Sommer in Berlin: Berlin macht mich zum Sonnenjunkie
Seit ich nach Berlin gezogen bin, jage ich der Sonne nach. Ich arbeite dort, wo ich die meisten Strahlen abkriege – und ignoriere tapfer Putzreflexe.
Illustration:
Donata Kindesperk/taz
U m Punkt 8.11 Uhr erscheint der erste Lichtfleck oben rechts in meinem Schlafzimmer. Es ist ein Dreieck, so klein wie einer meiner Ohrringe. Um 9 Uhr, wenn ich schon längst aufgestanden sein müsste, aber seinetwegen lesend liegen bleibe, bedeckt der Fleck die halbe Wand. In ihm lässt sich als Schatten das Fenster erkennen, durch das die Sonne bis in den Hochsommer hinein in meine Wohnung kommt. Während dieser Zeit passe ich meine Arbeitsroutinen – und mein Leben an sie an.










