Die umstrittenen Trinkpausen sorgen bei der Fußball-WM weiterhin für große Kritik. Beim Spiel zwischen Ghana und Panama, das die Westafrikaner mit 1:0 gewonnen haben, legte die Fifa trotz einer Temperatur von nur 19 Grad und Dauerregen in Toronto in beiden Halbzeiten einen etwa dreiminütigen „Hydration Break“ ein. Die Reaktion der Fans fiel deutlich aus, indem vermehrt Buh-Rufe im Oval der kanadischen Metropole zu hören waren.Und auch beim letzten Match des ersten WM-Spieltages zwischen England und Kroatien, das die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel mit 4:2 gewonnen hat, hatten englische Anhänger die erste Trinkpause mit Spottgesängen begleitet. So sangen mehrere Tausend Fans der „Three Lions“: „What the f***ing hell is that.“Die Fifa begründet die verpflichtenden Pausen mit dem Schutz der Spieler vor großer Hitze bei der WM. Fans und auch Fußballexperten vermuten jedoch auch wirtschaftliche Motive, da die dreiminütigen Unterbrechungen den TV-Sendern zusätzliche Werbezeiten ermöglichen. So nehmen TV-Sender wie Fox durch die Drei-Minuten-Breaks Millionen ein. So verkauft der US-amerikanische TV-Sender laut dem Wall Street Journal 30-sekündige Werbespots während der Vorrundenspiele für 200.000 US-Dollar. Und in Spielen mit US-Beteiligung oder bei stark nachgefragten Partien soll ein einzelner Werbespot während dieser Unterbrechungen sogar bis zu 800.000 Dollar kosten. Zusätzlich wird kritisiert, dass die Einflussnahme der Trainer in den Pausen auf die Mannschaften den Charakter des Spiels verändern.
„Hydration Break“: Fans und Spieler kritisieren Trinkpausen
Die verpflichtenden Trinkpausen sorgen weiter für Diskussionen. Fans reagieren mit Spottgesängen, während Spieler und Experten die Unterbrechungen infrage stellen.












