Wer in diesem Sommer seinen Urlaub in Schweden verbringt, kann sich die Suche nach einem Geldautomaten sparen. In dem skandinavischen Land ist Bargeld verpönt. Viele Geschäfte akzeptieren gar keine Kronen. Bezahlt wird mit Karte, Smartphone oder Wearables, Ringen oder Armbändern.Jetzt rudert Schweden wieder zurück. Bargeld muss akzeptiert werden, Geldautomaten dürfen nicht aus dem Stadtbild verschwinden, und jeder Schwede sollte Scheine im Haus haben. So praktisch digitales Zahlen ist, gibt es auch ein Risiko: Cyberattacken auf Zahlungsabwickler könnten das Land schnell lähmen.Insofern ist Deutschland auf einem guten Weg. Zwar schwindet auch hier die Bedeutung von Bargeld, es kommt nur noch bei 45 Prozent aller Bezahlvorgänge zum Einsatz. Aber 80 Prozent gaben in einer Umfrage der Deutschen Bundesbank an, dass sie Bargeld für sehr wichtig oder zumindest wichtig halten.Wichtig sind WahlmöglichkeitenEs liegt jetzt am Handel, auf unterschiedliche Kundenbedürfnisse einzugehen. Ausschließlich bargeldlose Selbstbedienungskassen sind ebenso wenig die Lösung wie Geschäfte, die gar keine Kartenzahlung ermöglichen.Das Betteln in Geschäften, ob nicht lieber bar oder wenigstens mit Girocard gezahlt werden könne, wenn ein Kunde die Kreditkarte zückt, ist zwar seltener geworden, aber noch nicht vollends verstummt.Aber nur die Akzeptanz von Karten und Bargeld gleichermaßen ist wünschenswert und macht Deutschland im Fall von Cyberattacken oder Computerpannen ein Stück resilienter.
Bargeld in Deutschland: Warum es unverzichtbar bleibt
80 Prozent der Deutschen halten Bargeld in Deutschland für wichtig. Sie haben recht. Niemand sollte alles auf eine Karte setzen. Der Kunde nicht und auch nicht der Handel.












