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Treffen sich 31 Verteidigungs- und ein »Kriegsminister«Als die Verteidigungsministerinnen und Verteidigungsminister der Nato im Februar zusammenkamen, fehlte Pete Hegseth, ihr Amtskollege aus den USA. Einige in der Runde deuteten das als böses Omen. Als weiteres Indiz dafür, dass den USA das westliche Verteidigungsbündnis zunehmend egal ist.

US-Verteidigungsminister Hegseth im US-Senat: Trumps Einpeitscher

Heute treffen sich die Ministerinnen und Minister erneut im Brüsseler Hauptquartier der Allianz. Und diesmal schaut auch der selbst ernannte »Kriegsminister« aus den USA vorbei. Doch als Ausdruck transatlantischer Verbundenheit taugt Hegseths Besuch kaum.Hegseth macht den Einpeitscher. Er kommt, um die Europäer zu züchtigen. So jedenfalls liest sich ein Statement, das er vor seinem Abflug nach Brüssel verbreiten ließ. Er wolle auf die »dringende Notwendigkeit« hinweisen, dass die Nato-Partner die »Hauptverantwortung« für die konventionelle Verteidigung Europas übernehmen und ihre Verteidigungsausgaben auf fünf Prozent der Wirtschaftsleistung steigern. Subtext: Zählt besser nicht auf uns.

Die Europäer überlegen nun, wie sie die Lücken füllen, die der allmähliche Rückzug der USA innerhalb der Nato hinterlässt (mehr hier ). Darüber haben mein Brüsseler Kollege Timo Lehmann und ich mit Andrius Kubilius gesprochen, dem EU-Kommissar für Verteidigung.