Vor fünf Jahren übernahm Thoma Bravo das Softwareunternehmen Medallia in der Hoffnung, dass der Chatbot-Entwickler schnell wachsen und Gewinne abwerfen würde. Stattdessen konnte Medallia nie überzeugen und entwickelte sich für das Private-Equity-Unternehmen zum Milliardengrab.

18.06.2026, 19.26 Uhr

Geht in die Geschichte ein: Thoma-Bravo-Mitgründer Orlando Bravo bezeichnete die Medallia-Investition als „großen Fehler“

Der Softwarekonzern Madallia wechselt den Besitzer und steigt im Zuge des Deals zum zweitgrößten Private-Equity-Flop aller Zeiten auf. Ein von Blackstone angeführtes Konsortium hat sich mit dem Private-Equity-Unternehmen Thoma Bravo auf die Übernahme von Medallia geeinigt: Das Konsortium, dem auch Apollo und KKR angehören, übernimmt die Kontrolle über Medallia und stellt zudem 150 Millionen Dollar zur Verringerung der Schuldenlast bereit. Thoma Bravo geht leer aus und verliert seine gesamte Investition von 5 Milliarden Dollar, wie die „Financial Times“ berichtet .

Thoma Bravo hatte Medallia im November 2021 für 6,4 Milliarden Dollar übernommen und finanzierte den Deal mit 1,8 Milliarden Dollar Schulden und Kapital von Investoren. Auch Blackstone, KKR und Apollo hatten Medallia umfangreiche Kredite zur Verfügung gestellt. Das Private-Equity-Unternehmen war nicht der einzige Konzern, der nach der Coronapandemie auf den Erfolg von Softwareunternehmen setzte.