Ich will die Nationalelf gut finden, wenn sie gut ist. Aber ich will sie nicht gut finden müssen, weil Deutschland jetzt unbedingt gute Laune braucht.

S eit ich in einer WM-Doku in der ARD was sagen durfte, wollen Leute plötzlich beim Fußballschauen wissen, was denn meine „Expertenmeinung“ sei. Zu Gast bei Freunden sagte ich also zur Halbzeit des Curaçao-Spiels (beim Stand von 3:1) forsch: „Curaçao ist der erwartet schwache Gegner. Und Deutschland auch.“ Sie schauten mich sehr irritiert an.

Die taz bei der Fußball-WM

Der Ball ist rund und die taz ist ihm dicht auf den Fersen. Unsere Reporterin Alina Schwermer ist auf einem Roadtrip (meist) per Bus und berichtet in Reportagen und in ihrem Blog – manchmal auch aus den Stadien, aber noch viel öfter über alles drumherum. Alle Spiele werden von ausgeschlafenen tazler:innen für Sie hier in „Alle Spiele“ kurz zusammengefasst. Dann gibt es das ganz geheime Tagebuch von Fifa-Dingsbums Gianni Infantino. Und alles andere rund um die WM finden Sie hier.

Nach Spielende wies ich auf die Schwächen der Doppelsechs in der Rückwärtsbewegung hin, die man sich gegen einen richtigen Gegner aus meiner Expertensicht nicht erlauben kann. Damit war ich vollends unten durch. 7:1 gewonnen und dann so ein „Miesepeter“ (Originalzitat)? Ich solle mal schleunigst eine „Rückwärtsbewegung“ nach Hause antreten.