Trump wiederum hatte Ende März behauptet, der Anbau werde 400 Millionen Dollar Kosten und es würden „keine zehn Cent“ von Steuerzahlern in das Projekt fließen. Es sollte nach Aussagen des Präsidenten ausschließlich von privaten Spendern finanziert werden. Die Aufstellung der Baufirma wurde nach Informationen der Zeitung jedoch drei Wochen früher fertiggestellt; zu diesem Zeitpunkt sollen schon Zehntausende Dollar öffentlichen Geldes an die Firma gezahlt worden sein. Trump hatte den historischen East Wing das Weißen Haus im vergangenen Oktober ohne Ankündigung abreißen lassen und behauptet, dieser sei ohnehin baufällig gewesen. Der neue Ballsaal soll mehr als 8000 Quadratmeter groß sein und einen Bunker beinhalten. Irem YildirimTrotz 14 Millionen Dollar – Washingtons Pool ist wieder grünNur wenige Tage nach Abschluss einer millionenschweren Sanierung ist ein berühmtes Wasserbecken in der US-Landeshauptstadt Washington wieder grün geworden. Algen färbten Teile des sogenannten Reflecting Pool, nachdem die Anlage für rund 14,2 Millionen US-Dollar (etwa 12,3 Millionen Euro) renoviert worden war.US-Präsident Donald Trump hatte die Arbeiten persönlich vorangetrieben. Das Becken sei über Jahre schmutzig und unansehnlich gewesen, hatte er zuvor mehrfach betont. Im Zuge der Sanierung wurde der Boden mit einer dunkelblauen Beschichtung versehen, die Trump als „amerikanisches Flaggenblau“ bezeichnete. Die Arbeiten sollten rechtzeitig vor den Feierlichkeiten zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten am 4. Juli abgeschlossen werden.Das Innenministerium erklärte US-Medienberichten zufolge, die Algen seien bereits abgestorben und würden derzeit abgesaugt. Ursache seien Rückstände in Leitungen, die während der Bauarbeiten stillgestanden hätten. Dies sei seit Jahrzehnten ein wiederkehrendes Problem. Das Gewässer ist vergleichsweise flach, liegt in der prallen Sonne und erwärmt sich im Sommer stark. Bereits nach einer früheren Generalüberholung waren binnen weniger Wochen erneut Algen aufgetreten. Ein neues Wasseraufbereitungssystem soll das Becken künftig algenfrei halten.Die jüngste Sanierung hatte zuvor auch politisch für Diskussionen gesorgt. US-Medien berichteten, dass die Regierung die Aufträge ohne Ausschreibung an ausgewählte Unternehmen vergeben habe. Die Regierung begründete dies mit Zeitdruck vor den Feierlichkeiten zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten.Der Pool gehört zu den bekanntesten Wahrzeichen der US-Hauptstadt. Das rund 600 Meter lange Wasserbecken liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument. Es bildete auch die Kulisse, vor der Bürgerrechtler Martin Luther King Jr. 1963 seine berühmte Rede „I Have a Dream“ hielt.NATO-Diplomat zu US-Rückzug: Nicht das Ende der WeltNachdem durch F.A.Z.-Recherchen bekannt wurde, dass die USA der NATO mit sofortiger Wirkung militärische Fähigkeiten entzogen haben, zeigte sich ein leitender NATO-Diplomat am Dienstag zuversichtlich. Es gebe nun „endlich Klarheit“, sagte er, schließlich habe US-Verteidigungsminister Pete Hegseth die Europäer schon im Februar 2025 auf eine Lastenverlagerung eingestellt. „Wenn wir uns die Liste ansehen, ist das nicht das Ende der Welt“, so der Diplomat. „Wir können das schaffen, zwar nicht schon morgen, aber es ist machbar.“ Es sei für das Bündnis überhaupt keine Option, Nein zu sagen. Denn dann „wären wir in größten Schwierigkeiten“.Der Diplomat wies insbesondere auf die Notwendigkeit hin, dass Europa sich eigene Fähigkeiten für Schläge in der Tiefe des gegnerischen Raums zulege, um US-Bomber und seegestützte Marschflugkörper zu ersetzen. „Die Deutschen denken darüber nach, selbst Tomahawk-Marschflugkörper zu kaufen. Es könnte sich auch um eine neue Waffe handeln, die Europa entwickelt oder von der Ukraine erwirbt“, sagte er. Natürlich werde es eine solche Waffe bis zum Gipfeltreffen im Juli in Ankara noch nicht geben, möglicherweise aber neue Initiativen.In NATO-Kreisen wird erwartet, dass der Rückzug der USA ein erster Schritt ist und in den kommenden Jahren weitere Schritte folgen – auch bei den Landstreitkräften, als Ansporn für das Aufwachsen europäischer Fähigkeiten. „Es wird weitere Ankündigungen der USA zum Rückzug von Beiträgen geben“, sagte der Diplomat. „Das ist Teil der Lastenverlagerung.“ Die Recherche zum US-Rückzug lesen Sie hier:Acht Tote nach Absturz eines B-52-Bombers in Kalifornien Beim Absturz eines amerikanischen B-52-Bombers in Kalifornien sind am Montag alle acht Personen an Bord ums Leben gekommen. Das teilte der stellvertretende Kommandeur des 412. Testgeschwaders der Luftwaffe, Oberst James Hayes, in einer Pressekonferenz mit. Der Absturz sei nicht zu überleben gewesen; man sei in Gedanken bei den Familien der Opfer. Das Unglück geschah demnach während einer „routinemäßigen Testmission“ des Langstreckenbombers, der seit den 1950er Jahren im amerikanischen Militär eingesetzt wird.Das Flugzeug soll unmittelbar nach dem Start abgestürzt und in Flammen aufgegangen sein. Laut Haynes wurde eine Untersuchung des Vorfalls eingeleitet. Es gebe zunächst keine Hinweise auf Gründe für den Absturz. An Bord waren demnach Militärangehörige, Regierungsmitarbeiter und externe Dienstleister. Das Luftfahrtunternehmen Boeing gab am Montag bekannt, zwei Mitarbeiter seien an Bord gewesen. FBI: Anschlag auf Kampfsportevent an Trumps Geburtstag vereitelt Das FBI hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf die Kampfsportveranstaltung am Weißen Haus vereitelt, die am 80. Geburtstag Donald Trumps am Sonntag stattgefunden hatte. FBI-Direktor Kash Patel schrieb am Dienstag auf X, man sei am 10. Juni auf entsprechende Pläne aufmerksam geworden; mehrere Verdächtigen seien festgenommen worden. Der Sender Fox News hatte zuvor berichtet, es befänden sich fünf Personen in Gewahrsam. Ingesamt bestünde das Netzwerk aus knapp zwei Dutzend Personen. Diese hatten laut dem Sender unter anderem geplant, mit Sprengstoff beladene Drohnen in Gebäude nahe dem Veranstaltungsort zu steuern. Demnach wollten sie eine Massenevakuierung auslösen, um die Menge dann in Richtung von Scharfschützen zu treiben. Außerdem war demnach eine zweite Angriffswelle geplant, während der das Weiße Haus gestürmt werden sollte. Bei dem Mixed-Martial-Arts-Event auf dem Rasen des Weißen Hauses am Sonntag hatte es fünftausend Sitzplätze für geladene Gäste gegeben. Weitere Zehntausende verfolgten die Kämpfe in einer offiziellen „Public Viewing“-Zone in der Nähe des Kampfrings. Lena SpilgerNewsom: Trump-Regierung ermittelt gegen meine Familie Das US-Justizministerium hat nach Angaben des demokratischen Gouverneurs von Kalifornien, Gavin Newsom, Ermittlungen gegen ihn und seine Familie aufgenommen. „In den letzten Tagen haben Bundesbeamte bei Familienangehörigen, Freunden und ehemaligen Mitarbeitern geklopft – nicht, weil sie ein Verbrechen aufgedeckt hätten, sondern einfach, weil sie versuchen, eines zu finden“, teilte Newsom auf der Plattform X mit. Um welche Vorwürfe es geht, sagte Newsom nicht. Eine Anfrage beim US-Justizministerium blieb zunächst unbeantwortet.Newsom zufolge wühlen sich die Ermittler willkürlich durch Berge von Akten. Seiner Ansicht nach ist klar, dass US-Präsident Donald Trump die Ermittlungen in Auftrag gab, weil Newsom sich gegen ihn stellt und erwägt, ins Rennen um die Präsidentschaft einzusteigen. Auch Newsoms Frau Jennifer sei ins Visier der Regierung geraten. Newsom sagte, Trump könne ihn schikanieren, gegen ihn ermitteln und ihn auf seine Feindesliste setzen. „Aber halte meine Frau und meine Familie aus deinem persönlichen Rachefeldzug heraus.“ Auf die Nachfrage, welches Verbrechen Newsom begangen habe, sagte Trump später, dessen „Hauptverbrechen“ sei es, für das Amt des Gouverneurs kandidiert zu haben. Newsom habe einen „so schlechten Job“ gemacht. Die US-Regierung war zuletzt immer wieder gegen bei Trump in Ungnade gefallene Politiker und Funktionäre vorgegangen. Betroffen waren unter anderem der frühere FBI-Direktor James Comey, die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James und der demokratische Senator Adam Schiff. Blutige Nasen beim Käfigkampf, USA-Rufe, ein Ständchen für den Präsidenten – Donald Trump war mit der Feier zu seinem 80. Geburtstag vor dem Weißen Haus zufrieden. Was sich zugetragen hat und wie viel die Wiederaufbereitung des Rasens kosten wird, hat F.A.Z.-Korrespondentin Sofia Dreisbach aufgeschrieben:Hanna MasaUS-Senator im Krankenhaus eingeliefertDer bekannte republikanische US-Senator Mitch McConnell ist ins Krankenhaus eingeliefert worden. Der 84-Jährige, der seine Partei jahrelang in der Kongresskammer anführte, sei am Morgen (US-Ortszeit) dorthin gebracht worden, zitierten etwa die US-Sender CNN und Fox News übereinstimmend seinen Sprecher David Popp. „Er wird dort hervorragend versorgt“. Angaben zum Grund des Krankenhausaufenthalts oder dem Gesundheitszustand McConnells machte er demnach nicht.Der erzkonservative Politiker gilt seit langem als wichtiger Strippenzieher in der US-Politik, er sitzt seit 1985 im US-Senat. Bevor John Thune dort Mehrheitsführer der Republikaner wurde, lenkte McConnell in der Kammer jahrelang die Geschicke seiner Partei. Dabei schrieb er Geschichte als der am längsten amtierende Anführer einer Partei in der Parlamentskammer.Auch während Donald Trumps erster Präsidentschaft führte er dort die Republikaner an - und spielte entsprechend eine wichtige Rolle für dessen erste Amtszeit. Während Trumps zweiter Amtszeit fiel er allerdings auch mit Kritik an dessen Politik auf.McConnell sorgte bereits in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Problemen für Schlagzeilen. 2023 etwa war er während eines privaten Abendessens in einem Hotel in Washington gestürzt. Er zog sich eine Gehirnerschütterung zu und wurde deshalb in einem Krankenhaus behandelt. In der Folge hatte er Aussetzer bei Pressekonferenzen. Das schürte Sorgen um seinen Gesundheitszustand. Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveticker USA unter Trump: Trump: „Ich bin der Boss“ | FAZ
Bemerkung Trumps sorgt für Lacher unter Regierungschefs +++ Geplanter Anschlag an Trumps Geburtstag: Fünf Männer angeklagt +++ alle Neuigkeiten im Liveblog






