er Weltverband Fifa hat mit der neu eingeführten „Trinkpause“ bewirkt, dass bei dieser Fußball-WM während eines Spiels noch mehr Reklame gezeigt wird. Und während man es früher geschafft hat, die Dauerwerbesendung bei Pay-TV- und Privatsendern durch gezieltes Einschalten zur Anpfiffsuhrzeit zu vermeiden, gibt es in den „Hydration Breaks“ kein Entkommen. Das ist natürlich die Kalkulation dahinter. Und in diesen Werbeblöcken sieht man, was man mittlerweile bei Sportübertragungen immer sieht: eine Werbung für Sportwetten, gefolgt von einer Werbung für Sportwetten und danach noch eine Werbung für Sportwetten.
Das ist nicht einmal eine gefühlte Wahrheit: Forscher der Universität Hohenheim haben einen Spieltag der Fußball-Bundesliga systematisch untersucht und unter anderem herausgefunden, dass Glücksspielwerbung ein Drittel der gesamten Sendezeit sichtbar war, Bandenwerbung inklusive.
Schon im normalen Ligabetrieb sind Sportwetten omnipräsent, bei der WM trifft die Dauerbeschallung auf ein noch größeres Publikum. Die Weltmeisterschaft ist die Hochzeit der Sportwetten: Für die Branche ist sie das wichtigste Ereignis des Jahres, sagt die Branche, vertreten durch den Präsidenten des Deutschen Sportwettenverbandes selbst. Bei dem Trommelfeuer der Anbieter gerät jedoch in Vergessenheit, was jahrelang Konsens war: dass Sportwetten und Sport auf verschiedene Art und Weise eine hochproblematische Kombination sein können. Beim Thema Manipulation, Suchtprävention, Jugendschutz und vielem weiteren.












